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Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 4)

Nessa (Irland):

Auf einer der Wwoofing-Farmen trafen wir eine Irin, die uns das Motto für unsere Reise bescherte: „Why not?!“. Sag öfter „warum nicht?“ und bereichere dein Leben mit den dadurch entstehenden Erfahrungen: „Kommst du mit?“, „Warum nicht?“. „Würdest du mir helfen?“, „Warum nicht?“. „Springst du mit vom Boot?“, „Warum nicht?“ (Womit ich nicht sagen will, dass man nie „Why yes?!“ sagen sollte).

Lisandro (Argentinien):

„Ich lebe im Hier und Jetzt, was Morgen passiert weiß ich nicht. Wir wissen nur, was jetzt ist. Die Zukunft existiert nicht, also lass uns den Moment genießen.“

Konfuzius:

No matter where you go, there you are.

Lukas (Schweiz):

Lukas kommt aus einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Schweiz und ich habe noch nie so einen entspannten jungen Mann wie ihn gesehen. Wenn ich mich über etwas aufregte und er gelassen „Nicht so schlimm“ sagte, fragte ich mich immer, was ich gerade als so furchtbar empfunden hatte. Er freute sich über die kleinsten Dinge und führte mir so vor Augen, dass es immer an einem selbst liegt, wie man das Leben nimmt. Zu ihm passt auch wunderbar das Zitat aus dem Lied „Everybody’s Free (To Wear Sunscreen)“: Sich Sorgen machen ist so effektiv wie eine Matheaufgabe durch Kaugummikauen lösen zu wollen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  28.09.2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
28.09.2012

Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 3)

Mariella (Dänemark):

Ich schätze Mariella auf um die 40 und wir waren sofort Freunde. Das kenne ich aus Deutschland so nicht, weil man da eher mit Leuten aus der eigenen Altersgruppe befreundet ist. Mit ihr bringe ich den Spruch „Ein Fremder ist nur ein Freund, den du noch nicht kennst“ in Verbindung. Ich sprach mit ihr darüber, ob wir uns vorstellen könnten, jemals auszuwandern, und wir kamen zu dem Schluss, dass es besser sei, zu bereuen, nicht ausgewandert zu sein, als zu bereuen, die Familie zurückgelassen zu haben.

Buch des Mönchs Anselm Grün:

„Wir bleiben nur lebendig, wenn wir uns wandeln und das Nest verlassen.“

John (England):

„Ach, ihr sprecht alle wunderbar Englisch. Solange ich verstehe, was ihr sagen wollt, hat die Sprache doch ihren Zweck erfüllt, nämlich die Verständigung. Alles andere ist nicht wichtig.“

Busaufschrift:

„Life is an adventure.”

Sande (Neuseeland):

Sie amüsierte sich immer köstlich über die Menschen, die wie sie am Meer leben und es trotzdem schaffen schlecht drauf zu sein. Wenn man will, kann man immer etwas Schönes entdecken, über das man sich freuen kann.

Elena (Mitreisende):

“Don’t cry that it’s over. Smile that it happened.”

Mara (Mitreisende):

„Bereue deine Entscheidungen nicht. Lebe damit und mach es das nächste Mal besser.“

 

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  21.09.2012
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
21.09.2012

Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 2)

Mit ihrem Buch „Eat Pray Love“ inspirierte mich Elizabeth Gilbert. Das Buch, das auch verfilmt wurde, ist vor allem für eine Reise sehr empfehlenswert.

In Italien lernte sie, dass das Kolosseum zwar kaputt ist, aber dass man nur aus Ruinen etwas Neues bauen kann. Und sie lernte, das Leben zu genießen, das „dolce far niente“ oder „the sweetness of doing nothing“, denn die Amerikaner würden zu hart arbeiten und nur Pausen machen, wenn man ihnen sage, dass sie es verdient hätten.

In Indien besuchte sie ein Ashram, um zu meditieren. Dort traf sie Richard, der ihr sagte, dass sie das Sightseeing aufgeben solle, dafür habe sie noch viel genug Zeit. Vielmehr sei sie auf einer spirituellen Reise. Elizabeth entgegnet darauf, dass es doch schade um die vielen wunderschönen Dinge wäre, die es in Indien zu sehen gebe, nachdem sie extra um die halbe Welt gereist sei. Es sei doch Verschwendung, ihre Zeit ausschließlich an einem Ort zu verbringen. Richard entgegnete, dass sie auf ihn hören und die nächsten drei Monate jeden Tag meditieren solle. Er versprach ihr, dass sie anfangen werde Dinge zu sehen, die so wunderschön seien, dass sie Steine auf das Taj Majal werfen wollen werde.

Dieses Gespräch, das vielleicht auf den ersten Blick belanglos oder vielleicht auch unpassend wirkt, ist meiner Meinung nach äußerst hilfreich für jede Reise. Ich nenne es das „Paris-ohne-Eiffelturm-Prinzip“. Denn wenn man ein Land bereist und nur versucht, alle Sehenswürdigkeiten wie Punkte auf einer To-Do-Liste abzuarbeiten, dann läuft man Gefahr, die wirklich besonderen Dinge nicht zu sehen. Ich musste das erst lernen, da ich es gewohnt bin, die Kontrolle zu behalten und alles zu erreichen, was ich mir vorgenommen habe. Als ich aber bereit dazu war, Dinge auf mich zukommen zu lassen, begann der schönste Teil meiner Reise.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  14.09.2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
14.09.2012