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Freiwilligendienst im Ausland

Hallo …

… ich bin Julia, 18 Jahre alt und wohne in Essen in Nordrhein-Westfalen. Im Juli 2013 habe ich mein Abitur am städtischen Mädchengymnasium Essen-Borbeck bestanden und mich spontan entschieden, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu leisten. Es war schon immer mein persönlicher Wunsch, nach dem Abschluss meiner Schulzeit ein Jahr ins Ausland zu gehen. Schon als Kind wollte ich die große, weite Welt entdecken, fremde Kulturen und unbekannte Länder sehen, sowie neue Menschen und andere Lebensverhältnisse kennenlernen. Die Entscheidung für einen Freiwilligendienst habe ich dahingehend getroffen, dass ich mich sozial engagieren und mich tatkräftig in ein gemeinnütziges Projekt einbringen möchte. Außerdem erhoffe ich mir von meinem Auslandsjahr und meinem Einsatz in einem gemeinnützigen Projekt, dass ich mich verschiedenen Herausforderungen stellen und meinen persönlichen Horizont erweitern kann.

Leider habe ich erst nach der Prüfungsphase für das Abitur begonnen, mich zu bewerben. Das war leider viel zu spät, da viele Organisationen nur Sommerausreisen anbieten und die Bewerbungsphasen deshalb schon längst beendet waren. Zum Glück habe ich jedoch eine Organisation gefunden, die auch Winterausreisen anbieten, „AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.“. Nach meiner Bewerbung wurde ich im August zu einem Auswahlwochenende eingeladen und habe im September die Zusage für einen internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) erhalten. Im April 2014 werde ich an das andere Ende der Welt, nach Thailand reisen und „The Land of smile“ entdecken.

Meinen internationalen Jugendfreiwilligendienst werde ich als Aushilfslehrerin an der Satrinonthaburi School leisten. Die Schule liegt an in der Stadt Nonthaburi, in der gleichnamigen Provinz und grenzt direkt an die Stadt- und Provinzgrenze zu Bangkok, der Hauptstadt Thailands. Die Schule wurde 1932 als reine Mädchenschule gegründet und ist mit fast 3.000 Schülerinnen eine der größten Schulen in der Provinz. Zu meinem Aufgaben wird die Assistenz im Englisch- und Deutschunterricht für Anfänger und Fortgeschrittene gehören. Zudem werde ich Unterrichtsstunden vorbereiten und Lehrplänen anfertigen. Ich kann mich aber auch bei verschiedenen Schulaktivitäten wie Musik, Sport, Kunst oder Kochen einbringen. Ich freue mich schon sehr auf mein Projekt und bin neugierig, was mich dort erwarten wird.

Seit meinem Abiball sind einige Monate vergangen, die schwierig und deprimierend waren. Nach dem Abitur gab es eine lange Phase, in der ich nicht wusste, was ich machen möchte und wohin mein Weg gehen soll. Doch nach der Zusage im September hatte ich endlich wieder ein Ziel vor Augen, war wieder motiviert, meine Träume und Ziele voll in Angriff zu nehmen. Ich habe versucht, mir einen Job zu suchen, um ein bisschen Geld für mein Auslandsjahr verdienen zu können. Doch die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ich habe viele Absagen erhalten, was mich ziemlich entmutigt hat. Doch letztendlich habe ich doch noch zwei tolle Jobs bekommen und in den letzten Monaten in einer großen Buchhandlung und bei einer Gastronomie- und Service-Firma gearbeitet.

Nun bin ich aber in Thailand und eine spannende Zeit steht mir bevor. Hier könnt ihr verfolgen, was ich während meines Freiwilligendienstes erlebe.

Autor: Julia Z.   |  Rubrik: orientieren  |  25.04.2014
Autor: Julia Z.
Rubrik: orientieren
25.04.2014

Freiwilligendienst im Ausland

Im Schlafanzug durch Sardinien

Momentan sitze ich in einem Hostel in der Hauptstadt Sardiniens, Cagliari. Dieser Ausflug ist gewissermaßen meine Wochenendbeschäftigung. Da ich am Sonntagabend wieder zurück muss, wollte ich nicht mehr Gepäck als unbedingt nötig mitnehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass in meinem Rucksack nur begrenzt Platz ist. Am Freitag nach der Arbeit bin ich deshalb wie eine Wilde durch mein Zimmer gehüpft, um zu packen und meinen Bus noch zu erwischen. Der Schlafanzug passte nicht mehr rein. Was habe ich also getan? Ihn angezogen. Naja, wenigstens ist er in einem matten Rot gehalten, das heißt, es fällt nicht auf den ersten Blick auf, dass es sich um einen Schlafanzug handelt. Da das Mittagessen aus Zeitmangel ausfiel, kam ich schließlich mit knurrendem Magen in Cagliari an. Und dann ging die Suche los: Wo bekomme ich etwas zu essen her? Wo ist das Hostel? Ich habe im Endeffekt aber alles gefunden. Und dann ist mir aufgefallen, was ich alles vergessen habe: Haarbürste, Shampoo, Föhn.

Nachdem ich nun einen Tag in Cagliari verbracht habe, muss ich mir wohl eingestehen, dass ich mir das anders vorgestellt habe Nach einer schlaflos verbrachten Nacht (partywütige Mitbewohner, die erst um vier Uhr morgens ins Bett gehen und sich vorher lautstark unterhalten, sind echt nicht zu empfehlen), habe ich mir morgens die Stadt angeguckt und war etwas enttäuscht. Ich entwickele sowieso seit geraumer Zeit eine Abneigung gegen große Städte. Da helfen auch keine Straßenkünstler, die ich eigentlich mag.

Dennoch habe ich meinen Aufenthalt in Italien verlängert. Die Arbeit gefällt mir ganz gut (allerdings weiß ich jetzt auch, dass aus mir definitiv keine Gärtnerin wird), die Leute sind immer noch super nett und mein Italienisch wird immer besser (letzte Woche habe ich mich das erste Mal auf Italienisch unterhalten.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  30.04.2013
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
30.04.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Regensburg in die engere Auswahl?

Inzwischen bin ich mir relativ sicher, dass ich Medizin studieren möchte. Vor einem Jahr hatte ich ja noch ganz andere Vorstellungen von meinem zukünftigen Beruf: Ich wollte Geographie oder vielleicht auch Politik studieren, um dann in einer Nicht-Regierungs-Organisation zu arbeiten. Nach einem viermonatigen Praktikum bei Amnesty International wusste ich aber, dass das aus verschiedenen Gründen nichts für mich ist. Da habe ich mich an meinen erinnert. Nach längerem Hin- und Herüberlegen und einigen Tagen im Uniklinikum in Mexiko-Stadt und in der Praxis meiner Tante, die Gynäkologin in den USA ist, bin ich mir jetzt relativ sicher: Ich will Ärztin werden.

Ich möchte das Studium im Oktober anfangen und wenn es gar nichts für mich ist, kann ich ja immer noch wechseln. Aber um im Oktober anfangen zu können, muss man sich ja jetzt schon bald bewerben. Als „Altabiturient“ ist für mich die Bewerbungsfrist für NC-pflichtige Fächer wie Medizin, Zahnmedizin etc. schon recht früh. Es ist ganz schön kompliziert sich so zu bewerben, dass man erstens einen Studienplatz bekommt und zweitens dort, wo man will. Um aber die richtigen Ortspräferenzen angeben zu können, muss man auch erst mal wissen, wohin man überhaupt will.

Ich bin zwar in meinem Leben schon viel gereist, muss aber zugeben, dass ich in Deutschland noch gar nicht so viel kenne. Klar, die Großstädte München, Berlin und Hamburg kennt man. Aber wer war schon mal in Greifswald, Rostock oder Mainz? Diese Städte kennt man wohl nur, wenn man in der Nähe wohnt. Im Moment recherchiere ich fleißig: Wie viele Leute leben in der Stadt? Wie viele Studenten gibt es? Wie hoch ist die Studentendichte? Was sagt das CHE-Ranking zur Uni? Aber selbst wenn man das alles weiß, hat man eigentlich noch nicht wirklich ein Bild von der Stadt und von der Uni. Also habe ich beschlossen, die für mich interessanten Unis und Städte anzuschauen. Da mein Papa vor ein paar Tagen geschäftliche nach Regensburg musste, dachte ich mir: Das ist doch die perfekte Gelegenheit!

Ich bin also mitgefahren. Eine Freundin hat netterweise Kontakt zu einem ihrer Freunde hergestellt, der dort Medizin studiert. Er war total nett und hat mir sämtliche Fragen beantwortet: Was sind Teilstudienplätze? Wie ist der Zusammenhalt unter der Studenten? Wie sieht es mit der Betreuung aus? Wie gefällt’s dir insgesamt? Freundlicherweise hat er mir auch die außerordentlich hässliche medizinische Fakultät gezeigt und das wunderhübsche Regensburg. Ich habe erfahren, dass die Bardichte hoch ist und dass es sich auch ansonsten sehr gut in Regensburg aushalten lässt.

Ich hatte totales Glück, an so einen netten Medizinstudenten geraten zu sein, der sich bei einem recht stressigen Studium noch Zeit für eine vollkommen Fremde genommen hat.

Im Endeffekt ist für mich Regensburg als zukünftige Unistadt sehr interessant: Nicht weit von zu Hause, schöne Stadt und gute Atmosphäre. Sicherlich werde ich aber in den nächsten Wochen noch ein paar weitere Universitätsstädte besuchen und vielleicht gefällt mir ja noch die eine oder andere.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  29.04.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
29.04.2013