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Freiwilligendienst im Ausland

Zurück in Mexiko

Endlich bin ich wieder zurück in Mexiko. Nach fast einem Monat in den USA habe ich mich schon wieder auf das Chaos und die bunten Farben hier gefreut. Gerade bin ich sozusagen in einer Zwischenphase zwischen meiner Rückkehr und einem neuen Job auf einem Boot auf der Isla Mujeres. Ich konnte also noch ein paar Tage entspannen – und das machte ich in der Touristenstadt Cancun. Obwohl ich anfangs dachte, Cancun wäre keine besonders attraktive Stadt, habe ich eine schöne Zeit hier verbracht. Zufällig habe ich ein sehr schönes Hostel mit noch netteren Leuten gefunden. So habe ich mich nicht alleine gefühlt und immer jemanden gehabt, mit dem ich Ausflüge machen konnte.

Es ist schon interessant, was für eine bunte Mischung sich hier so befindet: arbeitssuchende Mexikaner, eine cubanische Band, eine ungarische, buddhistische Nonne, ein neuseeländischer Metzger mit Liebeskummer… Unsere Gespräche wären fast Stoff für ein Theaterstück.

In den letzten Tagen habe ich also alle touristischen Aktivitäten gemacht, die man hier so machen kann. Ich bin nach Tulum, einer Maya-Ruine am Meer, gefahren. Das war sehr schön, weil erstaunlicherweise kaum Leute dort waren. Besonders toll fand ich den Sprung ins Meer, der sich an die Besichtigung von Burg und Tempel anschloss. Ich habe am Strand von Cancun entspannt, was aber nicht so toll war. Die ganze Küste ist mit Hochhäusern überwuchert und es wehte ein extrem starker Wind, sodass mein Zeug nach einer Stunde fast unter einer Sanddüne vergraben war.

Gut ausgeruht konnte ich dann die lange Fahrt nach Chichen Itza zu einer der bekanntesten Maya-Ruinen angehen. Vier Stunden Hinfahrt und fünf Stunden Rückfaht, da ist man danach ganz schön fertig. Der Aufwand hat sich aber gelohnt! Chichen Itza ist wirklich beeindruckend! So hohe und gut erhaltene Bauten aus der prähispanischen Zeit habe ich noch nie gesehen und auch die Wandbilder waren schön anzusehen.

Tja und schon ist mein Kurzurlaub vorbei und ich muss die „Thor Heyerdahl“, das Schiff, auf dem ich bis Ende Februar arbeiten werde, finden. Das dürfte eine kleine Herausforderung werden, weil ich weder weiß, wo sie ankern wird, noch wann. Aber ich bin jetzt einfach mal guten Mutes und zuversichtlich, dass ich sie finden werde.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  19.02.2013
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
19.02.2013

Freiwilligendienst im Ausland

Meine Arbeit bei Amnesty International in Mexiko

Ich möchte euch heute von meinem Arbeitsalltag bei Amnesty berichten. Sofern sich überhaupt von einem Arbeitsalltag sprechen lässt, denn obwohl ich nun schon fünf Monate hier arbeite, haben sich bisher kaum feste Strukturen herausgebildet – abgesehen von der 35 Stunden Woche. So fange ich meistens zwischen neun und zehn Uhr an, mache nachmittags eine Stunde Mittagspause und habe zwischen 17 und 18 Uhr Feierabend.

Mit Beginn des Jahres ist mein Arbeitsbereich Cabildeo (‚politische Arbeit und Lobby‘) auf vier Freiwillige angewachsen. Wir haben die Aufgaben unter uns neu verteilt und für alle Bereiche Verantwortliche ernannt. Ich beschäftige mich mi den Themen Folter und erzwungenes Verschwindenlassen, mit Vertreibungen und dem sogenannten „Fakultativprotokoll des Internationalen Paktes für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (FP-IPWSKR)“. Dieses wurde bereits von neun unterzeichnet. Es fehlt noch ein Staat´, dann tritt es in Kraft. Da Mexiko das Protokoll bisher weder unterschrieben noch ratifiziert hat, sammeln wir Unterschriften, schreiben Briefe an die Behörden und versuchen die Öffentlichkeit für dieses Thema zu erwärmen.

Weitere Arbeitsaufgaben von mir sind die tägliche Revision einer nationalen Tageszeitung und der internationalen Webseite von Amnesty International, die Pflege des Verzeichnisses sämtlicher Aktivitäten des Cabildeo und die Aktualisierung der Tabelle, in welcher die Unterschriften gezählt werden.

Zudem bereite ich derzeit Briefe für fünf Botschaften (Kuba, Kolumbien, Guatemala, Brasilien und Honduras) vor, welche gegen Ende Februar gemeinsam mit einem Bericht zur Lage der Menschenrechtsverteidiger in Lateinamerika übergeben werden sollen. Die Aktion ging aus dem alljährlichen Briefmarathon hervor, welchen Amnesty jedes Jahr im Dezember startet.

Es gibt so viel zu tun!

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  15.02.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
15.02.2013

Freiwillligendienst im Ausland

Begleitseminar Weltwärts: Sicherheit

Vergangenen Mittwoch fuhren wir ins nahegelegene Oaxtepec im Bundesstaat Morelia. Hier fand nach rund fünf Monaten Auslandsaufenthalt unser erstes (und einziges) Zwischenseminar vom Freiwilligendienst statt. Das Seminar ist für Weltwärtsteilnehmer_innen verbindlich und soll zur Reflexion anregen. Das Arbeitspensum auf dem Zwischenseminar war recht überschaubar, sodass

uns viel Zeit blieb, die Pools des Ferienortes zu nutzen und die anderen Freiwilligen besser kennenzulernen. Abends gab es Tanz, Musik, Lagerfeuer und Filme. Zudem gesellten sich nach den ersten beiden Tagen, an denen wir unsere Projekte vorstellten, eine Schule besuchten und über die neuen Sicherheitsbestimmungen aufgeklärt wurden, weitere Freiwillige zu uns. Darunter waren Europäer, die gerade in Mexiko ankamen und Mexikaner, die kurz vor der Ausreise standen. Ein Highlight war für mich, dass ich einen Mexikaner kennenlernen durfte, der nach Magdeburg geht, um dort ein Jahr zu arbeiten. Ich konnte ihm somit Tipps zu der Stadt und zum Leben in Deutschland geben und habe einen Kontakt, der mich nach meiner Rückkehr in den Kreis der Spanisch-Sprecher einführen kann.

Eine sehr wichtige Information, die uns auf dem Seminar gegeben wurde und die ich hier mit euch teilen möchte (insbesondere mit all denjenigen, die erwägen einen Freiwilligendienst in Mexiko zu machen), ist, dass die Bundesregierung erwägt, Teile Mexikos für den Freiwilligendienst zu sperren. Die Sicherheitslage ist in vielen Staaten Mexikos bereits seit langer Zeit schlecht und die Erwägung einer Sperrung geht soweit ich weiß auf die verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und der Weltwärts-Behörde zurück. Als ich damals zum Studium in Monterrey leben wollte, habe ich mich gefragt, warum diese Stadt nicht schon längst gesperrt sei und bin nach Oaxaca umgesiedelt.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  04.02.2013
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
04.02.2013