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Bachelor live

Nur noch zwei Monate in Deutschland

Spätestens nach dem Fußballspiel zwischen Südkorea und Deutschland ist das kleine Südkorea in aller Munde. Wer hätte gedacht, dass der Fußballgigant Deutschland von dem unbekannten koreanischen Fußballteam besiegt werden würde? Nur noch zwei Monate, dann bin ich endlich dort! Nach fünf Jahren der Abwesenheit bin ich bereit und erfreut, wieder in dieses Land voller fremder Düfte und Geräusche einzutauchen. Die Bewerbung für ein Zimmer im Wohnheim ist verschickt. Es fehlt nur noch der obligatorische Tuberkolosetest, bevor ich ins Flugzeug steigen und losfliegen kann. Ich erwarte so vieles von meinem Auslandssemester: Antworten auf tiefgehende persönliche Fragen, Spaß, Aufregung und vor allen Dingen neue Perspektiven. Laut einem koreanischen Sprichwort wird die eigene Schüssel Reis größer, je mehr man von der Welt gesehen hat, und nebenbei lernt man neue Leute kennen, mit denen man sich diese Schüssel Reis teilen kann – ein schöner Gedanke, oder?
Die meisten organisatorischen Fragen sind nun geklärt – mein Visum etwa ist beantragt – und langsam nimmt mein Auslandsaufenthalt Formen an. Klassischerweise habe ich den Fettnäpfchenführer Korea durchgelesen und eine lange Liste mit Dingen geschrieben, die ich alle erleben will.
Neben dem großen Thema Auslandssemester stehen für mich derzeit auch Klausuren an. Dieses Semester schreibe ich meine allerallerallerletze Klausur überhaupt, dann bin ich offiziell prüfungsfrei. Für die Klausur in Arbeits- und Organisationspsychologie werde ich sehr viel Stoff auswendig lernen müssen, doch nach der letzten Prüfungsphase mit vier Klausuren kann mich nur noch wenig schocken. Momentan genieße ich daher erst mal das sonnige Wetter in Frankfurt und lasse es mir gut gehen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  20.07.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
20.07.2018

Bachelor live

Rasende Reporter aus aller Welt

Vor einigen Monaten bin ich zufällig auf eine Ausschreibung des British Council gestoßen, das jedes Jahr rund 100 Nachwuchsjournalisten aus der ganzen Welt für eine zweitägige Konferenz auswählt. Mir blieb nicht viel Zeit bis zum Bewerbungsschluss, deshalb habe ich einfach eine Reportage, die ich zuvor bereits veröffentlicht hatte, ins Englische übersetzt und eingesandt. Als ich die Zusage bekommen habe, konnte ich mein Glück kaum fassen!
Die Konferenz „Future News Worldwide“ findet jedes Jahr in Edinburgh statt – diesmal im schottischen Parlament. 100 Nachwuchsjournalisten aus mehr als 50 Ländern trafen sich dort. Wir alle haben in unseren Ländern so verschiedene Erfahrungen mit Medien gemacht und haben es mit völlig unterschiedlichen Medienlandschaften zu tun.
Auch ging es für jeden um andere Herausforderungen: Für mich stellt sich zum Beispiel die Frage, wie Onlinejournalismus rentabel gemacht werden kann und welche Risiken und Chancen soziale Netzwerke im Journalismus bieten. Andere, in deren Heimatländern Facebook eine noch größere Rolle spielt als bei uns, wollten eher lernen, wie sie die Plattform zur Verbreitung ihrer Texte nutzen können. Und wieder andere löcherten die Leiterin einer Organisation, die Journalisten juristische Unterstützung in Ländern bietet, in denen die Pressefreiheit nicht gewährleistet ist.
Dadurch, dass wir alle bei denselben Vorträgen und Workshops waren, konnte sich jeder mit Fragen beschäftigen, die man sich vielleicht noch nicht selbst gestellt hatte, die jedoch global eine Rolle spielen. Mich hat zum Beispiel sehr beschäftigt, dass die gelebte Pressefreiheit der deutschen Medienlandschaft für viele Menschen auf der Welt ein unerreichbarer Luxus ist.

Doch trotz aller Unterschiede hatte ich gleich am ersten Abend das Gefühl, dass uns Nachwuchsjournalisten aus aller Welt etwas verbindet: Wir interessieren uns alle für Geschichten und vor allem für jene, die noch nicht erzählt wurden

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  18.07.2018

Bachelor live

Wer wird unsere "Sophie"?

Im ersten Semester fand ich Medienwissenschaft ganz schön staubig, schließlich hatten wir zunächst eine Menge Grundlagenmodule: Wie wurde der erste Film aufgenommen? Welche Rolle spielte das Radio im Ersten Weltkrieg? Oder warum verglichen manche Wissenschaftler Medien zuerst mit Prothesen? Mäßig spannend. Wer aber die Grundlagenmodule einmal hinter sich gelassen hat, wird bald merken, dass sich gerade in der Medienwissenschaft viele Seminare auf hochaktuelle Themen beziehen.
Noch einmal ganz anders fühlt sich das Studium an, wenn Praxiskurse integriert sind. Das ist nicht immer der Fall, war für mich aber einer der Gründe, warum ich mich für ein Studium in Bonn entschieden habe: Hier werden Kurse zu den Themen Videodreh, Radioproduktion, Fotografie und Onlinemedien angeboten. Wir suchten uns jeweils zwei Kurse aus, wobei ich mich für Onlinemedien und Videodreh entschieden habe.
In meinem Videodreh-Kurs steht nun ein fiktionales Projekt an. Das Thema: die Bücherei. Weil die größte Bibliothek unserer Uni ein Jubiläum feiert, ist es unsere Aufgabe, ein thematisch passendes Videoprojekt umzusetzen. Unsere Idee steht schon, aber verraten möchten wir sie bislang noch nicht. Nur so viel: Wir haben versucht, ein Klischee zu finden und dieses zu brechen, und sind schon ganz gespannt, wie der Film ankommen wird.
Für einen Videodreh muss man jede Menge organisieren. Die Location war mit der Bibliothek recht schnell gefunden, die Ausrüstung leihen wir uns vom Uniinstitut aus. Aber mindestens genauso wichtig sind Schauspieler, in unserem Fall eine Schauspielerin. Denn abgesehen von einem Jungen, der nur kurz auftaucht, ist „Sophie“ die einzige Figur in unserem Drehbuch.
Wer sollte nun „Sophie“ spielen? Von unserem Dozenten bekamen wir den Ratschlag, im Internet ein Gesuch einzustellen. Da wir keine Gage zahlen können, hatte ich nicht damit gerechnet, dass sich viele Bewerberinnen melden würden. Umso mehr habe ich mich über die drei Bewerbungen gefreut, die uns erreichten. Wir wussten recht schnell, wer die richtige sein würde, als die Fotos vor uns lagen – unsere Schauspielerin passt perfekt! In den nächsten Wochen wird noch am Drehbuch gefeilt, bevor dann der Dreh losgeht – jetzt wird’s spannend.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  13.07.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
13.07.2018