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Freiwilligendienst im Ausland

Vatertag in Thailand

Der 5. Dezember ist in Thailand ein Nationalfeiertag. An diesem Tag wird der Geburtstag des aktuellen Königs gefeiert und da der König als „Vater der Nation“ gilt, ist gleichzeitig auch Vatertag. Der König hat einen ganz besonderen Stellenwert in Thailand und wird vom Volk verehrt. Die Vorbereitungen für den Festtag begannen schon Wochen vorher: Häuser und Gebäude im ganzen Land wurden mit dem Porträt des Königs, Lichterketten sowie gelben Flaggen und der Nationalflagge geschmückt und jeder hat sich mit gelben Kleidungsstücke ausgestattet. Denn am Vatertag wird traditionell die Farbe Gelb getragen. Ich habe euch ja schon mal erklärt, dass jeder Wochentag in Thailand eine bestimmte Farbe hat. Der König wurde an einem Montag geboren, der Tag der Farbe Gelb. In den Tagen vor dem 5. Dezember finden verschiedene Zeremonien und Veranstaltungen für den König statt und außerdem werden „hervorragende Väter des Landes“ ausgezeichnet. Am Feiertag selbst fahren traditionell alle Kinder zu ihren Eltern und überreichen ihren Vätern Blumenrohr, die Blume der Männlichkeit und Stärke. Viele Thais versammeln sich zudem mit ihren Familien im „Sanam Luang“, einem riesigen Park vor dem Palast des Königs. Normalerweise hält er dort eine Rede, doch aufgrund seines Alters und eines Aufenthalts im Krankenhaus, fand dieses Jahr kein offizieller Auftritt statt.

Mein Vatertag war sehr besonders, denn mein Gastpapa war einer dieser „hervorragenden Väter des Landes“, die einen Tag vorher in der Schule ausgezeichnet wurden. Es gab es eine kleine Zeremonie, in der meine Gastschwester und ich ihm Blumenrohr an das T-Shirt gesteckt, eine Blumengirlande überreicht und uns vor ihm niedergekniet haben, um ihm unseren Dank und Respekt zu zeigen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  05.01.2015
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
05.01.2015

Freiwilligendienst im Ausland

Die thailändische Sprache

Meiner Meinung nach sollte man innerhalb eines Freiwilligenjahres einige Wörter, Sätze und Redewendungen in der Sprache des Gastlandes lernen, um sich wenigstens ein bisschen verständigen zu können. Thailändisch fällt mir besonders deshalb schwer, weil es eine tonale Sprache ist, das heißt jede Silbe wird mit einem festgelegten Ton gesprochen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Töne ich finde weder das Hören noch das Sprechen der hohen, tiefen, mittleren, steigenden und fallenden Töne einfach. Doch wie sagt ein Sprichwort: „Übung macht den Meister!“ Einige Wörter unterscheiden sich nur dadurch, dass sie anders betont werden, zum Beispiel maa (mittlerer Ton = kommen), máa (hoher Ton = Pferd) und maa (steigender Ton = Hund). Zwar erschließen sich Thais die Bedeutung eines Wortes bei falscher Betonung aus dem Zusammenhang, aber trotzdem würde ich es gern richtig machen.

Die Grammatik des Thailändischen hingegen finde ich einfach und schnell zu verstehen. Man kann nämlich schon mit ein oder zwei Wörtern einen ganzen Satz bilden. Ein Beispiel: „Kao-jai mai“ bedeutet „Verstehst du?“, „Kao-jai“ heißt „Ja, ich verstehe.“ Insgesamt gibt es 44 Konsonanten und 32 Vokale beziehungsweise Vokalkombinationen. Das sind zwar viele neue Buchstaben in einer anderen Schreibweise, aber immerhin gibt es keine komplizierten Satzstellungen.

Mir ist aufgefallen, dass die meisten Thais sich unglaublich freuen, wenn man sich mit ihnen in ihrer Landessprache unterhält. Sie sind dann ganz schön beeindruckt von dem „Farang“ (Ausländer) Meiner Meinung nach kommt man dadurch auch schneller in den Alltag, lernt mehr Menschen, das Land und seine Kultur besser und intensiver kennen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  05.12.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
05.12.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Meine Tipps für gelungene Ferien im Gastland

Im Oktober hatte ich zwei Wochen Schulferien. Eigentlich war eine Reise in den Süden Thailands, mein Umzug in meine zweite Gastfamilie sowie ein Ausflug in den „Khao Yai“-Nationalpark geplant. Letztendlich hat jedoch nur das Wochenende im Nationalpark stattgefunden. Die Reise in den Süden musste aufgrund des Wetters – in Thailand herrscht Regenzeit von Juli bis Oktober – kurzfristig abgesagt werden. Bedingt durch starke Regenfälle und kleine Unwetter verkehren nämlich einige Fähren nicht. Deshalb erster Tipp: Plane deinen Urlaub in den Subtropen je nach Saison und bester Reisezeit, damit deine Reise nicht ins Wasser fällt. Ich hatte mir zudem noch eine starke Erkältung sowie einen schlimmen Magen-Darm-Virus eingefangen. Mein zweiter Tipp: Versuch erst gar nicht, mit einer Erkältung oder einem Magen-Darm-Virus auf Reisen zu gehen. Es raubt dir die letzten Kräfte. Meiner Meinung nach wird man schneller gesund, wenn man ein paar Tage im Bett verbringt und sich ausruht, auch wenn dabei vielleicht wertvolle Zeit verloren geht oder man sich zu Hause langweilt. Aber falls Langeweile in den eigenen vier Wänden aufkommen sollte, dann hier Tipp Nummer drei: Nimm dir dein Wörterbuch, Übungsheft oder das Internet und bilde dich in der jeweiligen Landessprache weiter. Eine Sprache zu lernen ist aufwendig und beansprucht viel Zeit. Ich habe in den Ferien das erste Mal richtig Zeit gefunden, mich sowohl mit der Wort- als auch Schriftsprache der Thais auseinanderzusetzen.

Vierter Tipp: Triff Freunde, erkunde deine Stadt, unternimm etwas mit deiner Gastfamilie oder mach Sport. Hauptsache du gehst raus! Und mein letzter, allgemeiner Tipp, den man eigentlich jeden Tag anwenden kann: Schreib auf, was dich an den einzelnen Tagen glücklich gemacht hat, denn meist sind es die Kleinigkeiten, die im Alltag viel zu schnell untergehen. So hast du eine schöne Erinnerung.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  12.11.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
12.11.2014