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Freiwilligendienst im Ausland

Meine Arbeit bei Amnesty International in Mexiko

Ich möchte euch heute von meinem Arbeitsalltag bei Amnesty berichten. Sofern sich überhaupt von einem Arbeitsalltag sprechen lässt, denn obwohl ich nun schon fünf Monate hier arbeite, haben sich bisher kaum feste Strukturen herausgebildet – abgesehen von der 35 Stunden Woche. So fange ich meistens zwischen neun und zehn Uhr an, mache nachmittags eine Stunde Mittagspause und habe zwischen 17 und 18 Uhr Feierabend.

Mit Beginn des Jahres ist mein Arbeitsbereich Cabildeo (‚politische Arbeit und Lobby‘) auf vier Freiwillige angewachsen. Wir haben die Aufgaben unter uns neu verteilt und für alle Bereiche Verantwortliche ernannt. Ich beschäftige mich mi den Themen Folter und erzwungenes Verschwindenlassen, mit Vertreibungen und dem sogenannten „Fakultativprotokoll des Internationalen Paktes für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (FP-IPWSKR)“. Dieses wurde bereits von neun unterzeichnet. Es fehlt noch ein Staat´, dann tritt es in Kraft. Da Mexiko das Protokoll bisher weder unterschrieben noch ratifiziert hat, sammeln wir Unterschriften, schreiben Briefe an die Behörden und versuchen die Öffentlichkeit für dieses Thema zu erwärmen.

Weitere Arbeitsaufgaben von mir sind die tägliche Revision einer nationalen Tageszeitung und der internationalen Webseite von Amnesty International, die Pflege des Verzeichnisses sämtlicher Aktivitäten des Cabildeo und die Aktualisierung der Tabelle, in welcher die Unterschriften gezählt werden.

Zudem bereite ich derzeit Briefe für fünf Botschaften (Kuba, Kolumbien, Guatemala, Brasilien und Honduras) vor, welche gegen Ende Februar gemeinsam mit einem Bericht zur Lage der Menschenrechtsverteidiger in Lateinamerika übergeben werden sollen. Die Aktion ging aus dem alljährlichen Briefmarathon hervor, welchen Amnesty jedes Jahr im Dezember startet.

Es gibt so viel zu tun!

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  15.02.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
15.02.2013

Freiwillligendienst im Ausland

Begleitseminar Weltwärts: Sicherheit

Vergangenen Mittwoch fuhren wir ins nahegelegene Oaxtepec im Bundesstaat Morelia. Hier fand nach rund fünf Monaten Auslandsaufenthalt unser erstes (und einziges) Zwischenseminar vom Freiwilligendienst statt. Das Seminar ist für Weltwärtsteilnehmer_innen verbindlich und soll zur Reflexion anregen. Das Arbeitspensum auf dem Zwischenseminar war recht überschaubar, sodass

uns viel Zeit blieb, die Pools des Ferienortes zu nutzen und die anderen Freiwilligen besser kennenzulernen. Abends gab es Tanz, Musik, Lagerfeuer und Filme. Zudem gesellten sich nach den ersten beiden Tagen, an denen wir unsere Projekte vorstellten, eine Schule besuchten und über die neuen Sicherheitsbestimmungen aufgeklärt wurden, weitere Freiwillige zu uns. Darunter waren Europäer, die gerade in Mexiko ankamen und Mexikaner, die kurz vor der Ausreise standen. Ein Highlight war für mich, dass ich einen Mexikaner kennenlernen durfte, der nach Magdeburg geht, um dort ein Jahr zu arbeiten. Ich konnte ihm somit Tipps zu der Stadt und zum Leben in Deutschland geben und habe einen Kontakt, der mich nach meiner Rückkehr in den Kreis der Spanisch-Sprecher einführen kann.

Eine sehr wichtige Information, die uns auf dem Seminar gegeben wurde und die ich hier mit euch teilen möchte (insbesondere mit all denjenigen, die erwägen einen Freiwilligendienst in Mexiko zu machen), ist, dass die Bundesregierung erwägt, Teile Mexikos für den Freiwilligendienst zu sperren. Die Sicherheitslage ist in vielen Staaten Mexikos bereits seit langer Zeit schlecht und die Erwägung einer Sperrung geht soweit ich weiß auf die verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und der Weltwärts-Behörde zurück. Als ich damals zum Studium in Monterrey leben wollte, habe ich mich gefragt, warum diese Stadt nicht schon längst gesperrt sei und bin nach Oaxaca umgesiedelt.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  04.02.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
04.02.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Vorgeschmack auf ein Au-pair

Wahrscheinlich würde jeder, der schon mal als Au-pair gearbeitet hat, nur den Kopf schütteln, und mir sagen, dass ich keine Ahnung habe. Aber ich glaube, was ich in den letzten drei Wochen gemacht habe, kommt dem Leben als Au-pair nahe, auch wenn ein Au-pair sicher mehr zu tun hat. Ich habe sehr viel gekocht und gebacken, weil ich einfach ansonsten nicht viel zu tun hatte und weil ich das auch gerne mache. Außerdem passe ich ständig auf Kinder auf. Dass ich auf die Kinder meiner Tante aufpasse, ist ja normal, wenn ich schon bei ihr wohne, aber sämtliche Freundinnen meiner Tante wollten mich auch gleich als Babysitter buchen. Auch wenn ich nicht gerade der größte Kinderfreund bin, habe ich nicht nein gesagt, denn das Geld kann ich schließlich. Die Kinder waren immer so erstaunlich nett zu mir, dass es mir richtig Spaß gemacht hat!

Nebenher bleibt mir aber noch ziemlich viel Zeit. Und das hat seine guten und schlechten Seiten: Endlich konnte ich sämtliche Löcher in Strümpfen und Hosen flicken, Sachen besorgen, die ich in Mexiko nicht finden konnte, mit allen meinen Freunden skypen, Bewerbungen fürs Pflegepraktikum schreiben und so weiter… Eben alles, was mal erledigt werden muss und was ich aufgeschoben habe, während ich auf Reise war. Auf der anderen Seite langweile ich mich aber auch; irgendwann hat man einfach keine Lust mehr zu lesen, Geige zu spielen und Filme zu schauen.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  30.01.2013
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
30.01.2013