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Freiwilligendienst im Ausland

Abschiedsgedanken

Meine letzte Woche in Potosí bricht an. Nach dem sechsmonatigen Freiwilligendienst in Boliviens höchstgelegener Stadt geht dieser Traum langsam auf sein Ende zu. Doch hoffe ich dass es nicht nur ein Traum war. Ich wünsche mir, dass die Kontakte, die ich geknüpft und die Freundschaften, die ich geschlossen habe, nicht zerbrechen. Ich will, dass alles, was ich hier gemacht habe, nicht in Vergessenheit geraten und mich die Mitarbeiter und Kinder in guter Erinnerung behalten. Die Zeit wird langsam knapp, die paar Projekte zu beenden, die ich mir vorgenommen habe. In der kommenden Woche möchte ich noch Regentonnen installieren, denn das Wasser, das momentan vom Dach aufgefangen wird, wird nur auf die Erde geleitet und keinem neuen Zweck zugeführt und das in so einer trockenen Gegend wie Potosí. Doch zum Glück habe ich letzte Woche Gesellschaft bekommen: Ein deutscher Student der sozialen Arbeit wird ab jetzt ein sechsmonatiges Praktikum hier machen. Zwar arbeitet er mehr mit den NAT´s, der Gewerkschaft der arbeitenden Kinder von Potosí, wird aber auch zwei Tage in der Woche in Yachay Mosoj, meiner Organisation, aushelfen. So weiß ich, dass alles hier in guten, motivierten Händen bleibt.

Yachay Mosoj musste zum Jahr 2016 einen neuen Antrag bei seinen Unterstützern stellen und so bot sich eine Gelegenheit, die Arbeit der letzten Jahre zu reflektieren und ein neues Konzept zu initiieren. Dort brachte ich mich so gut ich konnte mit meinen eigenen Ideen und Vorschlägen ein, um das Projekt organisierter zu gestalten, da im letzten Jahr einiges drunter und drüber lief.

Nebenbei sind auch meine Papiereimer schön geworden. Ich habe außerdem noch ein Plakat zum Thema Umweltschutz und wie jeder dabei mitmachen kann gestaltet. Ein weiterer Plan ist es, über jedem Wasserhahn kleine Schlider mit der Aufschrift „Schlie? den Wasserhahn“ anzubringen, da viele Kinder und Mütter das einfach vergessen und es so mal vorkommen kann, dass wir kein Wasser mehr haben.

Ich hoffe, dass diese Dinge, auf die ich mein Team hingewiesen habe, auch noch weiterhin eingehalten werden und dem Projekt ein bisschen mehr Ordnung bringen. Ich werde auch von Deutschland aus mein Möglichstes tun, um meine Freunde hier weiterhin zu unterstützen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  09.03.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
09.03.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Rein ins Projekt!

Schon einige Tage vor Beginn meines Freiwilligendienstes in Madrid bekam ich den Ablauf für meine ersten Tage in meinem Projekt zugeschickt. Dort war vermerkt, wann wir uns um die Metrokarte und ein spanisches Bankkonto kümmern würden, wann wir unsere Betreuerin in der Universität kennenlernen würden und vieles mehr. Was ich damals nicht ahnte, war, dass sich in den folgenden Tagen niemand an diesen Plan halten würde.

Die ersten Tage verliefen deshalb ziemlich chaotisch. Einen Stundenplan gab es noch nicht, ständig wurden mir neue Menschen vorgestellt und die vielen spanischen Namen waren mir so fremd, dass ich sie mir einfach nicht merken konnte. Meine französische Projektpartnerin hatte schon in der Schule Spanischunterricht gehabt und verstand viel besser, was man von ihr wollte. Ich hingegen bin noch nie mit dieser Sprach in Berührung gekommen und fühlte mich ganz schön aufgeschmissen. Die Uni erschien mir so riesig, dass ich mich ohne meine Projektpartnerin wahrscheinlich ständig verlaufen hätte, und weil ich vor lauter Aufregung in der ersten Nacht nicht schlafen konnte, plagten mich am nächsten Morgen nach fünf Tassen Kaffee dementsprechende Bauchschmerzen.

Den Start in mein Projekt hatte ich mir definitiv gelassener vorgestellt.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  29.02.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
29.02.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Aufbruchsstimmung

Der Tag, an dem ich für meinen Europäischen Freiwilligendienst nach Madrid fliegen sollte, kam schneller als gedacht: Plötzlich stand ich mit gepackten Koffern am Düsseldorfer Flughafen. Ein wenig mulmig wurde mir in dem Moment schon, schließlich wusste ich noch nicht wirklich, was mich in den nächsten neun Monaten erwarten würde.

Gerade, als ich mich von meinen Eltern verabschieden wollte, wurde mir angezeigt, dass mein Flug eine Stunde verspätet starten würde. Da meine deutsche Internet-Flat bereits gekündigt war und das Flughafen-WLAN nicht funktionieren wollte, befürchtete ich schon, dass ich meinem spanischen Tutor, der mich vom Flughafen abholen wollte, nicht Bescheid geben konnte. Ich war erleichtert, als es dann doch noch funktionierte. Hätte ich die Spanier damals jedoch schon etwas besser gekannt, hätte ich mir wohl keine Sorgen diesbezüglich gemacht.

Als ich nach zwei Stunden Flugzeit in Madrid ankam, erkannte ich meinen Tutor sofort: schließlich hielt er ein Blatt in den Händen, auf dem in großen Buchstaben mein Name geschrieben stand. Gleich darauf folgte die nächste Erleichterung: er sprach ziemlich gut Englisch und willigte ein, heute Englisch mit mir zu sprechen – vielleicht, weil er einsah, dass ich mit meinen nicht vorhandenen Spanischkenntnissen sonst aufgeschmissen wäre, vielleicht auch, weil ich nach einer dreistündigen Autofahrt, dreistündigem Warten und zweistündigem Flug endlos müde aussah.

Ein Flugzeug hatte jedoch noch mehr Verspätung als mein eigenes: das meiner französischen Projektpartnerin, mit der ich in den folgenden neun Monaten zusammen wohnen und arbeiten sollte. Als sie schließlich kam, wünschten wir uns beide wohl nichts anderes als endlich in unseren Betten zu liegen. In der ersten Nacht machte ich jedoch trotz der Strapazen des Tages kein Auge zu – so aufgeregt war ich.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  19.02.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
19.02.2016