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Bachelor live

Die Qual des Wartens

Die erste Klausur ist geschafft und damit auch die erste große Hürde überwunden: Ich weiß jetzt, wie der Prüfungssaal aussieht, wie die Stimmung ist und, dass ich vor Examensklausuren schlafen kann. In meiner Vorstellung war die erste Klausur immer die einzige große Hürde beim Examen, ab da würde alles von alleine laufen. Aber da habe ich mich ziemlich getäuscht – der Nervenkrieg ging erst richtig los.
Nach der ersten Klausur bin ich noch einigermaßen beschwingt nach Hause gefahren, aber dort angekommen fühlte ich mich wie erschlagen – bildlich gesprochen, natürlich; aber ich war total fertig. Dieses Klausurschreiben unter Druck war dann doch viel anstrengender, als ich es mir vorgestellt hatte. Und am nächsten Tag nochmal!
Mit schon etwas weniger Elan stieg ich tags darauf auf mein Fahrrad, radelte zum Justizprüfungsamt und wiederholte das ganze Prozedere vom Vortag.
Dann war erst mal Wochenende, bevor in der darauffolgenden Woche noch vier Klausuren auf mich warten. Für den Samstag hatte ich daher Zeit eingeplant, um die kommenden Rechtsgebiete nochmal zu überfliegen. Aber kaum, dass ich die Lernsachen zur Seite gelegt hatte, kam die Panik: Nächste Woche nochmal vier Klausuren? Wie soll ich das schaffen, wenn schon die erste Klausur so unglaublich anstrengend war? Kann ich mein Leben nicht einfach vorspulen? Nach ganz viel gutem Zureden von meiner besten Freundin und meiner Mutter beruhigte ich mich wieder – ich werde das schon irgendwie überleben.
Und so war es auch: Die letzte Klausurwoche war zwar nicht die beste Zeit meines Lebens, aber auch nicht so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte. Man gewöhnt sich schnell daran. Und auch in dieser Woche hatte ich immer nur Blöcke à zwei Klausuren und dann einen Tag Pause.
Dann kam endlich der Freitag mit der letzten Klausur. Mit Jubelschreien wurde ich im Anschluss draußen von meinen Freunden empfangen. Es ist vorbei – vorerst.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  24.03.2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
24.03.2017

Bachelor live

Nachtzug

Ich liebe den Nachtzug. Das erste Mal bin ich vor einigen Jahren nachts mit dem Zug gereist, mit dem IC 2020 von Frankfurt nach Hamburg. Welch ein Erlebnis das doch war! Dann entdeckte ich die echten Nachtzüge.
Das Suchen des Liegeplatzes. Das Öffnen der Abteiltür. Der Schreck beim Erblicken der drei älteren Männer - das wird ein Schnarchkonzert. „Was trinken sie zum Frühstück?“, fragt die vorbeikommende Zugbegleiterin. Einen Kaffee. „Kommen sie mit", sagt sie und bringt mich in ein komplett freies Abteil. „Das ist besser.“ Ist es.
Der Funktionalismus in diesen Zügen ist einmalig. Es gibt Haken an den Wänden zur Befestigung der Liegen und Kleider und Halterungen, bei denen es nicht ersichtlich ist, wofür sie gut sind. Unter der unteren Liege entdeckt man herausziehbare kleine Tischchen oder unter einem Tisch ein funktionierendes Waschbecken und einen Spiegel, mittels derer man sich am nächsten Morgen rasieren kann, während draußen ein Gebirge vorbei rauscht.
Das Bereitmachen der Bettwäsche. Dann das Einschlafen beim beruhigenden Rattern und Hin-und-Her-Geschaukel des Zuges. Das Geweckt-Werden. Die Felder. Die Dörfer. Vororte. Dann die Industrie. Es werden mehr Gleise. Der Bahnhof. Und dann. Eine neue Stadt. Ja, manchmal gar ein neues Land. Es gibt nichts Schöneres.
Man stolpert geradewegs in einen Kanal oder verliert sich im Dschungel unbekannter Buchstaben. Man geht seinen Weg ins Zentrum und es ist ganz still. Die Geschäfte sind geschlossen. Niemand ist unterwegs. Der Tourist schläft noch, keine klickenden Fotoapparate. Menschen sind auf dem Weg zur Arbeit. Bäckereien werden mit Brötchen beliefert, Restaurants mit Bier. Ein paar Obststände werden aufgebaut.
Und all das nach einer Nacht im Zug. Das ist ein Gefühl, was man nach keiner Reise im Flieger, nach keiner Fahrt mit dem Bus oder dem Auto erreichen kann.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: orientieren  |  22.03.2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: orientieren
22.03.2017

Bachelor live

Praktikum und viele Entscheidungen

Inzwischen mache ich schon seit fünf Wochen mein Forschungspraktikum. Es ist nach wie vor sehr spannend und abwechslungsreich. Nachdem ich zu Beginn des Praktikums mit Hilfe der Programme „Presentation“ und „Matlab“ ein Experiment programmiert habe, habe ich dieses anschließend auch mit Versuchspersonen durchgeführt. Danach habe ich begonnen, mit den Statistikprogrammen „R“ und „SPSS“ die Daten zu analysieren.
Ich habe in kürzester Zeit eine ganze Menge unterschiedlicher Programme kennengelernt. Das ist sehr cool, aber inzwischen verwechsle ich alle Programmiersprachen miteinander. Ich fand es auch relativ aufwändig, mir Kleinigkeiten anzueignen. Hauptsächlich habe ich versucht, alte Skripte zu verstehen und anzupassen. Dabei haben mir vor allem Blogs und Youtube-Videos geholfen sowie stundenlanges intensives Anstarren der Skripte.
In einer Woche wird mein Praktikum schon zu Ende sein. Danach werde ich noch eine Woche frei haben, bevor das nächste Semester beginnt. Ich werde für ein paar Tage nach Genf fahren, um eine gute Freundin zu besuchen.
Ansonsten stehen für mich gerade eine ganze Menge Entscheidungen an; zu den eher trivialen gehört, welches Aufbaumodul ich in meinem letzten Semester belegen will. Hier kann ich zwischen klinischer Kinder- und Jugendpsychologie oder Arbeits- und Organisationspsychologie wählen. Außerdem muss ich überlegen, ob und wenn ja, welche Sprach- oder Sportkurse ich nächstes Semester absolvieren will. Und nachdem ich im Moment nicht wirklich Ferien machen kann, möchte ich im Sommer etwas Schönes unternehmen.
Die große Entscheidung, die ich demnächst treffen muss ist, wo ich welchen Master machen will. Einerseits entscheidet man sich natürlich danach, welche Inhalte im Masterstudium vermittelt werden und wie gut die Uni darin ist, diese Inhalte zu vermitteln. Andererseits ist für mich aber auch wichtig, wie wohl ich mich in der zugehörigen Stadt fühlen würde und wie angenehm die Atmosphäre am Institut ist. Außerdem ist natürlich noch relevant, was man mal beruflich vorhat. So habe ich zwar im Bachelor Psychologie studiert, könnte aber je nachdem wo ich mich in zehn Jahren sehe, einen Master in klinischer Psychologie oder in kognitiven Neurowissenschaften machen.
Bevor ich also eine Entscheidung treffen kann, muss ich mich erst mal gut informieren, welche Master es überhaupt gibt und was man mit ihnen beruflich machen kann – und mir auch noch darüber klar werden, was ich überhaupt will.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  22.03.2017
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
22.03.2017