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Bachelor live

Bei der Praktikumsberatung

In meinem Studium ist zwischen dem vierten und fünften Semester ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Dieses muss mindestens acht Wochen dauern, kann aber auch als Praxissemester über mehrere Monate gehen.
Da ich aktuell erst im dritten Semester bin, steht es erst nächstes Jahr im Sommer an. Doch da der Bewerbungsprozess eine Weile dauern kann, habe ich schon jetzt darüber nachgedacht, was ich gerne machen würde.
Einerseits hat mir die Arbeit in meinem FSJ Kultur viel Spaß gemacht, sodass ich mit dem Gedanken spiele, das Praktikum in einer Kultureinrichtung zu absolvieren. Gleichzeitig würde ich aber auch gerne mal etwas ganz anderes ausprobieren. Praktika dienen ja dazu, einen Einblick in verschiedene Bereiche und Tätigkeiten zu gewinnen und bieten die Chance, auch mal etwas komplett Neues zu lernen. Mit meinem Beifach BWL gibt es sicher ein paar Möglichkeiten, mein Praktikum in einem Unternehmen zu absolvieren. Und zu guter Letzt möchte ich die Idee von mir als Journalistin auch nicht komplett aus meinem Kopf verschwinden lassen. Jahrelang wollte ich „irgendetwas mit Medien“ machen und Journalismus studieren. Ein Praktikum bei einem Verlag, einem Magazin oder einer anderen Medienanstalt wäre deswegen bestimmt auch sehr aufschlussreich.
An meiner Universität gibt es eine Praktikumsberatung, zu der ich vor Kurzem gegangen bin. Zum einen hatte ich noch ein paar Fragen bezüglich des Praktikums, beispielsweise welche Tätigkeiten überhaupt anerkannt werden. Zum anderen wollte ich zusätzlich Informationen zu Praktika im Ausland einholen. Zwar plane ich aktuell nicht unbedingt, während meines Bachelorstudiums eine längere Zeit im Ausland zu verbringen, aber darüber informieren wollte ich mich trotzdem. Der Termin war dann auch ziemlich lehrreich. Ich habe Antworten auf all meine Fragen bekommen und zusätzlich noch Tipps, wo ich offene Ausschreibungen hier in der Gegend finde. Jetzt kann es also auf die Suche nach freien Praktikumsstellen gehen!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  17.11.2017

Bachelor live

Don't worry, be happy!

Ich kann mich noch daran erinnern, wie bei meiner Firmung ein Lied von Xavier Naidoo gespielt wurde: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“. Ich habe das Gefühl, dieses Denken ist tief in unserer Kultur verwurzelt ist. Wir glauben, Herausforderungen annehmen zu müssen und dass der schnelle Weg nicht unbedingt der bessere sein muss …
Als ich in Südafrika ankam, war ich übermüdet und aufgeregt. Hinter dem Flughafen ragten die Berge in den Himmel und nahmen mir spontan den Atem. Ein Verwandter der Südafrikanerin, die unser Workcamp vor Ort leitete, war mit seinem Auto da und sollte mich und zwei weitere Teilnehmer zu unserem neuen Zuhause-auf-Zeit fahren. Die Parkuhr, an der wir bezahlen mussten, wollte jedoch erst nicht funktionieren, das Auto wollte an der Ampel nicht starten und den Weg fanden wir auch nicht. Vielleicht lag es an meiner Müdigkeit, dass ich all das ganz entspannt hinnahm. Irgendwann würde uns schon jemand vermissen und uns anrufen, um uns den Weg zu erklären. Nur funktionierten unsere Handys in Südafrika nicht.
„Warum muss es jetzt Probleme geben?“, fragte unser Fahrer wütend, als er sich auf der Straße nach dem Weg erkundigt hatte, aber niemand weiterhelfen konnte. Wir mussten schmunzeln. Ich kann mich nicht genau daran erinnern, was wir daraufhin gesagt haben, aber es war so etwas wie „Warum den einfachen Weg nehmen, wenn es auch schwer geht?“ Unser Fahrer verstand das anscheinend ziemlich deutsche Sprichwort nicht. „Warum den schweren Weg nehmen, wenn es auch einfach geht?“, gab er zurück: „Warum muss es im Leben Probleme geben? Probleme halten dich nur zurück.“ Ich stutzte. Gerade während meines Freiwilligendienstes hatte ich den Satz „Aus Problemen lernt man“ oft gehört. Die Einheimischen, die wir kennen lernten, beschwerten sich häufig über die Probleme ihres Landes, über HIV, über Kriminalität, über Korruption. Nichts davon hielt sie aber davon ab, danach wieder glücklich zu sein.
Einmal strichen wir in einem Kinderheim eine Wand und eines der Kinder, das uns helfen wollte, stieß versehentlich einen Farbeimer um und schaute mich erschrocken an. „Don't worry“, sagte ich, stellte den Eimer wieder hin und tunkte den Pinsel wieder ein. Ein anderes Kind nickte nur, grinste und stellte sich zu uns. „Don't worry, be happy“, sang das Mädchen spontan.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  16.11.2017
Autor: Marie
Rubrik: studium
16.11.2017

Bachelor live

Gute Vorsätze vs. Realität

Die Semesterferien liegen nun hinter mir. Während die einen arbeiten waren oder ein Praktikum absolvierten, haben andere ihr zuvor verdientes Geld ausgegeben und die Seele baumeln lassen. Zu Letzteren gehöre diesmal auch ich. Mit frisch getankter Energie starte ich also jetzt ins dritte Semester meines Publizistikstudiums.
Wie damals in der Schule freuten sich eigentlich die meisten wieder auf die Uni. Natürlich weniger wegen der Vorlesungen als der sozialen Kontakte. Der eine oder andere wusste gar nach drei Monaten Freizeit nichts mehr mit sich anzufangen und ist froh, wieder in den Alltag durchstarten zu können, Aufgaben und Pflichten nachzugehen und sich weiterzubilden. Am Anfang des Semesters passe sogar auch ich in dieses Schema – zumindest ein wenig.
Inzwischen sind allerdings die ersten drei Uniwochen vergangen und der Semesterstart erinnert mich an Neujahr: Jeder hat gute Vorsätze, die er dann meist doch nicht einhält. Zu den beliebtesten im Studium zählen sicher: „Dieses Semester gehe ich zu allen Vorlesungen“, „Dieses Semester bereite ich alle Sitzungen noch in derselben Woche nach, damit es vor den Klausuren nicht so stressig wird“, „Dieses Semester fange ich rechtzeitig an, zu lernen“ oder „Dieses Semester engagiere ich mich in einem der Referate oder trete der Fachschaft bei“. Klingt alles schön und gut. Denkt man allerdings mal daran, wie viele Leute ihre Neujahrsvorsätze tatsächlich einhalten, hat man eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie es bei den Studierenden aussieht. Mein Fazit nach drei Wochen: Es wurde noch keine Sitzung nachbereitet, an Klausuren denkt sowieso keiner und die Vorlesungssäle sind langsam schon spärlicher besetzt. Aber das ist auch okay so. Die Uni ist schließlich nicht nur dafür da, sich akademisch zu bilden. Das größere Ausmaß an
Freiheiten soll auch dazu dienen, sich besser selbst zu organisieren. Hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und dafür zuständig, erfolgreich durch das Semester zu kommen – und am Ende klappt das bei den meisten auch.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  15.11.2017