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Bachelor live

Gibt es ein Wintertief?

Vor einigen Tagen saß ich in der Bibliothek und wartete auf eine Freundin, mit der ich zum Lernen verabredet war. Zwei Studentinnen gingen an mir vorbei und unterhielten sich darüber, wie nervig sie den Winter finden. Es sei dunkel, kalt und es gäbe nicht viel Abwechslung, obwohl man die zwischen dem Lernen oder dem Schreiben von Hausarbeiten gut gebrauchen könnte.
Gibt es so ein Wintertief wirklich? Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: ja. In meiner Schulzeit habe ich ein Jahr lang an einem Sport-Projektkurs teilgenommen, bei dem ich jede Woche beim Sportunterricht an einer Förderschule in der Nähe meines Gymnasiums ausgeholfen habe. Da gibt es Auf und Abs, mal verstanden sich die Schüler besser, mal weniger. In dem Quartal zwischen den Weihnachts- und Osterferien war es aber auf jeden Fall am anstrengendsten: Zum einen werden da die Halbjahreszeugnisse vergeben, die Schüler und Lehrer unter Druck setzen. Zum anderen folgen darauf keine Ferien – stattdessen ist es das längste Quartal, sodass bald die Luft raus ist.
Bevor ich nach meinem Abitur meinen Freiwilligendienst begann, erzählte man uns auf einem Seminar, dass es normal ist, sich gegen Mitte des Freiwilligendienstes schlecht zu fühlen. Am Anfang ist man noch begeistert von all dem Neuen und gegen Ende zählt man den Countdown herunter. In der Mitte spürt man jedoch, dass alles zuvor Schöne und Neue doch nicht so toll ist – oder zumindest anders als gewohnt. Der Tipp: Augen zu und durch. Es gibt Phasen, in denen nicht alles glatt läuft, und das sollte man von Anfang an wissen und akzeptieren.
In der Uni ist es nicht anders. Wir wohnen alleine oder mit WG-Mitbewohnern, die ähnlich viel Zeit wie wir selbst mit Lernen verbringen müssen. Es gibt im Winter kaum etwas anderes zu tun, man kann zwischen Seminaren nicht draußen Zeit verbummeln, möchte eigentlich nur in Cafés oder zuhause sitzen. Und dann sind da noch die Klausuren!
Ein Wintertief? Das konnte ich definitiv schon bei einigen Studierenden beobachten. Meine Tipps? Serien, Tee und Wärmflaschen.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  09.03.2018

Bachelor live

Zweite Chance

Nachdem mein erstes Bewerbungsgespräch nicht so gut wie erhofft gelaufen war, unterhielt ich mich mit einigen Kommilitonen über das Thema Praktikumssuche. Ich wollte wissen, ob sie nur bei mir so schleppend verläuft, oder ob andere ähnliche Probleme haben. Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meinen Sorgen nicht alleine war und auch einige meiner Kommilitonen bereits an unserem doch sehr theoretischen Studiengang der Publizistik gezweifelt hatten.

Die ersten, die ihr Pflichtpraktikum schon hinter sich hatten, meinten, dass man am Anfang nicht wählerisch sein dürfe. Lieber solle man erst mal ein Praktikum machen, das vielleicht nicht ganz so attraktiv scheint, um mit den ersten praktischen Erfahrungen bei künftigen Bewerbungen bessere Chancen zu haben. Die meisten empfahlen außerdem, es im journalistischen Bereich zu probieren, da es dort leichter sei, einen Praktikumsplatz zu finden. Nach vielen Gesprächen dieser Art hatte ich mich mit dem Gedanken abgefunden, bei irgendeiner Regionalzeitung ein Praktikum zu absolvieren, obwohl mich der Bereich PR viel mehr reizt.

Überraschenderweise hatte ich kurz darauf eine neue E-Mail in meinem Posteingang – von der Agentur, bei der ich mein erstes Vorstellungsgespräch hatte. Sie stammte jedoch von einer anderen Abteilung und enthielt eine zweite Einladung zu einem persönlichen Gespräch, sofern ich auch Interesse an einem Praktikum im Bereich „Corporate Communication“ hätte. Ich freute mich riesig, denn egal, wie das Gespräch ausgehen würde, wusste ich wenigstens, dass ich mich bei meinem ersten Gespräch so schlecht nicht angestellt haben konnte. Sonst wäre ich sicher nicht intern einer anderen Abteilung als Praktikantin vorgeschlagen worden.

Bachelor live

Mini-Urlaub in der Heimat

Mein genialer Plan, nach der Klausurphase direkt mit der anstehenden Hausarbeit weiterzumachen und diese so schnell wie möglich zu schreiben, ist leider nicht ganz aufgegangen. Nach den Klausuren bin ich zwar nicht in geistigen Schlaf verfallen, aber mein Hirn hat sich erst mal in Watte gepackt und alle sinnvollen oder produktiven Gedankengänge blockiert. Stattdessen gab es Filme und Serien anzusehen, ausgiebige Kaffeepausen mit lange nicht mehr gesehenen Freunden zu priorisieren und eine verschleppte Erkältung auszukurieren.
Jetzt sind schon zwei Wochen vergangen und rückblickend lässt sich sagen: Die Zeit hätte ich besser nutzen können. Wenigstens habe ich aber einen Großteil der Literaturrecherche für die Hausarbeit bereits hinter mir, ebenso einen Sprechstundentermin. Die Grundlagen und die Fragestellung für die Hausarbeit stehen also schon mal.
Mit diesem stabilen Gerüst kann ich nun mit einem weniger schlechten Gewissen nach Hause zu meinen Eltern fahren und mich verwöhnen lassen. Ich bin nicht der Typ Studierender, der sehr oft zu Hause ist, daher sind diese wenigen Tage im Jahr immer besonders wertvoll für mich. Neben gutem Essen und der Aufmerksamkeit und Liebe meiner Eltern tut es mir auch gut, mal aus Heidelberg rauszukommen. Und überhaupt, wo kann man die kleinen Wehwechen wie Schnupfen besser loswerden als zu Hause? Dieses Wochenende wird ein wohltuender Mini-Urlaub. Und um mir ja keine Chance zu geben, diesen zu verlängern, habe ich bereits für nächste Woche lauter Termine und Verabredungen ausgemacht. Aber jetzt sitze ich erst einmal vollbepackt im Zug und kann es kaum erwarten, endlich zu Hause anzukommen!