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Freiwilligendienst im Ausland

Der „Deutsche Tag“

Der „Deutsche Tag“ hat an einer Schule im Stadtzentrum Bangkoks stattgefunden. An diesem Tag sind Vertreter von 23 Schulen und acht Universitäten, die den Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache“ anbieten, aus ganz Thailand nach Bangkok gereist, um an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Das Motto des Tages war: „Deutsch unter DACH!“. D-A-CH steht für die Länder Deutschland (D), Österreich (A) und die Schweiz (CH). Der Begriff D-A-CH bezeichnet also alle Länder, in denen Deutsch eine offizielle Staatssprache ist. Während des gesamten Tages gab es verschiedene Aktionen, zum Beispiel einen Gesangswettbewerb, bei dem ein deutsches Lied vorgetragen werden musste, zwei Länder-Quizze zu den DACH-Ländern, einen Videowettbewerb zum Thema „Deutsch unter DACH“ und einen Malwettbewerb zum Thema „25 Jahre Mauerfall“. Außerdem wurde die Gewinnerin der internationalen Deutscholympiade 2014 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Sie hatte sich bei einem Sprachtest auf A2-Niveau, der bereits im August in Frankfurt stattgefunden hatte, gegen Teilnehmer aus verschiedenen Ländern der Welt durchgesetzt.

Neben den verschiedenen Wettbewerben gab es für die Schüler zudem noch die Möglichkeit, an verschiedenen Angeboten des Goethe-Instituts Bangkok teilzunehmen. Dazu zählten unter anderem das „Sprachcafé“, das „Deutsch-Mobil“ und verschiedene Info-Stände zum Thema „Deutsche Sprache“ und „Lernen und Arbeiten in Deutschland“. Am Ende des Tages sind meine Schülerinnen sogar mit dem dritten Platz im multimedialen Wettbewerb für ihre Präsentation zum Tagesmotto ausgezeichnet worden.

Es war ein aufregender Tag und mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie sehr die deutsche Sprache und Kultur in Thailand verbreitet ist, wie sehr die Weiterbildung in dieser Fremdsprache gefördert wird und wie sehr sich thailändische Schüler und Lehrer für Deutschland interessieren. Zudem war es für mich als Aushilfslehrerin sehr interessant, mich mit anderen Deutschen austauschen zu können.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  26.09.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
26.09.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Luk Thung und Likay

Ende August fand an meiner Schule der „Deutsche Tag“ statt. In derselben Woche war ich außerdem noch bei einer Likay- und Luk-Thung-Aufführung in deutscher Sprache. Diese Aufführung hat an der Silpakorn Universität in Nakhon Pathom stattgefunden. Likay ist eine Art Volkstheater, das in Thailand ziemlich beliebt ist. Bei „Pleng Luk-Thung“ (wörtlich übersetzt: „Lied des Kindes des Feldes“) handelt es sich um die beliebteste Musikrichtung in den ländlichen Gebieten. Die Liedtexte spiegeln häufig aktuelle Themen wider und berichten vom harten Alltag der einfachen Leute auf dem Land sowie deren Träumen von einem besseren Leben. Die Studenten haben vier bekannte Lieder ins Deutsche übersetzt und musikalisch sowie tänzerisch vorgetragen. Das Likay-Theater verbindet Musik mit Tanz und Elementen der Komödie. Zu den besonderen Charakteristika zählen neben den prächtigen und glanzvollen Kostümen der Hauptdarsteller auch das Make-up und die ausgeprägte Gestik und Mimik der Schauspieler. Likay-Aufführungen werden in der Regel von einem musikalischem Ensemble begleitet – hauptsächlich bestehend aus Holzxylophonen, Gongs und Trommeln. Oftmals haben die dargestellten Märchen oder Heldensagen ein Happy End. Zu den treusten Anhängern und größten Förderern gehören traditionell Frauen mittleren Alters, die ihre Bewunderung für die Schauspieler dadurch ausdrücken, dass sie ihnen üblicherweise mit Banknoten verzierte Kränze überreichen. An diesem Tag wurde die Geschichte von Kaiserin Sissi nachgestellt. Es war unglaublich interessant miterleben zu dürfen, wie sich die deutsche Sprache mit der thailändischen Kultur vermischt und die Studierenden ein kleines Meisterwerk geschaffen haben. Es war eine tolle, erlebnisreiche und wirklich ausgezeichnete Aufführung.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  18.09.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
18.09.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Midstay Camp

Ein „Midstay Camp“ ist das Zwischenseminar während eines Freiwilligen Sozialen Jahres. Es ist die Pflicht eines jeden Freiwilligen, an den verschiedenen Seminaren teilzunehmen. Dazu zählen auch das zehntägige Vorbereitungsseminar und das abschließende Camp im nächsten Jahr. Das „Midstay Camp“ ist vor allem dazu gedacht, dass sich alle Freiwilligen wiedersehen und sich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse austauschen können. Ich bin dafür nach Bangkok und Nakhon Ratchasima gereist. Zu unserer deutschen Gruppe sind außerdem noch sieben Chinesinnen gestoßen. Die Zeit mit ihnen war unglaublich lustig. In Nakhon Ratchasima haben wir in einer Schule übernachtet und ein Seminar über verschiedene Unterrichtsmethoden gehört. Außerdem haben wir eine Schule für geistig behinderte, blinde und gehörlose Kinder besucht. Der Besuch in der Schule war sehr schön, einzigartig und einfach nur erlebnisreich. Wir haben gemeinsam mit den Kindern Musik gemacht, Spiele gespielt und Taschen und Flugzeuge aus Papier gebaut. Die gemeinsame Zeit mit den Kindern war wirklich schön. Es war eine einzigartige Erfahrung und ich habe wieder einmal gemerkt, wie sehr diese Kinder das Leben lieben, und wie dankbar sie sind. Sie machen sich keine Gedanken, was andere von ihnen halten. Diese Kinder geben einem unglaublich viel und machen einem wieder deutlich, wie besonders und lebenswert das Leben doch ist und wie zufrieden wir doch sein dürfen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  11.09.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
11.09.2014