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Freiwilligendienst im Ausland

Zum Geburtstag viel Glück

„Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück! Zum Geburtstag, liebe Inga…!“

Es hätte nicht viel gefehlt und mein rotes Tablett voll Suppe und Knödel wäre mit einem lauten Knall auf dem Fußboden gelandet. Die fünfte Stunde war gerade vorbei, ich befand mich in der Schulmensa, um arglos meine Mahlzeit zu mir zu nehmen, da meine tschechischen Lehrerkolleginnen lauthals dieses Lied an. Ich war gerührt. Mund und beide Backen standen mir offen, sie mussten das geübt haben, es war fast akzentfrei. Nach zwei Schocksekunden bedankte ich mich überschwänglich, ich muss gestrahlt haben wie ein Honigkuchenpferd.

Zwei Stunden zuvor war ich nicht weniger freudig überrascht gewesen, als mich Elli, Katja, Nicki und Claudia aus der dritten Klasse abfingen: Strahlend hielten sie mir eine Winnih-Pooh Geschenktüte hin, der ich eine wunderhübsche Kette und eine gelbe Kaffeetasse entnahm.

Nachmittags fabrizierte ich mit meinem Mitfreiwilligen hier einen wundervollen Geburtstagskuchen mit viel Schokolade und Rum, abends ging es in die Cocktailbar mit ein paar Tschechen. Es war ein richtig schöner Geburtstag, der zu Hause nicht besser hätte sein können!

Autor: Inga  |  Rubrik: orientieren  |  13.06.2011
Autor: Inga
Rubrik: orientieren
13.06.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Immer auf Trab

Aber nicht nur die Vorbereitungen für meine große Reise hielten mich auf Trab. Ich musste mich ja auch immer noch um meine nicaraguanische Freundin Ruth kümmern und gleichzeitig lief mein Praktikum im Büro für Internationale Beziehungen weiter.

Ruth hatte sich mittlerweile schon etwas besser in Deutschland eingelebt und begann auch langsam ein bisschen Deutsch zu sprechen. Doch war es schwierig für sie, sich einen eigenen Freundeskreis aufzubauen, da sie in ihren FSJ-Einsatzstellen hauptsächlich mit älteren Leuten zu tun hatte. Es arbeiteten zum Beispiel kaum Jugendliche im Weltladen (ihrer Haupteinsatzstelle). Zum Glück hatte sie aber in ihrer gleichaltrigen Gastschwester eine gute Freundin gefunden. So fühlte sie sich schon etwas wohler, aber trotzdem überkam sie auch immer wieder das Heimweh und sie brauchte meine Unterstützung.

Mein Praktikum machte mir wirklich viel Spaß, auch wenn es teilweise sehr anstrengend war. Das Arbeitsklima war eigentlich immer gut und alle waren sowohl freundlich als auch hilfsbereit. Seitdem die Vorbereitungen für die „Fiesta“ vorbei waren, hatte ich viel von der E-Mail-Korrespondenz zwischen San Carlos und Erlangen übernommen, musste aber auch einige Texte vom Spanischen oder Englischen ins Deutsche übersetzen und seit einigen Tagen war ich dabei, einen Vortrag über das Leben der nicaraguanischen Jugendlichen vorzubereiten.

 

Autor: Esther  |  Rubrik: arbeitsmarkt  |  08.06.2011
Autor: Esther
Rubrik: arbeitsmarkt
08.06.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Reisevorbereitungen

Der Tag meiner Reise nach Nicaragua rückte immer näher. Ich konnte gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen war, seitdem ich mich von all meinen Freunden in San Carlos verabschiedet hatte. Seit meiner Ankunft in Deutschland war ich nonstop beschäftigt gewesen, sodass die drei Monate wie im Flug vergangen waren. In zwei Wochen würde ich schon wieder in den Flieger steigen. Doch bis dahin gab es noch eine Menge vorzubereiten.

Vor Wochen hatte meine Mutter bereits angefangen, die ersten Häufchen mit Geschenken für meine beiden Gastfamilien zu machen. Lebkuchen hatte sich meine Gastschwester gewünscht und sowohl mein Betreuer als auch mein Freund Peluti hatten um Nürnberger Bratwürste gebeten. Da sie eingeschweißt waren, würden die Zollbeamten schon nichts sagen, meinte mein Vater. Aber auch ein „Bayern“-Kalender, Adidas-Parfums und ein winziges Deutschlandtrikot für das zukünftige Kind meiner kleinen Gastschwester hatten wir bereits gekauft. Vor ein paar Tagen hatte ich mit meiner Gastmutter telefoniert und sie hatte mir erzählt, dass sie glaubten, es würde ein Junge werden. Irgendwo hatte ich das Gefühl, dass sie sich mittlerweile auch ein bisschen auf ihr Enkelkind freute, doch hörte ich auch noch ganz deutlich den tiefen Schmerz aus ihrer Stimme heraus, wenn wir über die Schwangerschaft ihrer 14-jährigen Tochter sprachen.

Autor: Esther  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  31.05.2011
Autor: Esther
Rubrik: auszeit nach dem abi
31.05.2011