Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Freiwilligendienst im Ausland

Projekte in der Partnerstadt

Als ich Conni, der Städtepartnerschaftsbeauftragten, erzählte, dass ich wieder für zwei Monate nach San Carlos fliegen würde, war sie begeistert. Wir beschlossen, dass ich mein Praktikum auch während der Zeit in Nicaragua weitermachen würde. So könnte ich direkt vor Ort einige Dinge für die Städtepartnerschaft erledigen. Eine Schulklasse hatte einen Fragebogen für Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren erstellt, um mehr über das Leben der Sancarleños zu erfahren. Doch brauchten sie jemanden, der die Befragung dort durchführte. So würde dies eine meiner Aufgaben sein. Außerdem hatte man in Erlangen ein Projekt ins Leben gerufen, das zum Austausch zwischen nicaraguanischen und deutschen Schulen/Universitäten beitragen sollte. Dafür sollte ich in Schulen und in die kleine Universität in San Carlos gehen und über das Leben und das Schulsystem in Deutschland sprechen. Doch auch ich hatte eine Idee für ein kleines Projekt, das ich gerne während meines nächsten Nicaragua-Aufenthaltes realisieren wollte: In San Carlos gibt es wirklich viele kleine Hotels, doch die meisten Leute, die in Erlangens Partnerstadt reisen, kennen nur ein oder zwei Unterkünfte, da nur diese in den Reiseführern erwähnt wurden. Auch die Delegation, die einmal im Jahr nach San Carlos fährt, bleibt immer im selben Hotel. Deshalb wollte ich einen kleinen Hotelführer erstellen, in dem ich all die Unterkünfte mit Fotos, Preisen, Anzahl der Zimmer etc. vorstellen würde. Mal sehen, was ich alles schaffen werde!

 

Autor: Esther  |  Rubrik: orientieren  |  05.05.2011
Autor: Esther
Rubrik: orientieren
05.05.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Die Stecknadel im Heuhaufen oder allein in Prag

Es war direkt zu Beginn meines Freiwilligendienstes, als wir Tschechien-Freiwillige uns zusammenrauften, um unserer Botschaft fernab der Heimat mal einen solidarischen Besuch abzustatten. Dass dabei der Weg nach Prag viel weiter war als kurz über die Grenze in das Land selbst, störte mich wenig und auch der winterbedingte Stau auf der Autobahn ließ meine Euphorie nur bedingt sinken.
Als wir schließlich leicht verspätet in der Botschaft ankamen, war ich recht enttäuscht: Nicht mal ein Glas Wasser, geschweige denn Häppchen warteten auf uns und so straften wir unseren Botschaftsansprechpartner ohne Rang und Namen, indem wir drei Stunden lang pausenlos mehr oder weniger qualifizierte Fragen auf ihn abschossen.
Ich war froh noch am selben Abend von Prag nach Berlin zu fahren, ansonsten wäre der Aufenthalt völlig umsonst gewesen. So hatte ich es dann auch recht eilig, als wir uns von der Botschaft loseisten. In meiner Hektik verlief ich mich kurz auf dem Weg zur Metro-Station. Ich sprach noch kein Wort Tschechisch, hatte keinen U-Bahn-Plan, kam aus einer Kleinstadt und gewöhnte mich nur schwer an alles, was nicht Fahrrad oder Auto hieß und in einer Stadt unterwegs war.
Ich musste zum Busbahnhof „Florenc“. Dass dieser an selbiger Metro-Station zu finden war, kombinierte ich messerscharf, doch dort angekommen, verstand ich keine einzige Anschrift, fand ich keinen Wegweiser und stellte fest, dass mein Bus in vier Minuten abgefahren sein würde. Ich fragte nach dem Weg und geriet ausgerechnet – an zwei Taubstumme. Ich verstand das Problem erst gar nicht, dachte, es müsse an meiner sprachlichen Inkompetenz liegen, als aber die eine ihr Handy herausholte, „autobusové nádra?í“ (= Busbahnhof) eintippte und mich fragend anschaute, war mir klar, dass ich wieder mal die Stecknadel im Heuhaufen gefunden hatte. Ich nickte lebhaft, die beiden führten mich bis direkt vor den Busbahnhof und ich wusste wirklich nicht, wie ich ihnen danken sollte. Daumen hoch und weg war ich. Den Bus erwischte ich gerade noch.

Autor: Inga  |  Rubrik: orientieren  |  03.05.2011
Autor: Inga
Rubrik: orientieren
03.05.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Czech for foreigners

Es ist eine kunterbunte Gruppe, die sich da jeden Mittwoch um sechs unter der großen Uhr am Verkehrsknotenpunkt von Liberec trifft. Ein Amerikaner aus New Mexico, eine Kanadierin, ein Franzose, der in Kalifornien gelebt hatte und eine Deutsche. Alle einte ein Wunsch: Tschechisch mehr zu können, denn zu lernen. Folglich war auch eine Tschechin dabei, die großherzig (als sie noch nicht wusste, was auf sie zukam) versprochen hatte, uns ihre Sprache näher zu bringen.
Die Deutsche musste als einzige ständig in zwei Sprachen denken und reden, war dadurch permanent verwirrt und eigentlich nie ansprechbar. Der Franzose aus Kalifornien zog ganz offensichtlich das „Pivo“ (Bier) dem Sprache lernen vor, sodass er nach relativ kurzer Zeit auf wundersame Weise dazu in der Lage war, alle Sprachen ein bisschen und keine verständlich zu sprechen. Die Kanadierin hatte in ihrem ganzen Leben nie irgendeine Fremdsprache gelernt und war dementsprechend hoffnungslos überfordert. Der Amerikaner verstand Tschechisch perfekt, seine Aussprache war jedoch so dermaßen amerikanisch, dass wir es einstimmig vorzogen, ihm das Englische weiterhin zu erlauben.
Und die Tschechin? Sie wurde jede Stunde stolzer auf ihre Sprache, die offenbar keiner erlernen kann!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  26.04.2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
26.04.2011