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Freiwilligendienst im Ausland

Midterm Exams

Vergangene Woche haben an meiner Schule die „Midterm Exams“ stattgefunden. Das sind die schriftlichen Klausuren in der Mitte des ersten Schulhalbjahres. In einem ganzen Schuljahr gibt es zwei „Midterm Exams“ nach jeweils drei Monaten, und zwei „Final Exams“, am Ende. Während einer gesamten Woche findet dann kein Unterricht statt, sondern nur Prüfungen. Von morgens bis in den späten Nachmittag müssen sich die Schülerinnen den verschiedenen Klausuren stellen. Jeden zweiten Tag haben sie fünf bis sechs Prüfungen in den verschiedenen Fächern, in der gesamten Woche werden sie also in fünfzehn Fächern abgefragt und geprüft. Den freien Tag zwischen den Klausuren nutzen sie zur Vorbereitung. Eine Klausur dauert ein bis zwei Stunden und besteht eigentlich im Prinzip aus einem Multiple-Choice-Test. Es gibt manchmal auch kleine Schreibaufgaben, aber auch dabei werden nicht mehr als höchstens zehn Sätze verlangt. Das große Schreiben, wie ich es aus Deutschland kenne, gibt es hier nicht, und viele Vokabeln muss man auch nicht wissen. Rechtschreibung wird eigentlich gar nicht abgefragt. In der gesamten Schulzeit muss man eigentlich keine schriftlichen Klausuren absolvieren, man muss nur ein paar Kreuze machen. Verrückt oder?

Auf der einen Seite ist es natürlich praktisch, besonders für uns Lehrer, aber für die Schüler nochmal viel mehr, denn sie müssen keine seitenlangen Aufsätze und Analysen schreiben oder Mathematikaufgaben lösen. Außerdem bekommen sie die richtige Antwort schon vorgegeben und müssen sie nur noch von den falschen unterscheiden. Andererseits üben sie viel weniger und beherrschen die Rechtschreibung kaum, wie mir auffällt.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  05.08.2014
Autor: Julia Z.
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05.08.2014

Freiwilligendienst im Ausland

English-Camp

An meiner Schule werden neben Englisch auch Deutsch, Französisch, Japanisch und Chinesisch angeboten und es gibt sogar einen eigenen Fachbereich für die verschiedenen Sprachen. Besonders unterstützt werden Englisch und Deutsch. Es gibt ausländische Lehrer wie mich, die die einzelnen Fremdsprachen unterrichten und damit den Schülerinnen der Mädchenschule die Gelegenheit bieten, die Sprache von einem Muttersprachler zu erlernen. Und es werden Camps veranstaltet, bei denen die Schülerinnen ihre Kenntnisse vertiefen können. Und so durfte ich als Aushilfslehrerin bei einem English-Camp mithelfen. Am Anfang habe ich mir die Frage gestellt, wie genau so ein Camp wohl ablaufen wird und was genau man den Teilnehmern in vier Tagen beibringen wird. Denn solche Wochenenden wie dieses, an denen man eine Sprache intensiv trainiert, kannte ich aus meiner Schulzeit in Deutschland nicht.
Insgesamt haben hundert Schülerinnen und Schüler sowie 36 Lehrerinnen und Lehrer aus neunzehn unterschiedlichen Schulen des Bezirks teilgenommen. Es war wie ein Ferienlager, auf dem das Ziel ist, so viel Englisch wie möglich zu sprechen, seinen Wortschatz zu erweitern und die Sprache intensiver zu erlernen. Auf dem English-Camp entstanden deshalb auch viele neue Freundschaften. Ich habe eine eigene Station bereut, bei der es um „Seaside Fun“, „Famous Cities“ und „Weekend Weather“ ging. Die Schüler nahmen an lockeren Unterrichtsstunden teil, haben aber auch viel selbst erarbeitet. Außerdem gab es viele englische Lieder und Spiele, die die Stimmung deutlich aufgelockert haben. Insgesamt war das English-Camp eine interessante und spannende Erfahrung, weil ich zum ersten Mal gemischte Gruppen, also Jungs und Mädels, unterrichtet habe. Intensive Sprachkurse wie diese sollte man auch in Deutschland anbieten, denn für die Schüler ist es eine einmalige Möglichkeit, die Sprache intensiver zu trainieren, ohne viel Geld für eine Reise ins Ausland ausgeben zu müssen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  24.07.2014
Autor: Julia Z.
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24.07.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Fußball-Weltmeister 2014

Als leidenschaftlicher Fußball-Fan habe ich natürlich die Weltmeisterschaft in Brasilien auch am anderen Ende der Welt euphorisch und interessiert verfolgt. Doch wie soll man das Gefühl beschreiben, das einen ergreift, wenn man am anderen Ende der Welt sitzt und Deutschland plötzlich das Wunder vollbringt und Weltmeister wird? Es ist schwer zu beschreiben, denn auf einer Seite war ich glücklich, stolz und hätte die ganze Welt umarmen können und auf der anderen Seite war ich tieftraurig und bekam das erste Mal Heimweh. Wie gerne wäre ich daheim gewesen und hätte die größte Party des Jahres miterlebt.
Dieser WM-Titel war der erste Titel, den ich live miterleben durfte und wenn ich ehrlich bin, war es auch hier in Thailand ein schöner und unvergesslicher Moment. Auch wenn ich ein bisschen neidisch auf alle bin, die in Deutschland sind. Hier war es schon aufgrund der Zeitverschiebung beinahe unmöglich, alle Spiele zu verfolgen. Außerdem gibt es kein Public Viewing, keine Autokorsos und kein Fahnenmeer. Das Finale habe ich gemeinsam mit meiner thailändischen Gastfamilie erlebt. Sie wissen von meiner Fußball-Leidenschaft und meiner Sehnsucht, die WM in Deutschland erleben zu wollen, und haben mich deshalb in der Final-Nacht überrascht. Nachts um zwei haben sich alle im Wohnzimmer versammelt, überall waren Deutschlandfahnen aufgehängt, eine bunte Lichterkette um den Fernseher dekoriert und jeder aus meiner Familie hatte ein Deutschlandtrikot an. Gemeinsam haben wir mit der deutschen Elf mitgefiebert und gejubelt, als in der 113. Minuten dann endlich das entscheidende Tor fiel. Die witzigste Überraschung an dem Abend war, dass ich von meinem Gastvater feierlich einen gebastelten Weltmeisterschaftspokal überreicht bekommen habe und mir alle gratuliert haben. Es war ein tolles Erlebnis und ich werde die WM 2014 bestimmt nicht so schnell vergessen. Irgendwie war mein Erlebnis besonders. So wäre es in Deutschland sicher nicht gewesen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  18.07.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
18.07.2014