Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilligendienst im Ausland

Gipfeltreffen — Der Vulkan Xinantécatl

Gipfeltreffen gibt es nicht alle Tage, und noch seltener wird man zu diesen eingeladen. Doch lasst mich erzählen...

Es ging damit los, dass zum Jahreswechsel viele Freiwillige ihren servicio social abgeschlossen haben und ein Schwung neuer Freiwilliger unser Büro eroberte. Der servicio social ist eine Art „Freiwilligendienst“, den Studenten in Mexiko zum Ende ihres Studiums ableisten müssen. Die Neuen bringen nicht nur spürbar frischen Wind in das Büro, sondern auch eine Menge neuer Ideen in Sachen Freizeit. Unter ihnen habe ich einen wirklich Wanderbegeisterten gefunden, mit dem ich Pläne für einen gemeinsamen Aufstieg schmiedete.

Unser Gipfeltreffen planten wir auf dem Vulkan Xinantécatl oder auch Nevado de Toluca genannt. Das ist ein Gigant, der sich auf 4.600 Meter erhebt, dessen Krawatte aus Schnee gemacht ist und dessen Manschettenknöpfe in seinem Inneren, in den Bergseen des Kraters, ruhen. Seine zwei spiegelklaren, eisigen Gewässer tragen die klangvollen Namen Lago de la Luna und Lago del Sol. Auf ihrem Grund wurden viel Bernstein und andere Opfergaben gefunden, welche von den Urbewohnern des Landes für die Götter dargebracht wurden.

Mit einem Kommilitonen, der am Vortag erst in Mexiko gelandet war, um hier ebenfalls professionelle Praktika anzufangen, machte ich mich am Sonntag früh auf den Weg. Den Bauch voller Tamales vom Frühstück setzten wir uns in den Bus nach Toluca. Von dort holte uns mein Freund mit seinem Auto ab. Es ist wohl der zugänglichste Vulkan von ganz Mexiko, da die Straße fast bis zur Spitze reicht. Dennoch waren das Stück Wanderung über den Bergkamm und der Abstieg in den Krater wegen der dünnen Höhenluft und des losen Untergrunds eine Herausforderung.

Hoch über der Stadt wurden es ganz still. Nur wenige kamen uns entgegen oder suchten wie wir den Weg in die Höhe. In der Ferne konnten wir den Smog über der Stadt als rötlich-braunen Schein erkennen. Schon bald sahen wir das Glitzern der Kraterseen in der Sonne und wir streckten probeweise unsere Hände in dessen kaltes Gewand.

Ein Nordamerikaner hatte sich unweit von uns ganz ins Wasser gewagt, eisig blau kam er unter dem Gelächter der Einheimischen wieder heraus. Bei nur zwei bis vier Grad Lufttemperatur war dies sicher nicht die beste Idee. Später sahen wir ihn auf einem Stein sitzen und Wärme tanken wie ein Reptil in der Mittagssonne.

Autor: Anni  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  01.03.2013
Autor: Anni
Rubrik: auszeit nach dem abi
01.03.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Schiffsarbeit

Vor zwei Wochen bin ich mit der Fähre von Cancun auf die Fraueninsel gefahren und habe gehofft, schon aus der Ferne das Segelschiff zu sehen, auf dem ich arbeiten würde. Dem war aber leider nicht so. Weit und breit war kein einziger großer Traditionssegler zu sehen und auch die Hafenmeisterei hatte nichts von einem Schiff mit dem Namen „Thor Heyerdahl” gehört.

So habe ich also eine Nacht im Hostel verbracht und hatte am nächsten Morgen mehr Glück. Das Schiff war nämlich einen Tag später als geplant angekommen. Ich habe also zusammen mit meiner Freundin eine Koje auf dem Schiff bezogen. Am ersten Nachmittag hatten wir frei und so sind wir erst mal an den wunderbaren Karibikstrand der touristischen Insel gegangen. Es gab viel zu erzählen und zu besprechen, denn schließlich hatten wir uns einen guten Monat lang nicht mehr gesehen.

Die folgenden Tage waren dann weniger entspannt: Es wurde von acht bis zwölf und von eins bis fünf Uhr gearbeitet. Das war ich nach so viel Urlaub schon gar nicht mehr gewöhnt. Körperlich anstrengende Arbeit bei karibischen Temperaturen schon gar nicht. Aber nach ein paar Tagen war ich nach stundenlangem Schleifen, Streichen, Rost Entfernen und dem damit verbundenen Klettern gar nicht mehr so erschöpft. Auch das Kochen in der heißen, engen Kombüse wurde einfacher.

Für die harte Arbeit wurden wir mit netten Kollegen, gutem Essen und dem wunderbaren Erlebnis in einer Hängematte auf dem Schiff zu schlafen entlohnt. Abends beamten wir Filme auf eines der Segel und schufen damit unser eigenes Kino oder gingen im Zentrum weggehen und Salsa tanzen.

Nach zwei Wochen haben wir trotzdem beschlossen, dass wir das deutsche Schulschiff verlassen und lieber weiterziehen, da uns beiden gar nicht mehr so viel Zeit in Mexiko bleibt und wir lieber noch ein bisschen reisen wollten.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  28.02.2013
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
28.02.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Zurück in Mexiko

Endlich bin ich wieder zurück in Mexiko. Nach fast einem Monat in den USA habe ich mich schon wieder auf das Chaos und die bunten Farben hier gefreut. Gerade bin ich sozusagen in einer Zwischenphase zwischen meiner Rückkehr und einem neuen Job auf einem Boot auf der Isla Mujeres. Ich konnte also noch ein paar Tage entspannen – und das machte ich in der Touristenstadt Cancun. Obwohl ich anfangs dachte, Cancun wäre keine besonders attraktive Stadt, habe ich eine schöne Zeit hier verbracht. Zufällig habe ich ein sehr schönes Hostel mit noch netteren Leuten gefunden. So habe ich mich nicht alleine gefühlt und immer jemanden gehabt, mit dem ich Ausflüge machen konnte.

Es ist schon interessant, was für eine bunte Mischung sich hier so befindet: arbeitssuchende Mexikaner, eine cubanische Band, eine ungarische, buddhistische Nonne, ein neuseeländischer Metzger mit Liebeskummer… Unsere Gespräche wären fast Stoff für ein Theaterstück.

In den letzten Tagen habe ich also alle touristischen Aktivitäten gemacht, die man hier so machen kann. Ich bin nach Tulum, einer Maya-Ruine am Meer, gefahren. Das war sehr schön, weil erstaunlicherweise kaum Leute dort waren. Besonders toll fand ich den Sprung ins Meer, der sich an die Besichtigung von Burg und Tempel anschloss. Ich habe am Strand von Cancun entspannt, was aber nicht so toll war. Die ganze Küste ist mit Hochhäusern überwuchert und es wehte ein extrem starker Wind, sodass mein Zeug nach einer Stunde fast unter einer Sanddüne vergraben war.

Gut ausgeruht konnte ich dann die lange Fahrt nach Chichen Itza zu einer der bekanntesten Maya-Ruinen angehen. Vier Stunden Hinfahrt und fünf Stunden Rückfaht, da ist man danach ganz schön fertig. Der Aufwand hat sich aber gelohnt! Chichen Itza ist wirklich beeindruckend! So hohe und gut erhaltene Bauten aus der prähispanischen Zeit habe ich noch nie gesehen und auch die Wandbilder waren schön anzusehen.

Tja und schon ist mein Kurzurlaub vorbei und ich muss die „Thor Heyerdahl“, das Schiff, auf dem ich bis Ende Februar arbeiten werde, finden. Das dürfte eine kleine Herausforderung werden, weil ich weder weiß, wo sie ankern wird, noch wann. Aber ich bin jetzt einfach mal guten Mutes und zuversichtlich, dass ich sie finden werde.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  19.02.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
19.02.2013