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Freiwilligendienst im Ausland

Abenteuer Englisch im Elsass (Teil 2)

Eigentlich bin ich froh, den verloren geglaubten Brief mit der PIN für mein Bankkonto nicht früher gefunden zu haben. So habe ich nämlich zumindest einen kleinen Schritt aus meiner Komfortzone heraus machen müssen und obendrein eine interessante Erfahrung gemacht. Denn ich lerne daraus: Am Ende kann man sich schon irgendwie verständigen. Und sei es in einem bunten Mix aus Sprachen, von denen man höchstens eine richtig beherrscht. Gerade im Altenheim mache ich die Erfahrung, dass es nicht immer die gemeinhin geläufige Weltsprache Englisch braucht, um sich klar zu machen. Denn von meinen lieben Alten spricht kaum jemand die Sprache des ehemaligen Alliierten. Hier wird man eher in einwandfreiem Deutsch zugetextet. Und ich muss die Anglizismen aus der Zeitung übersetzen.

Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass in allen drei Sprachen (Französisch, Englisch und Deutsch) nichts mehr geht, bleibt ja immer noch der „französische Dialekt“ Elsässisch. Obwohl dieser Dialekt in meinen Augen weder Französisch noch Dialekt ist, sondern eine völlig eigene Sprache, die (wenn überhaupt) eher dem Deutschen zuzuordnen ist. Denn wohingegen ich meine Senioren inzwischen fast immer verstehe, steht meine französische Kollegin oft mit großen Augen vor ihren Landsleuten und muss erklären: „Tut mir leid, ich habe Sie nicht verstanden. Ich spreche kein Elsässisch.“

In diesem Sinne: Salü, Tschüss, Salut und Bye!

Autor: Katha  |  Rubrik: orientieren  |  29.05.2015
Autor: Katha
Rubrik: orientieren
29.05.2015

Freiwilligendienst im Ausland

Vatertag in Thailand

Der 5. Dezember ist in Thailand ein Nationalfeiertag. An diesem Tag wird der Geburtstag des aktuellen Königs gefeiert und da der König als „Vater der Nation“ gilt, ist gleichzeitig auch Vatertag. Der König hat einen ganz besonderen Stellenwert in Thailand und wird vom Volk verehrt. Die Vorbereitungen für den Festtag begannen schon Wochen vorher: Häuser und Gebäude im ganzen Land wurden mit dem Porträt des Königs, Lichterketten sowie gelben Flaggen und der Nationalflagge geschmückt und jeder hat sich mit gelben Kleidungsstücke ausgestattet. Denn am Vatertag wird traditionell die Farbe Gelb getragen. Ich habe euch ja schon mal erklärt, dass jeder Wochentag in Thailand eine bestimmte Farbe hat. Der König wurde an einem Montag geboren, der Tag der Farbe Gelb. In den Tagen vor dem 5. Dezember finden verschiedene Zeremonien und Veranstaltungen für den König statt und außerdem werden „hervorragende Väter des Landes“ ausgezeichnet. Am Feiertag selbst fahren traditionell alle Kinder zu ihren Eltern und überreichen ihren Vätern Blumenrohr, die Blume der Männlichkeit und Stärke. Viele Thais versammeln sich zudem mit ihren Familien im „Sanam Luang“, einem riesigen Park vor dem Palast des Königs. Normalerweise hält er dort eine Rede, doch aufgrund seines Alters und eines Aufenthalts im Krankenhaus, fand dieses Jahr kein offizieller Auftritt statt.

Mein Vatertag war sehr besonders, denn mein Gastpapa war einer dieser „hervorragenden Väter des Landes“, die einen Tag vorher in der Schule ausgezeichnet wurden. Es gab es eine kleine Zeremonie, in der meine Gastschwester und ich ihm Blumenrohr an das T-Shirt gesteckt, eine Blumengirlande überreicht und uns vor ihm niedergekniet haben, um ihm unseren Dank und Respekt zu zeigen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  05.01.2015
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
05.01.2015

Freiwilligendienst im Ausland

Die thailändische Sprache

Meiner Meinung nach sollte man innerhalb eines Freiwilligenjahres einige Wörter, Sätze und Redewendungen in der Sprache des Gastlandes lernen, um sich wenigstens ein bisschen verständigen zu können. Thailändisch fällt mir besonders deshalb schwer, weil es eine tonale Sprache ist, das heißt jede Silbe wird mit einem festgelegten Ton gesprochen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Töne ich finde weder das Hören noch das Sprechen der hohen, tiefen, mittleren, steigenden und fallenden Töne einfach. Doch wie sagt ein Sprichwort: „Übung macht den Meister!“ Einige Wörter unterscheiden sich nur dadurch, dass sie anders betont werden, zum Beispiel maa (mittlerer Ton = kommen), máa (hoher Ton = Pferd) und maa (steigender Ton = Hund). Zwar erschließen sich Thais die Bedeutung eines Wortes bei falscher Betonung aus dem Zusammenhang, aber trotzdem würde ich es gern richtig machen.

Die Grammatik des Thailändischen hingegen finde ich einfach und schnell zu verstehen. Man kann nämlich schon mit ein oder zwei Wörtern einen ganzen Satz bilden. Ein Beispiel: „Kao-jai mai“ bedeutet „Verstehst du?“, „Kao-jai“ heißt „Ja, ich verstehe.“ Insgesamt gibt es 44 Konsonanten und 32 Vokale beziehungsweise Vokalkombinationen. Das sind zwar viele neue Buchstaben in einer anderen Schreibweise, aber immerhin gibt es keine komplizierten Satzstellungen.

Mir ist aufgefallen, dass die meisten Thais sich unglaublich freuen, wenn man sich mit ihnen in ihrer Landessprache unterhält. Sie sind dann ganz schön beeindruckt von dem „Farang“ (Ausländer) Meiner Meinung nach kommt man dadurch auch schneller in den Alltag, lernt mehr Menschen, das Land und seine Kultur besser und intensiver kennen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  05.12.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
05.12.2014