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Freiwilligendienst im Ausland

Meine erste Woche in Thailand: Das Abenteuer beginnt!

Am Ostermontag bin ich von Düsseldorf über Frankfurt nach Bangkok geflogen. In Düsseldorf musste ich mich von meiner Familie und zahlreichen Freunden verabschieden, die mich zum Flughafen begleitet haben. Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Abschied so schwer fallen würde. Ich bin gerne, viel und oft unterwegs und habe eigentlich noch nie große Probleme mit dem Heimweh gehabt. Aber ein Jahr lang mehr als 9.000 Kilometer entfernt von der Heimat zu sein, ist doch nochmal ein anderes Gefühl als mal eben in den Urlaub zu fahren.

Zum Glück bin ich nicht allein nach Bangkok geflogen. In Düsseldorf habe ich zufällig einen anderen Freiwilligen getroffen, dem ich mich spontan anschloss. In Frankfurt sind wir dann zu allen anderen Freiwilligen unserer Gruppe gestoßen. Gemeinsam ging es weiter nach Thailand. Es tat so gut, alle wiederzusehen und zu wissen, dass man die ersten Tage in einem unbekannten Land nicht allein verbringen wird.

Nach fast elf Stunden Flug sind wir morgens um zehn Uhr gelandet. Zuerst haben wir uns unseren Stempel für die Einreise abgeholt und unsere Papiere für das Visum kontrollieren lassen. Am Kofferband haben uns zwei Betreuer von AFS Thailand freundlich empfangen. Die beiden waren kaum zu übersehen, da sie ein rosa T-Shirt trugen, die Farbe für den Wochentag Dienstag (In Thailand wird jedem Wochentag eine Farbe zugeordnet). Dann haben wir Geld gewechselt und thailändische Baht erhalten (ein Euro sind circa 40 Baht). Danach sind wir ins Zentrum zu unserem Hotel gefahren.

Bangkok ist riesig, laut und überfüllt, aber total aufregend, spannend und interessant. Diese Stadt muss man mal erlebt haben! Überwältigt waren wir vermutlich alle vom Straßenverkehr. In Thailand herrscht Linksverkehr und überall auf den Straßen fahren Busse, Autos, Taxis und Motorräder. Ich weiß nicht, ob es hier konkrete Regeln für den Straßenverkehr gibt, aber ich vermute, wenn es welche gibt, werden sie nicht ganz so ernst genommen.

Im Moment ist in Thailand noch Sommer, aber bald beginnt die Regenzeit. Deshalb ist das Wetter zwar sehr warm (36 Grad), es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und man fühlt sich wie in einer Sauna, doch wenn ich ehrlich bin, hätte ich es mir viel schlimmer und unangenehmer vorgestellt.

Die ersten Tage habe mich mit den anderen Freiwilligen in einem Hotel verbracht. Dort gab es eine Einführungswoche, bei der wir viel über das Land, seine Kultur und unseren Freiwilligendienst erfahren haben. Außerdem gab es einen Sprachkurs und wichtige Tipps für das Unterrichten an der Schule.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  09.05.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
09.05.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Hallo …

… ich bin Julia, 18 Jahre alt und wohne in Essen in Nordrhein-Westfalen. Im Juli 2013 habe ich mein Abitur am städtischen Mädchengymnasium Essen-Borbeck bestanden und mich spontan entschieden, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu leisten. Es war schon immer mein persönlicher Wunsch, nach dem Abschluss meiner Schulzeit ein Jahr ins Ausland zu gehen. Schon als Kind wollte ich die große, weite Welt entdecken, fremde Kulturen und unbekannte Länder sehen, sowie neue Menschen und andere Lebensverhältnisse kennenlernen. Die Entscheidung für einen Freiwilligendienst habe ich dahingehend getroffen, dass ich mich sozial engagieren und mich tatkräftig in ein gemeinnütziges Projekt einbringen möchte. Außerdem erhoffe ich mir von meinem Auslandsjahr und meinem Einsatz in einem gemeinnützigen Projekt, dass ich mich verschiedenen Herausforderungen stellen und meinen persönlichen Horizont erweitern kann.

Leider habe ich erst nach der Prüfungsphase für das Abitur begonnen, mich zu bewerben. Das war leider viel zu spät, da viele Organisationen nur Sommerausreisen anbieten und die Bewerbungsphasen deshalb schon längst beendet waren. Zum Glück habe ich jedoch eine Organisation gefunden, die auch Winterausreisen anbieten, „AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.“. Nach meiner Bewerbung wurde ich im August zu einem Auswahlwochenende eingeladen und habe im September die Zusage für einen internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) erhalten. Im April 2014 werde ich an das andere Ende der Welt, nach Thailand reisen und „The Land of smile“ entdecken.

Meinen internationalen Jugendfreiwilligendienst werde ich als Aushilfslehrerin an der Satrinonthaburi School leisten. Die Schule liegt an in der Stadt Nonthaburi, in der gleichnamigen Provinz und grenzt direkt an die Stadt- und Provinzgrenze zu Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Die Schule wurde 1932 als reine Mädchenschule gegründet und ist mit fast 3.000 Schülerinnen eine der größten Schulen in der Provinz. Zu meinem Aufgaben wird die Assistenz im Englisch- und Deutschunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene gehören. Zudem werde ich Unterrichtsstunden vorbereiten und Lehrplänen anfertigen. Ich kann mich aber auch bei verschiedenen Schulaktivitäten wie Musik, Sport, Kunst oder Kochen einbringen. Ich freue mich schon sehr auf mein Projekt und bin neugierig, was mich dort erwarten wird.

Seit meinem Abiball sind einige Monate vergangen, die schwierig und deprimierend waren. Nach dem Abitur gab es eine lange Phase, in der ich nicht wusste, was ich machen möchte und wohin mein Weg gehen soll. Doch nach der Zusage im September hatte ich endlich wieder ein Ziel vor Augen, war wieder motiviert, meine Träume und Ziele voll in Angriff zu nehmen. Ich habe versucht, mir einen Job zu suchen, um ein bisschen Geld für mein Auslandsjahr verdienen zu können. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich habe viele Absagen erhalten, was mich ziemlich entmutigt hat. Doch letztendlich habe ich doch noch zwei tolle Jobs bekommen und in den letzten Monaten in einer großen Buchhandlung und bei einer Gastronomie- und Service-Firma gearbeitet.

Nun bin ich aber in Thailand und eine spannende Zeit steht mir bevor. Hier könnt ihr verfolgen, was ich während meines Freiwilligendienstes erlebe.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  25.04.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
25.04.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Im Schlafanzug durch Sardinien

Momentan sitze ich in einem Hostel in der Hauptstadt Sardiniens, Cagliari. Dieser Ausflug ist gewissermaßen meine Wochenendbeschäftigung. Da ich am Sonntagabend wieder zurück muss, wollte ich nicht mehr Gepäck als unbedingt nötig mitnehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass in meinem Rucksack nur begrenzt Platz ist. Am Freitag nach der Arbeit bin ich deshalb wie eine Wilde durch mein Zimmer gehüpft, um zu packen und meinen Bus noch zu erwischen. Der Schlafanzug passte nicht mehr rein. Was habe ich also getan? Ihn angezogen. Naja, wenigstens ist er in einem matten Rot gehalten, das heißt, es fällt nicht auf den ersten Blick auf, dass es sich um einen Schlafanzug handelt. Da das Mittagessen aus Zeitmangel ausfiel, kam ich schließlich mit knurrendem Magen in Cagliari an. Und dann ging die Suche los: Wo bekomme ich etwas zu essen her? Wo ist das Hostel? Ich habe im Endeffekt aber alles gefunden. Und dann ist mir aufgefallen, was ich alles vergessen habe: Haarbürste, Shampoo, Föhn.

Nachdem ich nun einen Tag in Cagliari verbracht habe, muss ich mir wohl eingestehen, dass ich mir das anders vorgestellt habe Nach einer schlaflos verbrachten Nacht (partywütige Mitbewohner, die erst um vier Uhr morgens ins Bett gehen und sich vorher lautstark unterhalten, sind echt nicht zu empfehlen), habe ich mir morgens die Stadt angeguckt und war etwas enttäuscht. Ich entwickele sowieso seit geraumer Zeit eine Abneigung gegen große Städte. Da helfen auch keine Straßenkünstler, die ich eigentlich mag.

Dennoch habe ich meinen Aufenthalt in Italien verlängert. Die Arbeit gefällt mir ganz gut (allerdings weiß ich jetzt auch, dass aus mir definitiv keine Gärtnerin wird), die Leute sind immer noch super nett und mein Italienisch wird immer besser (letzte Woche habe ich mich das erste Mal auf Italienisch unterhalten.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  30.04.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
30.04.2013