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Bachelor live

Hallo Sommersemester!

Das Sommersemester hat begonnen. Ich hätte zwar nichts dagegen gehabt, wenn die vorlesungsfreie Zeit auch noch ein, zwei Wochen länger gedauert hätte, aber irgendwie freue ich mich auch darauf, wieder in die Uni zu gehen. Ich mag das Sommersemester viel lieber, als das Wintersemester. Zum einen aus dem praktischen Grund, dass Winterjacke, Schal und Co. zu Hause bleiben können und im Vorlesungssaal nicht unter den Stuhl gequetscht werden müssen. Zum anderen – und das ist der viel wichtigere Grund –, weil die Stadt bei Sonnenschein einfach wesentlich belebter ist. Viele wichtige Universitätsgebäude, etwa das Hörsaalgebäude, die philosophische Fakultät und die Mensa, befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Lahnwiesen – perfekt, um dort die Unitage nach den Vorlesungen ausklingen zu lassen. Viele grillen, spielen Gitarre oder Fußball oder sitzen einfach gemütlich zusammen.
In den Wintermonaten dagegen deprimiert es mich, morgens bei Dunkelheit in die Uni zu gehen und erst abends, wenn es wieder dunkel ist, nach Hause zu kommen. Wenn es im Sommer abends länger hell ist, kann ich den Tag viel besser nutzen und bin wesentlich aktiver.
Nicht zu vergessen ist auch unser schöner WG-Balkon, der endlich wieder richtig genutzt werden kann. Meine Mitbewohner und ich haben bereits die Grillsaison eröffnet, sodass zukünftige WG-Abende wieder auf dem Balkon stattfinden können.
Im Sommersemester macht einfach alles viel mehr Spaß!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  17.04.2018

Bachelor live

Die Entscheidung ist gefallen

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich nach meinem Abitur einen Freiwilligendienst für eine Stiftung in Spanien machte und dort einen Vortrag an einer Privatschule hielt. Ich stellte dort unsere Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung vor. Als die Lehrerin erklären wollte, was genau ich in Spanien machte, dachten schon die Dritt- und Viertklässler als Erstes an Erasmus, also daran, dass man dank des Programms ein Auslandssemester absolvieren kann.
Ich dagegen kam damals zum ersten Mal auf den Gedanken an ein Auslandssemester. Ein Großteil der anderen, die wie ich einen Europäischen Freiwilligendienst machten, war bereits älter und hatten den Bachelor oder sogar schon den Master hinter sich. Für viele war es nicht ihr erster Auslandsaufenthalt, einige hatten etwa vor ihrem Freiwilligendienst bereits ein Auslandssemester in Spanien gemacht. Als ich dann selbst ins Studium startete, machte ich mir Gedanken, wohin ich für ein Auslandssemester gehen wollte. Zuerst dachte ich an Irland, dann an Rumänien, zwischenzeitlich an die USA, dann wiederum an Asien und zuletzt an Frankreich.
Deshalb habe ich schon einmal einen Französischkurs an meiner Uni belegt. Der hat mich zwar weitergebracht, aber ich merkte, dass mich die Sprache einfach nicht begeistert. Parallel zu Frankreich habe ich mich daher auch über Studierendenaustausche mit asiatischen Unis informiert und je länger ich mich mit diesen auseinandergesetzt habe, desto mehr faszinierten mich die Studienmöglichkeiten dort. Nach dem Einsenden meiner Bewerbung und dem Auswahlgespräch aktualisierte ich einige Tage lang im Minutentakt meine E-Mails, bis endlich eine Antwort eintrudelte. Und siehe da: Ich erhielt die Zusage für ein Auslandssemester an einer Universität in Taipeh, Taiwan!
Heute freue ich mich unglaublich auf das Semester dort: Ich hoffe auf einen Chinesischsprachkurs, Austauschstudierende aus der ganzen Welt, warmes Klima und Wochenendausflüge. Und ich freue mich schon darauf, hier über Taiwan zu schreiben!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  11.04.2018

Bachelor live

Grüße aus Lissabon

Das Leben unter der prallen Sonne ist fantastisch! Seit Montag haben wir hier in Lissabon schönstes Wetter mit einem kühlenden Wind. Seit Anfang der Woche mache ich mit meiner Familie in der Hauptstadt Portugals Urlaub. Nach den tristen, grauen Frühlingswochen in Deutschland sind diese warmen Tage hier eine Wohltat. Der leichte Sonnenbrand auf meiner Nasenspitze prickelt fröhlich und das Wetter hier verführt mich zum Träumen.
Neben typischen Sehenswürdigkeiten wie dem Aussichtsaufzug und den Museen ist mir eine andere Sache aufgefallen: Obwohl wir uns in Europa befinden, ist die Armut überall deutlich zu erkennen. Wenn man mit der historischen 28er Tram durch die kleinen Gassen der Stadt fährt, scheint jedes fünfte Haus heruntergekommen und unbewohnbar zu sein. Nebst wunderschönen, mit bemalten Ziegeln verzierten Häusern stehen zugemauerte Bauten ohne Dach. Selbst direkt neben den Wahrzeichen der Stadt sieht man verfallende Gebäude.
Ein Einwohner erzählte uns, dass in der Hauptstadt Lissabon viele Studierte mit einem erfolgreichen Abschluss nicht mehr als circa 850 Euro im Monat verdienen. Es mag sein, dass die Lebenshaltungskosten hier niedriger sind als etwa in Deutschland. Aber dass selbst Ärzte, Lehrer und Juristen einen solch niedrigen Lohn haben, ist doch erschreckend. Und Lissabon hat wenigstens noch den Tourismus als wirtschaftliche Bereicherung – wie sieht es wohl erst in ländlicheren Gegenden Portugals aus? Dieser Urlaub hat mir gezeigt, welches Glück ich habe, in Deutschland zu leben. Ich kann auf eine gute Infrastruktur mit relativ stabilen Straßen und robusten Häusern zählen und eine hohe Lebensqualität genießen.
Besonders positiv ist mir dagegen – neben dem tollen Wetter und den schmackhaften Speisen – die Freundlichkeit der Portugiesen aufgefallen. Bei der kleinsten Frage nach dem Weg wurden uns intensive Beschreibungen zuteil. In dieser Woche wurden wir außerdem zehnmal darauf hingewiesen, dass wir auf Taschendiebe Acht geben sollten.
Insgesamt war es ein gelungener Urlaub und eine schöne Familienzeit, die mich von der verhassten Hausarbeit ablenkte. Die ist direkt nach dem Urlaub wieder dran!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  11.04.2018
Autor: Bo
Rubrik: studium
11.04.2018