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Bachelor live

Wie man richtige Entscheidungen trifft

Ich muss mich bald entscheiden, wie es für mich nach dem hoffentlich bald erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium der Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte weitergeht. Master in Geschichte oder Bachelor Psychologie? Fernuniversität oder Präsenzuni? Im Moment tendiere ich zu einem Bachelor in Psychologie an der Fernuniversität in Hagen. Mein Verstand erklärt mir allerdings regelmäßig, dass das eine unpraktische, bescheuerte und total unlogische Idee ist. Dann bekomme ich eventuell noch ein flaues Gefühl im Magen, weil ich Angst habe, mit meiner Berufswahl falsch zu liegen und später unglücklich im Job zu sein. Mein Innerstes ist also alles andere als ruhig. Dann ist da allerdings noch ein anderes Gefühl, dass sich nicht mit Logik erklären lässt: Ich werde dann komplett ruhig und bin mir sicher, dass es die richtige Wahl ist. Ich habe im Leben gelernt, dass mich mein Bauchgefühl tendenziell glücklicher durchs Leben führt.
Viele Deutsche, verglichen mit meinen Auslandserfahrungen, erscheinen mir viel zu verkopft. Sie lassen sich von der Angst leiten, sozial abzurutschen oder aber keine Freunde zu finden. Ich weiß inzwischen wie sich Angst anfühlt. Sobald ich dieses Gefühl erkenne, weiß ich genau, dass ich in dem Moment keine großen Entscheidungen treffen kann. Die andere Variante ist zwar auch nicht wirklich logisch erklärbar, aber ich fühle einfach, dass ich das richtige tue. Wahrscheinlich höre ich mich gerade ein bisschen esoterisch an, aber mein „innerer Kompass“ hat mich bis jetzt eigentlich ganz gut durchs Leben geführt. Jedes Mal wenn ich nicht auf ihn gehört hatte, habe ich es am Ende bereut!

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  16.02.2017
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
16.02.2017

Bachelor live

Die soziologische Brille

In der allerersten Vorlesung meines Einführungsmoduls für den Bachelor Sozialwissenschaften hat der Dozent zu uns gesagt, dass es für angehende Soziologen und Soziologinnen am allerwichtigsten ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Wir sollen uns die sogenannte soziologische Brille aufsetzen und alles hinterfragen, was wir bisher als selbstverständlich hingenommen haben. Wir sollen unsere Mitmenschen und Umwelt betrachten, uns wundern und Fragen stellen.
Seitdem versuche ich wirklich, ein bisschen aufmerksamer durch meinen Alltag zu gehen und habe dabei festgestellt, dass es tatsächlich viele Dinge gibt, über die ich mich nun plötzlich wundere. Ich wundere mich zum Beispiel darüber, dass Menschen minutenlang an einer roten Ampel warten, obwohl weit und breit kein Auto zu sehen ist. Oder darüber, dass Mädchen im Kindesalter rosafarbene Klamotten angezogen bekommen und Jungs blaue. Ich frage mich, warum Menschen gewisse Schönheitsideale anstreben und weswegen auf der Salzpackung aus dem Supermarkt ein Ablaufdatum steht. Ich habe festgestellt, dass viele Dinge plötzlich keinen Sinn mehr ergeben, sobald man sie durch die soziologische Brille genauer betrachtet.
Am Ende des Semesters muss ich statt einer Klausur eine Hausarbeit schreiben. Das Thema soll eine soziologische Frage sein, die ich mir selbst aussuchen darf. Obwohl die Liste an Dingen, über die ich mich wundern kann, endlos ist, fiel es mir schwer, mich auf eine konkrete Fragestellung festzulegen. Nach längerem Kopfzerbrechen, einem Gespräch mit meinem Tutor aus einem höheren Semester und ausgiebigem Stöbern in der Bibliothek, habe ich mich schließlich für ein Thema entschieden: Ich werde mit Hilfe der Theorie des Fremden von Alfred Schütz, erklären, mit welchen Schwierigkeiten und Krisen ein Individuum nach einem Umzug in eine völlig fremde Stadt konfrontiert wird. Da ich selbst einen solchen Umzug hinter mir habe und mich mit diesem Thema sehr gut identifizieren kann, freue ich mich mittlerweile sogar schon darauf, diese Hausarbeit zu schreiben.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  13.02.2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
13.02.2017

Bachelor live

Über den Tellerrand - Teil 1

Nun widme ich mich seit anderthalb Jahren in Leipzig dem der Westslawistik. Doch da draußen ist noch viel mehr Spannendes, was man studieren kann. Deshalb werfe ich einen – nicht ganz ernst gemeinten – Blick über den Tellerrand zu Disziplinen, denen ich durch Freunde recht nahe stehe.

 

Das Deutsche Literaturinstitut Leipzig

„B.A. Literarisches Schreiben“ heißt der Studiengang, den man am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) studieren kann, das tatsächlich Teil der Universität Leipzig ist. Eine der dort Immatrikulierten ist meine Mitbewohnerin.

Wer studiert hier?
Die Studierenden am DLL, sie könnten verschiedener kaum sein. Allesamt sind sie gar nicht so „arty“, wie man es erwarten würde, vielmehr überaus artig: Bei der Abendgestaltung sitzt man gemeinsam in der WG-Küche brav auf Stühlen und trinkt selbstgeshakte Cocktails. Oder man zieht sich mit seinem Buch allein in den Flur zum Lesen zurück. Darüber, was man schreibt, redet man grundsätzlich nicht.

Was macht man?
Schreiben. Woche für Woche werden die Texte der Kommilitonen vorgestellt und auseinandergenommen. Ansonsten hält man hier mal ein Referat, besucht dort das Seminar zum Thema Tod, doch vor allem muss man eins: schreiben, schreiben, schreiben.

Was ist anders?
Den DLLer erkennt man schnell beim Blick in seinen Stundenplan. Nahezu gähnende Leere. An drei Tagen in der Woche gehen die Literaten ins Institut, zwei davon sind vergleichsweise kurz. Dafür arbeitet man ja sozusagen im Homeoffice.

Beim nächsten Mal stelle ich die Angewandte Theaterwissenschaft im hessischen Gießen aus meiner Sicht vor.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  10.02.2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
10.02.2017