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Freiwillligendienst im Ausland

Begleitseminar Weltwärts: Sicherheit

Vergangenen Mittwoch fuhren wir ins nahegelegene Oaxtepec im Bundesstaat Morelia. Hier fand nach rund fünf Monaten Auslandsaufenthalt unser erstes (und einziges) Zwischenseminar vom Freiwilligendienst statt. Das Seminar ist für Weltwärtsteilnehmer_innen verbindlich und soll zur Reflexion anregen. Das Arbeitspensum auf dem Zwischenseminar war recht überschaubar, sodass

uns viel Zeit blieb, die Pools des Ferienortes zu nutzen und die anderen Freiwilligen besser kennenzulernen. Abends gab es Tanz, Musik, Lagerfeuer und Filme. Zudem gesellten sich nach den ersten beiden Tagen, an denen wir unsere Projekte vorstellten, eine Schule besuchten und über die neuen Sicherheitsbestimmungen aufgeklärt wurden, weitere Freiwillige zu uns. Darunter waren Europäer, die gerade in Mexiko ankamen und Mexikaner, die kurz vor der Ausreise standen. Ein Highlight war für mich, dass ich einen Mexikaner kennenlernen durfte, der nach Magdeburg geht, um dort ein Jahr zu arbeiten. Ich konnte ihm somit Tipps zu der Stadt und zum Leben in Deutschland geben und habe einen Kontakt, der mich nach meiner Rückkehr in den Kreis der Spanisch-Sprecher einführen kann.

Eine sehr wichtige Information, die uns auf dem Seminar gegeben wurde und die ich hier mit euch teilen möchte (insbesondere mit all denjenigen, die erwägen einen Freiwilligendienst in Mexiko zu machen), ist, dass die Bundesregierung erwägt, Teile Mexikos für den Freiwilligendienst zu sperren. Die Sicherheitslage ist in vielen Staaten Mexikos bereits seit langer Zeit schlecht und die Erwägung einer Sperrung geht soweit ich weiß auf die verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und der Weltwärts-Behörde zurück. Als ich damals zum Studium in Monterrey leben wollte, habe ich mich gefragt, warum diese Stadt nicht schon längst gesperrt sei und bin nach Oaxaca umgesiedelt.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  04.02.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
04.02.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Vorgeschmack auf ein Au-pair

Wahrscheinlich würde jeder, der schon mal als Au-pair gearbeitet hat, nur den Kopf schütteln, und mir sagen, dass ich keine Ahnung habe. Aber ich glaube, was ich in den letzten drei Wochen gemacht habe, kommt dem Leben als Au-pair nahe, auch wenn ein Au-pair sicher mehr zu tun hat. Ich habe sehr viel gekocht und gebacken, weil ich einfach ansonsten nicht viel zu tun hatte und weil ich das auch gerne mache. Außerdem passe ich ständig auf Kinder auf. Dass ich auf die Kinder meiner Tante aufpasse, ist ja normal, wenn ich schon bei ihr wohne, aber sämtliche Freundinnen meiner Tante wollten mich auch gleich als Babysitter buchen. Auch wenn ich nicht gerade der größte Kinderfreund bin, habe ich nicht nein gesagt, denn das Geld kann ich schließlich. Die Kinder waren immer so erstaunlich nett zu mir, dass es mir richtig Spaß gemacht hat!

Nebenher bleibt mir aber noch ziemlich viel Zeit. Und das hat seine guten und schlechten Seiten: Endlich konnte ich sämtliche Löcher in Strümpfen und Hosen flicken, Sachen besorgen, die ich in Mexiko nicht finden konnte, mit allen meinen Freunden skypen, Bewerbungen fürs Pflegepraktikum schreiben und so weiter… Eben alles, was mal erledigt werden muss und was ich aufgeschoben habe, während ich auf Reise war. Auf der anderen Seite langweile ich mich aber auch; irgendwann hat man einfach keine Lust mehr zu lesen, Geige zu spielen und Filme zu schauen.

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  30.01.2013
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
30.01.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Urlaub in Guerrero

Die Sonne lacht und die Menschen schwitzen – das ist mein erster Eindruck von Guerrero. Nach der ganzen Zeit, die ich in Mexiko-Stadt verbracht habe, hatte ich schon vergessen wie heiß es in diesem Land sein kann, denn die Hauptstadt ist derzeit nur mäßig warm und nachts bisweilen sehr kalt.

Unsere erste Station in Guerrero war ein Flüsschen im Norden des Staates. Wir bahnten uns einen Weg entlang des Rinnsals durch Gestrüpp, vertrocknete Büsche und Äste. Bepackt mit einem Wasserkanister, Zelt und Schlafsäcken suchten wir ein ruhiges Plätzchen zum Campen. Mit Blick auf den schwarzen Fluss und einem kleinen Lagerfeuer war die Großstadt dann auch schnell vergessen. Der Himmel war voller Sterne (und Sternschnuppen!) und wir wollten eigentlich schlafen gehen, als ein Fischer uns aufspürte, sich zu uns setzte und mit Fragen bedrängte, ob wir nicht Fisch kaufen oder ihm Geld schenken wollten. So rollten wir schweren Herzens unsere Schlafsäcke wieder zusammen und packten das Zelt ein, um uns einen anderen Platz zu suchen. Nach einer Stunde Wanderung fanden wir diesen. Lediglich ein paar Pferde, die wohl ausgerissen waren, trabten nachts vorbei, und ein paar Kühe wünschten uns eine gute Nacht…

Am nächsten Morgen ging es zur zweiten Station: einem Staudamm. Ein Laster nahm uns bis zum Ortsausgang mit. Zum Glück, denn die brütende Hitze breitete sich bereits am frühen Morgen aus. Umso glücklicher waren wir, uns am See-Restaurant im Schatten des Schilfdaches niederlassen zu können. Mit frischem Fisch und einem kühlen Bier warteten wir bis die Sonne sank. Dann nutzten wir die kühleren Nachmittagsstunden, um die Gegend zu erkunden.

Nachts machten wir uns auf den Weg ins nahegelegene Iguala, einer mittelgroßen Stadt. Die Dusche im Hotel war nach zwei Tagen Hitze und zahlreichen Mückenstichen an Armen und Beinen einfach herrlich und der Ventilator sorgte für eine leichte Brise. In Iguala gab es zudem eine zweite Premiere, denn nachdem wir keine Bar mit Platz für zwei Personen fanden, beschlossen wir, in eine Cantina zu gehen. Ursprünglich war diese Kneipenform nur für Männer bestimmt und bis heute überwiegt dort das männliche Publikum. Ein Gitarrist mit Mundharmonika spielte an diesem Abend Corridos (Lieder aus Zeiten des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes) und einzelne Cantina-Gäste sangen voller Inbrust die Lieder über Revolution, Kampf und Liebe. An den Wänden hingen Bilder von Dschungel-Frauen, Wassernixen und Stammgästen mit Bier in der Hand, die sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Auf dem Tisch standen Habas (Nüsse) im Chilimantel. Die Stimmung war sehr gemütlich und entspannt und so ging ein weiterer Urlaubstag zu Ende.

Am nächsten Tag besuchten wir wiederum einen See und verbrachten die Stunden mit Wassereis im kühlen Nass, aßen Fisch und zelteten am Wasser, bevor es am folgenden Tag zurück ging in die „Monsterstadt“, wie die Einheimischen ihr Zentrum auch neckisch nennen.

Autor: Anni  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  17.01.2013
Autor: Anni
Rubrik: auszeit nach dem abi
17.01.2013