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Freiwilligendienst im Ausland

Abschiedsparty

Nun sind schon fast fünf Monate meines Freiwilligendienstes in Thailand vorbei und es hießt leider Abschied nehmen. Denn langsam aber sicher nähert sich das Schulsemester dem Ende zu und die „Midterm-Ferien“ stehen vor der Tür. Für viele Lehrer ist dies der Zeitpunkt, in den Ruhestand zu gehen und ihren Arbeitsalltag hinter sich zu lassen. An meiner Schule sind insgesamt sechs Lehrerinnen sowie zwei Vize-Direktorinnen und der Schuldirektor in den Ruhestand gegangen. An ihrem letzten Tag gab es eine offizielle Abschiedsfeier, zu der alle Lehrer der Schule sowie Vertreter anderer Schulen und Ehemalige eingeladen waren. Die Veranstaltung begann mit einer interessanten Zeremonie. Jeder bekam eine kleine Schüssel mit Rosenwasser, ist zu jedem der Lehrer gegangen und hat es über deren Hände geschüttet.

Der Abend stand unter dem Motto: Tänze aus Lop-Buri, der Hauptstadt einer Zentralregion Thailands und Heimat des scheidenden Direktors. Immer wieder führten die Lehrer traditionelle Tänze aus der Region Lop-Buri auf. Es wurden außerdem verschiedene Geschenke überreicht und reichlich viele Hände geschüttelt. Etwas schmunzeln musste ich, als den Lehrerinnen neben kleinen Buddha-Statuen und Büchern auch ein Standventilator überreicht wurde. Solche Geschenke gibt es eben nur in den Tropen. Wie gewöhnlich gab es natürlich auch viel zu Essen und gefühlt alle fünfzehn Minuten wurde ein neues leckeres Gericht auf den Tisch gestellt. Abgerundet wurde der Abend von einer Abschiedsrede des Direktors sowie kleinen Comedy-Aufführungen und Gesangseinlagen einiger Lehrer. Es war ein schöner, erlebnisreicher und auch lustiger Abend, der doch anders war, als jede Abschiedsfeier in Deutschland.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  20.10.2014
Autor: Julia Z.
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20.10.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Der „Deutsche Tag“

Der „Deutsche Tag“ hat an einer Schule im Stadtzentrum Bangkoks stattgefunden. An diesem Tag sind Vertreter von 23 Schulen und acht Universitäten, die den Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ anbieten, aus ganz Thailand nach Bangkok gereist, um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Das Motto des Tages war: „Deutsch unter DACH!“. D-A-CH steht für die Länder Deutschland (D), Österreich (A) und die Schweiz (CH). Der Begriff D-A-CH bezeichnet also alle Länder, in denen Deutsch eine offizielle Staatssprache ist. Während des gesamten Tages gab es verschiedene Aktionen, zum Beispiel einen Gesangswettbewerb, bei dem ein deutsches Lied vorgetragen werden musste, zwei Länder-Quizze zu den DACH-Ländern, einen Videowettbewerb zum Thema „Deutsch unter DACH“ und einen Malwettbewerb zum Thema „25 Jahre Mauerfall“. Außerdem wurde die Gewinnerin der internationalen Deutscholympiade 2014 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Sie hatte sich bei einem Sprachtest auf A2-Niveau, der bereits im August in Frankfurt stattgefunden hatte, gegen Teilnehmer aus verschiedenen Ländern der Welt durchgesetzt.

Neben den verschiedenen Wettbewerben gab es für die Schüler zudem noch die Möglichkeit, an verschiedenen Angeboten des Goethe-Instituts Bangkok teilzunehmen. Dazu zählten unter anderem das „Sprachcafé“, das „Deutsch-Mobil“ und verschiedene Info-Stände zum Thema „Deutsche Sprache“ und „Lernen und Arbeiten in Deutschland“. Am Ende des Tages sind meine Schülerinnen sogar mit dem dritten Platz im multimedialen Wettbewerb für ihre Präsentation zum Tagesmotto ausgezeichnet worden.

Es war ein aufregender Tag und mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie sehr die deutsche Sprache und Kultur in Thailand verbreitet ist, wie sehr die Weiterbildung in dieser Fremdsprache gefördert wird und wie sehr sich thailändische Schüler und Lehrer für Deutschland interessieren. Zudem war es für mich als Aushilfslehrerin sehr interessant, mich mit anderen Deutschen austauschen zu können.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  26.09.2014
Autor: Julia Z.
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26.09.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Luk Thung und Likay

Ende August fand an meiner Schule der „Deutsche Tag“ statt. In derselben Woche war ich außerdem noch bei einer Likay- und Luk-Thung-Aufführung in deutscher Sprache. Diese Aufführung hat an der Silpakorn Universität in Nakhon Pathom stattgefunden. Likay ist eine Art Volkstheater, das in Thailand ziemlich beliebt ist. Bei „Pleng Luk-Thung“ (wörtlich übersetzt: „Lied des Kindes des Feldes“) handelt es sich um die beliebteste Musikrichtung in den ländlichen Gebieten. Die Liedtexte spiegeln häufig aktuelle Themen wider und berichten vom harten Alltag der einfachen Leute auf dem Land sowie deren Träumen von einem besseren Leben. Die Studenten haben vier bekannte Lieder ins Deutsche übersetzt und musikalisch sowie tänzerisch vorgetragen. Das Likay-Theater verbindet Musik mit Tanz und Elementen der Komödie. Zu den besonderen Charakteristika zählen neben den prächtigen und glanzvollen Kostümen der Hauptdarsteller auch das Make-up und die ausgeprägte Gestik und Mimik der Schauspieler. Likay-Aufführungen werden in der Regel von einem musikalischem Ensemble begleitet – hauptsächlich bestehend aus Holzxylophonen, Gongs und Trommeln. Oftmals haben die dargestellten Märchen oder Heldensagen ein Happy End. Zu den treusten Anhängern und größten Förderern gehören traditionell Frauen mittleren Alters, die ihre Bewunderung für die Schauspieler dadurch ausdrücken, dass sie ihnen üblicherweise mit Banknoten verzierte Kränze überreichen. An diesem Tag wurde die Geschichte von Kaiserin Sissi nachgestellt. Es war unglaublich interessant miterleben zu dürfen, wie sich die deutsche Sprache mit der thailändischen Kultur vermischt und die Studierenden ein kleines Meisterwerk geschaffen haben. Es war eine tolle, erlebnisreiche und wirklich ausgezeichnete Aufführung.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  18.09.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
18.09.2014