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Freiwilligendienst im Ausland

Höflichkeit und das Filterprinzip

In vorherigen Blogs habe ich berichtet, was ich alles von tollen Menschen lernen durfte. Ich habe allerdings auch zwei Menschen getroffen, die mir unangenehm waren, die mich aber trotzdem etwas lehrten. Die eine Person war eine Holländerin, die wirklich nur schlechte Laune verbreitete. Ich war stark versucht ihr unfreundlich zu antworten, blieb aber höflich und siehe da, als sie abreiste, überließ sie mir ihren Essensvorrat. Ich will damit sagen, dass es immer das Ziel sein sollte, zu allen nett und höflich zu sein. Es ist eine Sache des Respekts und man weiß nie, wann man die Hilfe des anderen braucht.

Die andere Person war ein Texaner, der sich für den besten und klügsten überhaupt hielt. Bei ihm wandte ich einfach das Filterprinzip an, vergaß das Unnötige und bekam so trotzdem die Gelegenheit seine Erkenntnis zu teilen. Seiner Erfahrung zufolge ist die typisch deutsche Einstellung: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker.“ Einmal fragte er uns bei der Feldarbeit völlig unvermittelt, mit welchen drei Wörtern wir alles, was wir über das Leben wüssten, ausdrücken würden. Ich erfuhr, dass er diese Frage allen Menschen, denen er auf der Reise begegnet war, gestellt hatte. Nach Nennung meiner Wörter, durfte ich die Liste dann sehen. Ich mache den Anfang:

1. Glaube, Liebe, Hoffnung

2. Lächle, Geduld, Menschen

3. Liebe, Vertrauen, Inspiration

4. unergründlich, geben, nehmen

5. Geburt, Leben, Tod

6. Always question everything

7. Frieden, Liebe, Reise

8. Pizza, Bier, Teilen

9. Nichts ist wirklich

10. Glaube, Freiheit, Erfahrungen

11. Folge deinem Weg

12. Just do it!

13. La belle vie

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  02.10.2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
02.10.2012

Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 4)

Nessa (Irland):

Auf einer der Wwoofing-Farmen trafen wir eine Irin, die uns das Motto für unsere Reise bescherte: „Why not?!“. Sag öfter „warum nicht?“ und bereichere dein Leben mit den dadurch entstehenden Erfahrungen: „Kommst du mit?“, „Warum nicht?“. „Würdest du mir helfen?“, „Warum nicht?“. „Springst du mit vom Boot?“, „Warum nicht?“ (Womit ich nicht sagen will, dass man nie „Why yes?!“ sagen sollte).

Lisandro (Argentinien):

„Ich lebe im Hier und Jetzt, was Morgen passiert weiß ich nicht. Wir wissen nur, was jetzt ist. Die Zukunft existiert nicht, also lass uns den Moment genießen.“

Konfuzius:

No matter where you go, there you are.

Lukas (Schweiz):

Lukas kommt aus einem kleinen, abgelegenen Dorf in der Schweiz und ich habe noch nie so einen entspannten jungen Mann wie ihn gesehen. Wenn ich mich über etwas aufregte und er gelassen „Nicht so schlimm“ sagte, fragte ich mich immer, was ich gerade als so furchtbar empfunden hatte. Er freute sich über die kleinsten Dinge und führte mir so vor Augen, dass es immer an einem selbst liegt, wie man das Leben nimmt. Zu ihm passt auch wunderbar das Zitat aus dem Lied „Everybody’s Free (To Wear Sunscreen)“: Sich Sorgen machen ist so effektiv wie eine Matheaufgabe durch Kaugummikauen lösen zu wollen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  28.09.2012
Autor: Miriam
Rubrik: auszeit nach dem abi
28.09.2012

Freiwilligendienst im Ausland

Was ich lernte, bewundere und was mich inspirierte (Teil 3)

Mariella (Dänemark):

Ich schätze Mariella auf um die 40 und wir waren sofort Freunde. Das kenne ich aus Deutschland so nicht, weil man da eher mit Leuten aus der eigenen Altersgruppe befreundet ist. Mit ihr bringe ich den Spruch „Ein Fremder ist nur ein Freund, den du noch nicht kennst“ in Verbindung. Ich sprach mit ihr darüber, ob wir uns vorstellen könnten, jemals auszuwandern, und wir kamen zu dem Schluss, dass es besser sei, zu bereuen, nicht ausgewandert zu sein, als zu bereuen, die Familie zurückgelassen zu haben.

Buch des Mönchs Anselm Grün:

„Wir bleiben nur lebendig, wenn wir uns wandeln und das Nest verlassen.“

John (England):

„Ach, ihr sprecht alle wunderbar Englisch. Solange ich verstehe, was ihr sagen wollt, hat die Sprache doch ihren Zweck erfüllt, nämlich die Verständigung. Alles andere ist nicht wichtig.“

Busaufschrift:

„Life is an adventure.”

Sande (Neuseeland):

Sie amüsierte sich immer köstlich über die Menschen, die wie sie am Meer leben und es trotzdem schaffen schlecht drauf zu sein. Wenn man will, kann man immer etwas Schönes entdecken, über das man sich freuen kann.

Elena (Mitreisende):

“Don’t cry that it’s over. Smile that it happened.”

Mara (Mitreisende):

„Bereue deine Entscheidungen nicht. Lebe damit und mach es das nächste Mal besser.“

 

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  21.09.2012
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
21.09.2012