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Freiwilligendienst im Ausland

On-arrival-training

Wer einen Europäischen Freiwilligendienst macht, der länger als sechs Monate dauert, hat zwei Seminare während seines Aufenthalts – das On-arrival-Training war mein erstes. Für mich ging es nach Cercedilla, einem kleinen Dorf etwa eine Stunde von Madrid entfernt. Dort traf ich auf knapp zwanzig Freiwillige aus verschiedenen Ländern. Die Woche war ganz schön. Die Aktivitäten begannen täglich gegen neun Uhr und endeten am Abend gegen zehn oder elf Uhr – und da ich mich über die Chance freute, so viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen, ging ich danach meist noch lange nicht ins Bett.

Auf dem Programm standen unter anderem ein Quiz über Spanien, eine Diskussion über europäische Rechte, ein Spiel rund ums informelle Lernen, Spanischunterricht und nicht zuletzt ein wirklich gelungener Ausflug nach Segovia, ich finde, eines der schönsten Exkursionsziele rund um Madrid.

Mein Highlight war jedoch der internationale Abend, an dem sich jedes Land auf möglichst kreative Art und Weise mithilfe von Musik, Theater & Co. vorstellen sollte. Ich tat mich mit einer weiteren Deutschen und einer Österreicherin zusammen und übersetzte den Liedtext zu Namikas Hit „Lieblingsmensch“ ins Englische und ins Spanische. Anschließend sangen wir die deutsche Version gemeinsam mit allen anderen Freiwilligen. Ich war erstaunt, mit wie viel Begeisterung unsere Mitfreiwilligen mitsangen!

 

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  11.03.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
11.03.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Abschiedsgedanken

Meine letzte Woche in Potosí bricht an. Nach dem sechsmonatigen Freiwilligendienst in Boliviens höchstgelegener Stadt geht dieser Traum langsam auf sein Ende zu. Doch hoffe ich dass es nicht nur ein Traum war. Ich wünsche mir, dass die Kontakte, die ich geknüpft und die Freundschaften, die ich geschlossen habe, nicht zerbrechen. Ich will, dass alles, was ich hier gemacht habe, nicht in Vergessenheit geraten und mich die Mitarbeiter und Kinder in guter Erinnerung behalten. Die Zeit wird langsam knapp, die paar Projekte zu beenden, die ich mir vorgenommen habe. In der kommenden Woche möchte ich noch Regentonnen installieren, denn das Wasser, das momentan vom Dach aufgefangen wird, wird nur auf die Erde geleitet und keinem neuen Zweck zugeführt und das in so einer trockenen Gegend wie Potosí. Doch zum Glück habe ich letzte Woche Gesellschaft bekommen: Ein deutscher Student der sozialen Arbeit wird ab jetzt ein sechsmonatiges Praktikum hier machen. Zwar arbeitet er mehr mit den NAT´s, der Gewerkschaft der arbeitenden Kinder von Potosí, wird aber auch zwei Tage in der Woche in Yachay Mosoj, meiner Organisation, aushelfen. So weiß ich, dass alles hier in guten, motivierten Händen bleibt.

Yachay Mosoj musste zum Jahr 2016 einen neuen Antrag bei seinen Unterstützern stellen und so bot sich eine Gelegenheit, die Arbeit der letzten Jahre zu reflektieren und ein neues Konzept zu initiieren. Dort brachte ich mich so gut ich konnte mit meinen eigenen Ideen und Vorschlägen ein, um das Projekt organisierter zu gestalten, da im letzten Jahr einiges drunter und drüber lief.

Nebenbei sind auch meine Papiereimer schön geworden. Ich habe außerdem noch ein Plakat zum Thema Umweltschutz und wie jeder dabei mitmachen kann gestaltet. Ein weiterer Plan ist es, über jedem Wasserhahn kleine Schlider mit der Aufschrift „Schlie? den Wasserhahn“ anzubringen, da viele Kinder und Mütter das einfach vergessen und es so mal vorkommen kann, dass wir kein Wasser mehr haben.

Ich hoffe, dass diese Dinge, auf die ich mein Team hingewiesen habe, auch noch weiterhin eingehalten werden und dem Projekt ein bisschen mehr Ordnung bringen. Ich werde auch von Deutschland aus mein Möglichstes tun, um meine Freunde hier weiterhin zu unterstützen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  09.03.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
09.03.2016

Freiwilligendienst im Ausland

Rein ins Projekt!

Schon einige Tage vor Beginn meines Freiwilligendienstes in Madrid bekam ich den Ablauf für meine ersten Tage in meinem Projekt zugeschickt. Dort war vermerkt, wann wir uns um die Metrokarte und ein spanisches Bankkonto kümmern würden, wann wir unsere Betreuerin in der Universität kennenlernen würden und vieles mehr. Was ich damals nicht ahnte, war, dass sich in den folgenden Tagen niemand an diesen Plan halten würde.

Die ersten Tage verliefen deshalb ziemlich chaotisch. Einen Stundenplan gab es noch nicht, ständig wurden mir neue Menschen vorgestellt und die vielen spanischen Namen waren mir so fremd, dass ich sie mir einfach nicht merken konnte. Meine französische Projektpartnerin hatte schon in der Schule Spanischunterricht gehabt und verstand viel besser, was man von ihr wollte. Ich hingegen bin noch nie mit dieser Sprach in Berührung gekommen und fühlte mich ganz schön aufgeschmissen. Die Uni erschien mir so riesig, dass ich mich ohne meine Projektpartnerin wahrscheinlich ständig verlaufen hätte, und weil ich vor lauter Aufregung in der ersten Nacht nicht schlafen konnte, plagten mich am nächsten Morgen nach fünf Tassen Kaffee dementsprechende Bauchschmerzen.

Den Start in mein Projekt hatte ich mir definitiv gelassener vorgestellt.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  29.02.2016
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
29.02.2016