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Bachelor live

Praktikum und viele Entscheidungen

Inzwischen mache ich schon seit fünf Wochen mein Forschungspraktikum. Es ist nach wie vor sehr spannend und abwechslungsreich. Nachdem ich zu Beginn des Praktikums mit Hilfe der Programme „Presentation“ und „Matlab“ ein Experiment programmiert habe, habe ich dieses anschließend auch mit Versuchspersonen durchgeführt. Danach habe ich begonnen, mit den Statistikprogrammen „R“ und „SPSS“ die Daten zu analysieren.
Ich habe in kürzester Zeit eine ganze Menge unterschiedlicher Programme kennengelernt. Das ist sehr cool, aber inzwischen verwechsle ich alle Programmiersprachen miteinander. Ich fand es auch relativ aufwändig, mir Kleinigkeiten anzueignen. Hauptsächlich habe ich versucht, alte Skripte zu verstehen und anzupassen. Dabei haben mir vor allem Blogs und Youtube-Videos geholfen sowie stundenlanges intensives Anstarren der Skripte.
In einer Woche wird mein Praktikum schon zu Ende sein. Danach werde ich noch eine Woche frei haben, bevor das nächste Semester beginnt. Ich werde für ein paar Tage nach Genf fahren, um eine gute Freundin zu besuchen.
Ansonsten stehen für mich gerade eine ganze Menge Entscheidungen an; zu den eher trivialen gehört, welches Aufbaumodul ich in meinem letzten Semester belegen will. Hier kann ich zwischen klinischer Kinder- und Jugendpsychologie oder Arbeits- und Organisationspsychologie wählen. Außerdem muss ich überlegen, ob und wenn ja, welche Sprach- oder Sportkurse ich nächstes Semester absolvieren will. Und nachdem ich im Moment nicht wirklich Ferien machen kann, möchte ich im Sommer etwas Schönes unternehmen.
Die große Entscheidung, die ich demnächst treffen muss ist, wo ich welchen Master machen will. Einerseits entscheidet man sich natürlich danach, welche Inhalte im Masterstudium vermittelt werden und wie gut die Uni darin ist, diese Inhalte zu vermitteln. Andererseits ist für mich aber auch wichtig, wie wohl ich mich in der zugehörigen Stadt fühlen würde und wie angenehm die Atmosphäre am Institut ist. Außerdem ist natürlich noch relevant, was man mal beruflich vorhat. So habe ich zwar im Bachelor Psychologie studiert, könnte aber je nachdem wo ich mich in zehn Jahren sehe, einen Master in klinischer Psychologie oder in kognitiven Neurowissenschaften machen.
Bevor ich also eine Entscheidung treffen kann, muss ich mich erst mal gut informieren, welche Master es überhaupt gibt und was man mit ihnen beruflich machen kann – und mir auch noch darüber klar werden, was ich überhaupt will.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  22.03.2017
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
22.03.2017

Bachelor live

Endlich Semesterferien

Meine Hausarbeit ist abgegeben, die Klausuren sind bestanden – endlich können die Semesterferien beginnen! Zwar hat die vorlesungsfreie Zeit schon vor einigen Wochen angefangen, aber so richtig Ferien habe ich erst jetzt.
Es ist ein sehr schönes Gefühl, morgens aufzuwachen und nicht im Hinterkopf zu haben, noch irgendetwas für die Uni erledigen zu müssen. Stattdessen könnte ich den ganzen Tag im Bett liegen bleiben und Filme schauen, wenn ich es wollte. Oder stundenlang am Frühstückstisch sitzen und Zeitung lesen, wofür ich sonst kaum Zeit finde.
Eigentlich hätte ich gerne wieder in dem Café gejobbt, in dem ich schon während der Oberstufe gearbeitet habe. Leider wird dort im Moment kein Personal mehr gebraucht und so kurzfristig war es schwierig, noch etwas anderes zu finden.
Was fange ich jetzt also mit den vier freien Wochen an, die vor mir liegen? Fest steht jedenfalls, dass ich jetzt wieder Zeit für die Dinge habe, die während des Semesters zu kurz gekommen sind. Beispielsweise habe ich mir vorgenommen, jetzt öfter Poetry Slams, Konzerte und Theateraufführungen zu besuchen oder Marburg gerne ein bisschen weiter erkunden. Denn obwohl ich mich hier mittlerweile gut auskenne, gibt es immer noch etwas zu entdecken. Außerdem kam ich in letzter Zeit kaum dazu, einfach mal ein Buch zu lesen, Serien zu gucken oder ein Bild zu zeichnen. Und ich möchte auch weiterhin regelmäßig zum Sport gehen. Da meine Freunde von früher jetzt ebenfalls Semesterferien haben, freue ich mich darauf, wieder mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können.
Alles in allem werden diese Semesterferien also relativ entspannt. Trotzdem werde ich mich das nächste Mal etwas früher um einen Ferienjob bemühen, damit ich neben meiner Freizeit auch eine sinnvolle Beschäftigung habe.

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  22.03.2017
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
22.03.2017

Bachelor live

Auszeitz

Jüngst brachte mich die S-Bahn Mitteldeutschland in 38 Minuten gen Süden über die Sächsisch-Sachsen-Anhaltische Grenze nach Zeitz. Was mich in dem kleinen Ort erwartete, war überraschend.
Zeitz scheint eines der vielen Beispiele für die aktuellen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt zu sein. Mitunter fühlte ich mich wie in einer Geisterstadt. Aus verschiedenen Epochen finden sich noch Beschriftungen an den zusehends einstürzenden Häusern: hier Hinweise auf Generationen alte Handwerksbetriebe, da noch ein Schild einer waschechten Konsum-Filiale und dort findet sich noch immer das blau-weiße Logo der vor Jahren Pleite gegangenen Drogerie-Kette Schlecker. In den Ladenstraßen der Innenstadt steht jedes zweite Geschäft leer. Die einzige Möglichkeit, etwas zu essen zu bekommen, stellt ein einzelnes Wirtshaus am Markt dar. Der Bäcker, der Dönerladen – geschlossen. Es war kaum eine Menschenseele unterwegs.
In krassem Kontrast zur Zeitzer Innenstadt stand die Schlossanlage Moritzburg. Hier wurde investiert, das sieht man. Wir besuchten das Deutsche Kinderwagenmuseum im Schloss. Man schien froh zu sein, an diesem Nachmittag mit uns immerhin noch zwei Besucher zu haben. In Zeitz werden schon seit Hunderten von Jahren Kinderwagen gebaut. Neben den Produkten der Schokoladenfirma Zetti mit ihren Knusperflocken sind es wohl die erfolgreichsten Exportprodukte der Stadt. Mittlerweile heißt die Firma ZEKIWA (die einfallsreiche Abkürzung steht für „Zeitzer Kinderwagen“) und produziert im Ausland. Im Kinderwagenmuseum gibt es einiges über die Entwicklung der Gefährte zu erfahren und auch einige skurrile Objekte zu bestaunen. Und da wir die einzigen Besucher waren, wurden uns die Federungsmechanismen gleich direkt vom Personal vorgeführt und erklärt.
Nach diesem Besuch in Zeitz musste ich mich fragen: Was ist da los mit meiner Heimat Sachsen-Anhalt? Was läuft schief in dieser Stadt? Wieso bröckelt überall der Putz? Wie kann man historische Bausubstanz so verfallen lassen? Und wo sind all die Menschen? Könnte Zeitz nicht auch eine ideale Vor- und Pendlerstadt von Leipzig sein? Es bleiben die Fragezeichen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  17.03.2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
17.03.2017