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Freiwilligendienst im Ausland

Deutsch-Camp

Bevor Mitte Oktober nun auch endlich die Ferien für uns Lehrer begannen, haben wir noch ein „Vier-Sprachen-Camp“ organisiert. Mit circa 120 Schülerinnen und 15 Lehrern war ich drei Tage lang in Suphan Buri (circa eine Stunde nördlich von Bangkok). Unterrichtet haben wir auf Deutsch, Französisch, Chinesisch und Japanisch Los ging es mit einem Ausflug ins „Bueng Chawak“-Aquarium. Die Attraktion des Aquariums sind zwei lange Tunnel, die durch ein Haifisch- und eine Pazifikbecken führen. Man kann Schildkröten, viele bunte Fische und natürlich meterlange, große Haie beobachten. Danach haben sich die Gruppen jeder Sprache zunächst für eine Kochstunde getroffen, in der ein landestypisches Gericht zubereitet wurde. Wir haben Bratwürstchen mit Bratkartoffeln gekocht. Das Thema des Abends war dann „ die Sprache des Baumes“. Es ging um die deutsche Eiche und ihre Bedeutung sowie den allgemeinen Aufbau eines Baumes. Die Schülerinnen haben außerdem eigene Bäume gebastelt und diese dann zu einem großen, individuellen Wald zusammengeklebt. Der zweite Tag stand unter dem Motto „die vier Jahreszeiten“. Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben wir ihnen durch Spiele, Texte und Lieder nähergebracht. Am Nachmittag haben wir ein Theaterstück und ein Jahreszeitenlied mit passendem Tanz einstudiert, welches wir am Abend in der großen Gruppe präsentierten. Jedes Land hatte seine eigene Idee und Geschichte zu den vier Jahreszeiten und deren Bedeutung. Es waren sehr gute und witzige Präsentationen.

Das Camp zu planen, zu gestalten und durchzuführen war eine spannende, interessante und erlebnisreiche Erfahrung. Denn es lief nicht immer alles nach Plan. Es gab viele kurzfristige Änderungen und kleine organisatorische und zeitliche Probleme, die man schnellstmöglich lösen musste. Aber egal wie durcheinander und chaotisch alles war, irgendwie hat trotzdem alles gut geklappt und die Schülerinnen hatten eine lustige und schöne Zeit.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  27.10.2014
Autor: Julia Z.
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27.10.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Abschiedsparty

Nun sind schon fast fünf Monate meines Freiwilligendienstes in Thailand vorbei und es hießt leider Abschied nehmen. Denn langsam aber sicher nähert sich das Schulsemester dem Ende zu und die „Midterm-Ferien“ stehen vor der Tür. Für viele Lehrer ist dies der Zeitpunkt, in den Ruhestand zu gehen und ihren Arbeitsalltag hinter sich zu lassen. An meiner Schule sind insgesamt sechs Lehrerinnen sowie zwei Vize-Direktorinnen und der Schuldirektor in den Ruhestand gegangen. An ihrem letzten Tag gab es eine offizielle Abschiedsfeier, zu der alle Lehrer der Schule sowie Vertreter anderer Schulen und Ehemalige eingeladen waren. Die Veranstaltung begann mit einer interessanten Zeremonie. Jeder bekam eine kleine Schüssel mit Rosenwasser, ist zu jedem der Lehrer gegangen und hat es über deren Hände geschüttet.

Der Abend stand unter dem Motto: Tänze aus Lop-Buri, der Hauptstadt einer Zentralregion Thailands und Heimat des scheidenden Direktors. Immer wieder führten die Lehrer traditionelle Tänze aus der Region Lop-Buri auf. Es wurden außerdem verschiedene Geschenke überreicht und reichlich viele Hände geschüttelt. Etwas schmunzeln musste ich, als den Lehrerinnen neben kleinen Buddha-Statuen und Büchern auch ein Standventilator überreicht wurde. Solche Geschenke gibt es eben nur in den Tropen. Wie gewöhnlich gab es natürlich auch viel zu Essen und gefühlt alle fünfzehn Minuten wurde ein neues leckeres Gericht auf den Tisch gestellt. Abgerundet wurde der Abend von einer Abschiedsrede des Direktors sowie kleinen Comedy-Aufführungen und Gesangseinlagen einiger Lehrer. Es war ein schöner, erlebnisreicher und auch lustiger Abend, der doch anders war, als jede Abschiedsfeier in Deutschland.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  20.10.2014
Autor: Julia Z.
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20.10.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Der „Deutsche Tag“

Der „Deutsche Tag“ hat an einer Schule im Stadtzentrum Bangkoks stattgefunden. An diesem Tag sind Vertreter von 23 Schulen und acht Universitäten, die den Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ anbieten, aus ganz Thailand nach Bangkok gereist, um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Das Motto des Tages war: „Deutsch unter DACH!“. D-A-CH steht für die Länder Deutschland (D), Österreich (A) und die Schweiz (CH). Der Begriff D-A-CH bezeichnet also alle Länder, in denen Deutsch eine offizielle Staatssprache ist. Während des gesamten Tages gab es verschiedene Aktionen, zum Beispiel einen Gesangswettbewerb, bei dem ein deutsches Lied vorgetragen werden musste, zwei Länder-Quizze zu den DACH-Ländern, einen Videowettbewerb zum Thema „Deutsch unter DACH“ und einen Malwettbewerb zum Thema „25 Jahre Mauerfall“. Außerdem wurde die Gewinnerin der internationalen Deutscholympiade 2014 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Sie hatte sich bei einem Sprachtest auf A2-Niveau, der bereits im August in Frankfurt stattgefunden hatte, gegen Teilnehmer aus verschiedenen Ländern der Welt durchgesetzt.

Neben den verschiedenen Wettbewerben gab es für die Schüler zudem noch die Möglichkeit, an verschiedenen Angeboten des Goethe-Instituts Bangkok teilzunehmen. Dazu zählten unter anderem das „Sprachcafé“, das „Deutsch-Mobil“ und verschiedene Info-Stände zum Thema „Deutsche Sprache“ und „Lernen und Arbeiten in Deutschland“. Am Ende des Tages sind meine Schülerinnen sogar mit dem dritten Platz im multimedialen Wettbewerb für ihre Präsentation zum Tagesmotto ausgezeichnet worden.

Es war ein aufregender Tag und mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie sehr die deutsche Sprache und Kultur in Thailand verbreitet ist, wie sehr die Weiterbildung in dieser Fremdsprache gefördert wird und wie sehr sich thailändische Schüler und Lehrer für Deutschland interessieren. Zudem war es für mich als Aushilfslehrerin sehr interessant, mich mit anderen Deutschen austauschen zu können.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  26.09.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
26.09.2014