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Bachelor live

170 00 Praha 7

Seit Februar wohne ich im Norden Prags, in Prag 7, Postleitzahl 170 00. Was macht diesen Stadtteil so besonders? Warum möchte ich hier eigentlich gar nicht weg? Und was werde ich vermissen, wenn es nun doch soweit sein wird?

In Leipzig lebte ich im Norden der Stadt – in Gohlis. Während das eher einen Ruf als Spießer-Viertel hat, kann man dem Prager Viertel Letná, in dem ich seit Februar wohne, einen gewissen Szenecharakter nicht absprechen.

Aus meinem Fenster blicke ich auf die Straße Milady Horákové, eine der Hauptadern des Stadtteils. Wie also auch in Leipzig-Gohlis habe ich das Rattern der Straßenbahn direkt vor der Tür. Stundenlang könnte ich manchmal mit einem Kaffee am Fenster sitzen und dem Treiben zuschauen.

Ach, ich werde Prag 7 vermissen und kann es mir gar nicht vorstellen, hier nicht mehr zu wohnen. Der Blumenladen, der immer auf ein Schild schreibt, wer heute Namenstag hat, der Strossmayerplatz mit seinen vier Tram-Stationen und natürlich das rund um die Uhr geöffnete mexikanische Bistro mit den Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Die Pizzabude in der Metro-Station Vltavská, die große, prächtige Kirche, „mein“ Späti, die vielen Cafés. Wie soll ich das alle nur hinter mir lassen? Ich werde wiederkommen, gewiss.

Zunächst aber muss ich umziehen. Von Prag 7 geht es nach Prag 1. Direkt auf die Kleinseite, in eine der traditionsreichsten Straßen Prags und mittlerweile sicher eine der touristischsten und besten Wohnlagen: In die Nerudova, wo mir im Rahmen meines Praktikums eine Wohnung gestellt wird. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet.

 

Bachelor live

Film studieren

Das Studium an der Filmhochschule unterscheidet sich sehr von dem an einer normalen Universität. Abgesehen von der Anzahl der Studierenden, die mit insgesamt 400 sehr überschaubar ist, gibt es bei uns nur wenige Module, in denen Vorlesungen stattfinden, stattdessen sind Seminare die Regel.
An der HFF München gibt es fünf Studiengänge, die man im Hauptfach studieren kann. Das sind Spielfilm, Dokumentarfilm, Film- und Fernsehproduktion, Drehbuch und Kamera. Dazu kommen noch Medienwissenschaften und Technik, die als Grundlagenfächer für die Studierenden aller Fachabteilungen verpflichtend sind. Hier gibt es sogar Tests und mündliche Prüfungen, was sonst nur selten vorkommt. Denn hier werden lediglich die kreativen Studienarbeiten bewertet. Medienwissenschaften umfasst vor allem Film- und Fernsehgeschichte, diverse Medientheorien und Filmanalyse, während Technik das theoretische wie praktische Erlernen von Kamera-,Ton-, Licht- und Fernsehtechnik beinhaltet.
An der HFF München schließen wir zudem mit einem künstlerischen Diplom, nicht mit einem Bachelor oder Master ab. Das war einer der wesentlichen Gründe, weshalb ich in München studieren wollte. Neun Semester am Stück studieren zu können, ohne sich nach drei Jahren nochmal bewerben zu müssen, finde ich für den Studienverlauf in einem künstlerischen Fach viel gewinnbringender. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass das Vordiplom, das man nach fünf Semestern ablegt, nicht offiziell berufsqualifizierend ist. Ich muss also die neun Semester absolvieren. Im Grundstudium, welches fünf Semester umfasst, herrscht Anwesenheitspflicht. Erst ab dem Hauptstudium wird das etwas gelockert, auch kann man sich Module selbst zusammenstellen.
Insgesamt ist die HFF München für eine künstlerische Hochschule also recht streng und schulisch organisiert, ich finde, das bringt aber auch Vorteile.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  12.10.2018
Autor: Conny
Rubrik: studium
12.10.2018

Bachelor live

Zwischen Praktikum und Studium

Zwischen meinem Praktikum auf der Baustelle und dem Beginn meines Studiums hatte ich noch zwei Wochen frei. Diese Zeit nutzte ich, um mein neues Zimmer in Münster einzurichten und mich mit Freunden zu treffen.
Einen Tag verbrachten wir im Phantasialand, einem Freizeitpark in der Nähe von Köln. Ich hatte glücklicherweise noch eine Freikarte und konnte deshalb umsonst alle Fahrgeschäfte nutzen. Wir haben alles getestet: von der langsamen Hollywood-Tour im Kinderland bis hin zur neuesten Achterbahn.
Ein paar Tage davor haben meine Freunde und ich festgestellt, dass wir alle noch nie in einem beliebten Gasthaus in unserem Dorf waren. Deshalb sind wir abends dorthin gefahren und haben Hähnchen mit Pommes gegessen. Anschließend haben wir das Abschlussfeuerwerk der Dorfkirmes gesehen.
Für eine halbe Woche besuchte mich dann noch ein Freund in Münster. Er half mir, die letzten Möbel aufzubauen und ich zeigte ihm ein bisschen die Stadt.
Nachdem ich dann noch einen Tag in meiner Heimat war, fuhr ich mit meiner Familie wieder zurück nach Münster, um den Geburtstag meiner Oma zu feiern.
Am Abend reisten meine Eltern und Geschwister wieder ab und ich blieb mit meiner Oma alleine zurück, da meine Erstiwoche am nächsten Tag anfing. Das war ein komisches Gefühl.

Autor: Pia  |  Rubrik: orientieren  |  12.10.2018
Autor: Pia
Rubrik: orientieren
12.10.2018