Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilligendienst im Ausland

English-Camp

An meiner Schule werden neben Englisch auch Deutsch, Französisch, Japanisch und Chinesisch angeboten und es gibt sogar einen eigenen Fachbereich für die verschiedenen Sprachen. Besonders unterstützt werden Englisch und Deutsch. Es gibt ausländische Lehrer wie mich, die die einzelnen Fremdsprachen unterrichten und damit den Schülerinnen der Mädchenschule die Gelegenheit bieten, die Sprache von einem Muttersprachler zu erlernen. Und es werden Camps veranstaltet, bei denen die Schülerinnen ihre Kenntnisse vertiefen können. Und so durfte ich als Aushilfslehrerin bei einem English-Camp mithelfen. Am Anfang habe ich mir die Frage gestellt, wie genau so ein Camp wohl ablaufen wird und was genau man den Teilnehmern in vier Tagen beibringen wird. Denn solche Wochenenden wie dieses, an denen man eine Sprache intensiv trainiert, kannte ich aus meiner Schulzeit in Deutschland nicht.
Insgesamt haben hundert Schülerinnen und Schüler sowie 36 Lehrerinnen und Lehrer aus neunzehn unterschiedlichen Schulen des Bezirks teilgenommen. Es war wie ein Ferienlager, auf dem das Ziel ist, so viel Englisch wie möglich zu sprechen, seinen Wortschatz zu erweitern und die Sprache intensiver zu erlernen. Auf dem English-Camp entstanden deshalb auch viele neue Freundschaften. Ich habe eine eigene Station bereut, bei der es um „Seaside Fun“, „Famous Cities“ und „Weekend Weather“ ging. Die Schüler nahmen an lockeren Unterrichtsstunden teil, haben aber auch viel selbst erarbeitet. Außerdem gab es viele englische Lieder und Spiele, die die Stimmung deutlich aufgelockert haben. Insgesamt war das English-Camp eine interessante und spannende Erfahrung, weil ich zum ersten Mal gemischte Gruppen, also Jungs und Mädels, unterrichtet habe. Intensive Sprachkurse wie diese sollte man auch in Deutschland anbieten, denn für die Schüler ist es eine einmalige Möglichkeit, die Sprache intensiver zu trainieren, ohne viel Geld für eine Reise ins Ausland ausgeben zu müssen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  24.07.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
24.07.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Fußball-Weltmeister 2014

Als leidenschaftlicher Fußball-Fan habe ich natürlich die Weltmeisterschaft in Brasilien auch am anderen Ende der Welt euphorisch und interessiert verfolgt. Doch wie soll man das Gefühl beschreiben, das einen ergreift, wenn man am anderen Ende der Welt sitzt und Deutschland plötzlich das Wunder vollbringt und Weltmeister wird? Es ist schwer zu beschreiben, denn auf einer Seite war ich glücklich, stolz und hätte die ganze Welt umarmen können und auf der anderen Seite war ich tieftraurig und bekam das erste Mal Heimweh. Wie gerne wäre ich daheim gewesen und hätte die größte Party des Jahres miterlebt.
Dieser WM-Titel war der erste Titel, den ich live miterleben durfte und wenn ich ehrlich bin, war es auch hier in Thailand ein schöner und unvergesslicher Moment. Auch wenn ich ein bisschen neidisch auf alle bin, die in Deutschland sind. Hier war es schon aufgrund der Zeitverschiebung beinahe unmöglich, alle Spiele zu verfolgen. Außerdem gibt es kein Public Viewing, keine Autokorsos und kein Fahnenmeer. Das Finale habe ich gemeinsam mit meiner thailändischen Gastfamilie erlebt. Sie wissen von meiner Fußball-Leidenschaft und meiner Sehnsucht, die WM in Deutschland erleben zu wollen, und haben mich deshalb in der Final-Nacht überrascht. Nachts um zwei haben sich alle im Wohnzimmer versammelt, überall waren Deutschlandfahnen aufgehängt, eine bunte Lichterkette um den Fernseher dekoriert und jeder aus meiner Familie hatte ein Deutschlandtrikot an. Gemeinsam haben wir mit der deutschen Elf mitgefiebert und gejubelt, als in der 113. Minuten dann endlich das entscheidende Tor fiel. Die witzigste Überraschung an dem Abend war, dass ich von meinem Gastvater feierlich einen gebastelten Weltmeisterschaftspokal überreicht bekommen habe und mir alle gratuliert haben. Es war ein tolles Erlebnis und ich werde die WM 2014 bestimmt nicht so schnell vergessen. Irgendwie war mein Erlebnis besonders. So wäre es in Deutschland sicher nicht gewesen.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  18.07.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
18.07.2014

Freiwilligendienst im Ausland

"Wai Khru"

Diese Woche war in meiner Schule der „Wai Khru“. Eine Zeremonie, bei der die Schüler ihren Lehrern Respekt aussprechen und sich bei ihnen für den Unterricht bedanken. „Wai Khru“ findet immer am Anfang eines Schuljahres statt. Lehrer sind in Thailand die dritt-wichtigste Person im Leben eines Schülers. An erster und zweiter Stelle stehen Mutter und Vater. Am „Wai Khru“ wird die Beziehung der Schüler und Lehrer gefestigt, aber besonders die Dankbarkeit der Schüler ausgedrückt. Die Schüler und Lehrer treffen sich auf dem Schulhof und feiern mit traditionellen Liedern und ein paar Ansprachen. Die Lehrer sitzen im Halbkreis vor ihren Schülern und die Schüler sitzen in Reihen vor ihren Lehrern. Zwei Klassenvertreter sitzen direkt vor ihrem Lehrer. Jede Klasse hat ein individuelles Blumengesteck angefertigt, welches die Klassenvertreter dann, als Symbol der Dankbarkeit und des Respektes während der Zeremonie, an ihre Lehrer überreichen. Beim Überreichen knien sich die Schüler vor die Lehrer und senken den Kopf. Das ist ein besonderer Moment. Nach der Zeremonie beginnt der „normale“ Unterricht, die Ehrung der Lehrer läuft aber weiter. Die Schüler kommen mit kleinen Blumenketten in die Klassen oder ins Lehrerzimmer, knien nieder und überreichen sie. Die Lehrer sprechen den Schülern dann Wünsche für die Zukunft zu und erinnern sie an das disziplinierte und respektvolle Verhalten als Schüler. Diese Momente sind sehr emotional und zeigen deutlich, wie eng die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern hier ist. Besonders berührt war ich, dass auch mir einige Schüler eine Blumenkette überreicht haben und mich gedrückt haben. Und das, obwohl ich gerade mal zwei Monate in Thailand bin!

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  30.06.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
30.06.2014