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Freiwilligendienst im Ausland

Czech for foreigners

Es ist eine kunterbunte Gruppe, die sich da jeden Mittwoch um sechs unter der großen Uhr am Verkehrsknotenpunkt von Liberec trifft. Ein Amerikaner aus New Mexico, eine Kanadierin, ein Franzose, der in Kalifornien gelebt hatte und eine Deutsche. Alle einte ein Wunsch: Tschechisch mehr zu können, denn zu lernen. Folglich war auch eine Tschechin dabei, die großherzig (als sie noch nicht wusste, was auf sie zukam) versprochen hatte, uns ihre Sprache näher zu bringen.
Die Deutsche musste als einzige ständig in zwei Sprachen denken und reden, war dadurch permanent verwirrt und eigentlich nie ansprechbar. Der Franzose aus Kalifornien zog ganz offensichtlich das „Pivo“ (Bier) dem Sprache lernen vor, sodass er nach relativ kurzer Zeit auf wundersame Weise dazu in der Lage war, alle Sprachen ein bisschen und keine verständlich zu sprechen. Die Kanadierin hatte in ihrem ganzen Leben nie irgendeine Fremdsprache gelernt und war dementsprechend hoffnungslos überfordert. Der Amerikaner verstand Tschechisch perfekt, seine Aussprache war jedoch so dermaßen amerikanisch, dass wir es einstimmig vorzogen, ihm das Englische weiterhin zu erlauben.
Und die Tschechin? Sie wurde jede Stunde stolzer auf ihre Sprache, die offenbar keiner erlernen kann!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  26.04.2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
26.04.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Wieder zurück nach Nicaragua?!

 

Einige Freunde rieten mir, nicht so bald wieder nach San Carlos zu gehen. „So wirst du dich hier nie richtig einleben. Kaum bist du angekommen, planst du auch schon wieder wegzufliegen. Dein Leben ist nunmal hier in Deutschland. Das musst du einfach akzeptieren und versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Vielleicht hatten sie mit dem ersten Teil Recht. Vielleicht würde ich auf diese Art und Weise nie ganz in Deutschland „ankommen“. Aber es stimmte nicht, dass mein Leben hier in Deutschland war. Mittlerweile war auch ein Teil meines Lebens in Texas und in Nicaragua. Und daran würde sich auch nichts ändern.

Die Erlebnisse und die Menschen, die ich dort getroffen hatte, ließen mich einfach nicht mehr los. Es hatte keinen Sinn zu versuchen, dagegen anzukämpfen. Ich musste einfach zurück nach San Carlos. Es kam mir zwar selber etwas komisch vor, schon in zwei Monaten wieder ins Flugzeug zu steigen, doch meine Mutter sagte immer: „Was muss, das muss.“ Ich war froh, dass sie und mein Vater mich verstanden und auch immer unterstützt hatten. So half sie mir auch dieses Mal, einen günstigen Flug zu finden. Am 7. Dezember sollte es losgehen. Zwei Monate wollte ich bleiben.

Autor: Esther  |  Rubrik: orientieren  |  20.04.2011
Autor: Esther
Rubrik: orientieren
20.04.2011

Freiwilligendienst im Ausland

Mission impossible done!

„Ingaaa, wann sind wir da? Ingaaa, wie lange noch? Ingaaa, ich muss mal! Ingaaa, wie sagt man auf Deutsch ‚Zebra‘?“ „Wir sind gleich da, Eli, da gibt’s auch ne Toilette. Zebra heißt Zebra. Weitergehen! Eva, los, weiter geht’s!“ Es schien mir unmöglich 28 Erstklässler unfallfrei von der Schule in den Zoo zu befördern. Von meinem Ziel trennten mich lediglich zehn Minuten Fußweg, die Kinder machten daraus 25 und eine einzige nervliche Tortur für mich.
Die einzige offensichtliche Hürde, die zu nehmen war, bestand in der Querstraße direkt vor der Schule, jene mit der geschätzt höchsten Unfallquote in der ganzen Stadt. Auf den Zebrastreifen konnte ich mich überhaupt nicht verlassen, sechs Monate in diesem Land haben mir gezeigt, dass man mit Fußgängern nicht überall so liebevoll umzugehen pflegt wie in Deutschland.  Das bewies auch heute wieder ein besonders rücksichtsvolles Polizeiauto, das zwar mit Blaulicht, aber dennoch mit 80 Sachen mitten in der Innenstadt durch den Gegenverkehr sauste, während ich mit meinen Erstklässlern auf der Verkehrsinsel stand und nur noch hoffen konnte.
Der erste Schock war überstanden, der zweite folgte sogleich, nämlich als ich im Zoo gefühlte zehn erste Klassen sah, die sich sofort miteinander vermischten und ich die zu mir gehörenden Kinder einfach nicht mehr erkannte! Ich zog an jedem einzelnen Kinderrucksack, um den Menschen dazu zu identifizieren, eine Ewigkeit dauerte das, schließlich konnte es aber doch weitergehen und auch die Klassenlehrerin tauchte auf. Welch Erleichterung! Aber Pause bedeutete das auf keinen Fall. Ob da nun ein oder zwei Lehrer waren, das war den Kleinen schnurz, sie tollten nur umso mehr herum. Trotzdem: Es war ein herrlicher Tag!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  15.04.2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
15.04.2011