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Freiwilligendienst im Ausland

Als ich auflegte

„Hallo Esther!“, meldete sich mein Betreuer. „Wie schön, von dir zu hören! Ist alles klar bei dir?“ Ich erzählte Jonathan von den letzten drei Tagen, dass das Internet nicht funktionierte und meine Nachbarn erst am Vortag zurückgekommen sind, und ich ihn deshalb erst jetzt kontaktieren konnte. „Oh nein! Was für ein Pech! Da hattest du aber keine schönen ersten Tage hier in Brasilien. Völlig allein in einer Gegend, in der du dich nicht auskennst und ohne jegliche Kommunikationsmöglichkeiten!“, sagte er erschrocken. „Und ich dachte, dass du etwas mit Thais Eltern unternommen hättest und dich deshalb nicht bei mir gemeldet hast“, fügte er hinzu. Nachdem ich ihn beruhigt hatte, verabredeten wir uns für drei Uhr nachmittags, um ein Handy und ein paar andere Dinge zu kaufen. „Und dann erkläre ich dir, wie das Bussystem hier funktioniert, damit du auch mal allein etwas unternehmen kannst.“ Als ich auflegte, war ich unglaublich glücklich. Heute Nachmittag konnte ich endlich anfangen, die Stadt zu erkunden, in der ich die nächsten elf Monate verbringen würde.

Autor: Esther  |  Rubrik: orientieren  |  06.06.2014
Autor: Esther
Rubrik: orientieren
06.06.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Dhamma Camp

Wie fühlt es sich an, drei Tage lang in einer buddhistischen Klosterschule zu leben und den Alltag einer Nonne beziehungsweise eines Mönches erleben zu dürfen? Es ist eine der spannendsten, interessantesten und aufregendsten Erfahrungen in meinem Leben und ein besonderes Erlebnis, das schwer zu beschreiben ist. Gemeinsam mit meiner Gastschwester und rund 300 bis 400 Schülerinnen meiner Schule habe ich mich auf den Weg nach Nakom Rachasima gemacht. Ein Ort in Zentralthailand, circa zwei Stunden von Bangkok entfernt, umgeben von grünen Wiesen und Wäldern. Thailand ist ein vom Buddhismus geprägtes Land und diese Weltreligion hat einen zentralen Standpunkt in der thailändischen Kultur. Das „Dhamma Camp“ ist ein buddhistisches Camp für Schüler. Es geht vor allem darum, den Jugendlichen die Religion des Buddhismus näherzubringen, Moral- und Wertevorstellungen zu vermitteln und verschiedene Traditionen zu praktizieren. Während der Zeit im Camp lebt man nach den acht buddhistischen Lebensregeln. Dazu gehört unter anderem, dass man nur zwei Mahlzeiten – Frühstück und Mittagessen – zu sich nimmt und gemeinsam auf Bambusmatten in einer großen Halle, auf dem Fußboden schläft. Ich hatte das Glück, in einem kleinen Haus mit drei Lehrerinnen schlafen zu dürfen . Komfortabler als in der großen Halle war es allerdings nicht. Auch wir haben mit einer Decke und einem Kopfkissen auf dem Fußboden genächtigt. Der Vorteil war ein eigenes Badezimmer.

Ein Tag in der Klosterschule beginnt vor Sonnenaufgang. Gegen 4.30 Uhr wurden wir durch einen Glocken-/Paukenschlag geweckt. Dann ging es direkt zur Morgenandacht, bei der gesungen und gebetet wird. Vor Beginn des gemeinsamen Frühstückes gehen die Mönche mit ihren Bettelgefäßen (baat) auf Almosengang (bintha baat) und lassen sich die Gefäße mit Essen (meistens Reis) füllen. Das gesammelte Essen, egal ob Suppe, Reis oder Obst, wird aus einer großen Metallschale gegessen. Der Vor- und Nachmittag gehört dem Studium der Heiligen Schrift sowie der Meditation. Wir haben während der drei Tage viel über die verschiedenen Denk- und Handlungsweisen des Buddhismus erfahren. Jeden Abend gab es eine Abendandacht mit Gesängen in der Sprache Pali, die etwa um 21.30 Uhr endete. Danach begibt man sich direkt ins Bett.

Das „Dhamma Camp“ war eine einzigartige Erfahrung, die mir deutlich gezeigt hat, dass man auch mit wenig Dingen im Leben auskommen kann und Konsumgüter nicht unser Leben bestimmen sollte. Die schönsten Momente waren die der vollkommenen Entspannung und Ruhe. Momente der Gedankenlosigkeit. Atemberaubend waren die morgendlichen Sonnenaufgänge und die abendlichen Sonnenuntergänge. Ein einzigartiges Farbspiel und für mich reine Momente des Glücks.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  30.05.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
30.05.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Ao Wai

Meine ersten Ausflüge habe ich mit der ganzen Familie inklusive aller Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen unternommen. Das war immer lustig und sehr schön. Meine Familie ist riesig groß, aber sehr nett, und alle Familienmitglieder haben mich liebevoll empfangen. Bei unserem ersten Ausflug haben wir eine Bootstour mit einem Ausflugsschiff gemacht und sind auf Thailands größtem Fluss „Chao Phraya“ gefahren. Wir haben gemeinsam einen Tempel besucht und uns verschiedene handgefertigte Produkte angeschaut. Das erste Wochenende haben wir in Rayong und auf Ko Samet verbracht. Eine Insel, die viele Bangkoker für einen Wochenend-Trip als Erholungsoase nutzen. Und das kann ich total nachvollziehen. Denn die Insel ist wunderschön. Türkisblaues Meer, weißer Sandstrand und überall grüne Palmen. Wie ein kleines Paradies.

Wir haben den Samstagnachmittag am Strand der Bucht „Ao Wai“ verbracht, sind bei einer Wassertemperatur von 28 Grad schwimmen gegangen und haben die Sonne genossen. Geschlafen haben wir in kleinen Bungalows mit direktem Blick auf das Meer. Es war einfach unbeschreiblich schön und ein wunderbares Gefühl, wenn man morgens aufwacht und einen einzigartigen Ausblick genießen darf. Leider waren wir nur einen Tag auf der Insel und sind am nächsten Morgen wieder aufs Festland gefahren.

In Rayong haben wir dann eine Durian-Plantage besichtigt. Die Frucht Durian wird auch als Stink- oder Käsefrucht bezeichnet, weil sie beim öffnen etwas eigenartig riecht. Aber dafür ist der Geschmack umso besser. Die Durian wird in Thailand als die Königin der Früchte bezeichnet. Auf der Plantage haben wir eine Rundfahrt mit einer Bimmelbahn gemacht und hatten danach die Möglichkeit, die verschiedenen angebauten Früchte zu probieren. Wir haben neben Durian auch Mangostin und Rambutan gegessen. Die Früchte in Thailand schmecken unglaublich gut und ganz anders als in Deutschland. Ich habe mich in das Obst hier verliebt und esse jeden Tag frisches Obst, weil hier alles einfach sehr lecker schmeckt und die Auswahl an frischen und köstlichen Produkten riesig ist.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  22.05.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
22.05.2014