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Bachelor live

New Year

Nach einem sehr schönen Start ins neue Jahr in Berlin bin ich nun wieder in Heidelberg und habe noch die letzten Wochen des Semesters vor mir. Eine sehr schöne Nachricht versüßt mir momentan den Alltag: Ich habe die Zusage für das Auslandssemester in Seoul an der Sungkyunkwan Universität erhalten! Nach dem Bewerbungsverfahren hatte ich keine allzu hohen Erwartungen. Einen Tag nach dem Vorstellungsgespräch bekam ich aber die Zusage und konnte mein Glück kaum fassen. Ab September darf ich ein Semester an einer renommierten Universität in der Metropole Seoul verbringen. Meine Aufregung und Begeisterung ist riesig und schon jetzt ist die To-do-Liste ziemlich lang. Ich werde mein fünftes Semester im Ausland absolvieren und dann im sechsten Semester planmäßig meine Bachelorarbeit schreiben und mein Studium abschließen. Das Semester in Südkorea endet schon vor Weihnachten 2018, ich hätte danach also sogar noch Zeit, um zu reisen. Da ich über eine Universitätspartnerschaft ins Ausland entsendet werde, entfallen die Studiengebühren. Weitere Informationen werde ich im Laufe der nächsten Wochen erhalten und mich dann Stück für Stück vorarbeiten. Dank dieser guten Nachricht lässt sich auch die nahende Klausurphase etwas besser aushalten. Dieses Semester stehen vier Klausuren an, für die ich bisher kaum gelernt habe. Mir stehen daher schlaflose Nächte und viele Verzweiflungsmomente bevor. Alles, was ich möchte ist, diese Wochen hinter mich zu bringen und mit positiven Ergebnissen in die Semesterferien zu starten. Wenn es die Möglichkeit gäbe, manche Episoden des Lebens vorzuspulen, würde ich das sofort in Anspruch nehmen. Doch leider gibt es kein Entrinnen und ich muss mich wohl oder übel an den Gedanken an leidvolle Wochen gewöhnen.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  19.01.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
19.01.2018

Bachelor live

Im Rollstuhl durch Berlin

Im März darf ich mit dem Tagesspiegel im Rahmen des Projekts „Paralympics Zeitung“ zu den Paralympischen Spiele nach Pyeongchang in Südkorea fliegen, um von dort aus zu berichten. Damit wir als Redaktionsteam zusammenwachsen und das Projekt kennenlernen, durften wir bereits eine Woche in der Berliner Redaktion des Tagesspiegels verbringen: Workshops zu Inklusion, ein Ausflug ins Druckhaus und Abende mit Pizza und Recherche standen auf dem Programm.
Außerdem nicht zu vergessen: eine Tour im Rollstuhl durch Berlin. Ein dort ansässiger Hersteller von Prothesen und Rollstühlen bietet diese Touren in Kooperation mit einem gemeinnützigen Verein an. Menschen, die sich in die Lage von Menschen mit Behinderungen versetzen möchten, können neben dem Rollstuhl auch einen Blindenstock samt Augenbinde ausprobieren.
Als ich versuchte, im Rollstuhl über einen Berliner Platz zu fahren, merkte ich, wie schwierig das ist: Das Lenken selbst wirkte zuerst recht intuitiv, aber Unebenheiten waren schwer zu bewältigen. Die erfahrenen Rollstuhlfahrer, die uns dabei begleiteten, meisterten all diese Hürden ohne Anstrengung und sagten, dass dieser Platz noch zu den Gegenden in Berlin gehör, in denen es vergleichsweise einfach sei, sich mit dem Rollstuhl fortzubewegen. Für uns Anfänger war es trotzdem schwer.
Auch spürt man, dass Cafés, Restaurants und Imbissbuden häufig nicht darauf ausgelegt sind: Im Rollstuhl konnte ich kaum über den Tisch eines Getränkestandes blicken, im Café waren die Gänge zu eng, um zu einen Tisch zu gelangen, und am Imbissstand hing die Speisekarte so hoch, dass mir der Tresen den Blick darauf versperrte.
Herausgefunden habe ich dabei vor allem, dass Inklusion nicht nur für Menschen mit Behinderungen wichtig ist: Die Tür des Einkaufszentrums, die sich auf Knopfdruck öffnen lässt, wurde immer wieder auch von Müttern mit Kinderwagen genutzt. Auch sie brauchen beispielsweise breitere Wege in Cafés. Mir ist dabei gewusst geworden: Inklusion ist für alle da.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  16.01.2018

Bachelor live

Das alte und das neue Jahr

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich Listen mit guten Neujahrsvorsätzen schreiben. Wenn ich wirklich etwas ändern möchte, brauche ich keinen Jahreswechsel, um damit anzufangen. Stattdessen möchte ich lieber einen Rückblick auf das vergangene Jahr werfen und einen kleinen Ausblick auf das neue Jahr geben.
2017 habe ich meine allerersten Klausuren an der Uni geschrieben, weswegen ich vor genau einem Jahr ziemlich aufgeregt war. Obwohl ich erst im dritten Semester bin, fühle ich mich mittlerweile routiniert darin, da ich schnell gemerkt habe, dass die organisatorischen Abläufe an der Uni immer gleich verlaufen. Außerdem habe ich mich für BWL als Profilfach entschieden, was ich bislang nicht bereue und oft sogar spannender als meine sozialwissenschaftlichen Seminare finde. In den Semesterferien habe ich wieder meinen Nebenjob aufgenommen und so ganz unverhofft einige neue Freunde dazugewonnen. Zeitgleich ist im Laufe des Jahres der Kontakt zu einigen alten Freunden leider eingeschlafen, da die größere Entfernung dann doch schwieriger zu überwinden war, als gedacht. Ich bin im vergangenen Jahr sowohl ans Meer gereist, als auch in verschiedene europäische Großstädte, habe wieder mehr Bücher gelesen, angefangen Gitarre zu spielen und unzählige Poetry-Slams und andere Kulturveranstaltungen besucht. Insgesamt war 2017 also kein außergewöhnliches Jahr, aber ich denke trotzdem ein wichtiges für mich.
Und was kommt 2018 auf mich zu? Ehrlich gesagt würde ich das auch gerne wissen. Ich werde im Laufe des Jahres zwei Praktika absolvieren, an einem Lehrforschungsprojekt arbeiten und mich für ein zweites Profilfach entscheiden. In unserer WG wird eine meiner Mitbewohnerinnen aus- und jemand Neues einziehen. Und ich bekomme endlich meine Weisheitszähne gezogen, obwohl ich mich seit Jahren davor gedrückt habe. Vielleicht werde ich langsam eine Idee davon bekommen, wie es nach dem Bachelorstudium für mich weiter gehen soll, denn nächstes Jahr schreibe ich tatsächlich schon meine Bachelorarbeit. Bei allem anderen muss ich mich einfach überraschen lassen. Fest steht für mich jedenfalls, dass ich keine guten Vorsätze brauche, um zu versuchen, das Beste aus dem neuen Jahr zu machen!