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Bachelor live

Prüfungsphase

Zwei Jahre ist es her, dass ich für mein Abitur lernen musste. Seitdem war ich in keiner Klausurphase mehr, da ich während meines Freiwilligen Sozialen Jahres keine Prüfungen ablegen musste. Aus diesem Grund musste ich mich, sobald meine ersten Klausuren im Studium näher rückten, erst einmal wieder daran gewöhnen, mich selbst zu motivieren und an den Schreibtisch zu setzen, um den Stoff zu lernen. Sehr viel Druck von den Schultern hat es mir genommen, zu wissen, dass es im ersten Semester nur um das Bestehen geht und die Note noch nicht zählt.
Mittlerweile habe ich schon die erste Klausur hinter mir. Ausgerechnet Statistik und Methoden – das Modul, das bekannt dafür ist, dass viele Studierende durchfallen. Zugegeben, in Mathe war ich noch nie besonders gut. Entsprechend viel Sorge bereitete mir diese Klausur auch, obwohl ich ziemlich früh anfing, dafür zu lernen. Noch dazu handelte es sich um eine E-Klausur, also um eine Prüfungsform, die ich so noch gar nicht kannte: Statt mit Papier und Stift mussten wir die Fragen am Computer beantworten. Das war aber viel unkomplizierter, als anfangs befürchtet. Nach der Klausur war ich froh, dass ich es hinter mir hatte. Das Ergebnis, ob ich bestanden habe oder nicht, bekomme ich erst in ein paar Wochen. Bis dahin muss ich noch für meine letzte Klausur für dieses Semester lernen. Wenigstens hat mittlerweile die vorlesungsfreie Zeit angefangen, sodass ich genügend Zeit dafür habe.
Ich freue mich auf den Moment, wenn ich mit den Prüfungen für dieses Semester fertig bin. Zwar muss ich dann immer noch meine Hausarbeit schreiben, aber das mache ich auf jeden Fall lieber, als auswendig zu lernen. Die Prüfungsphase hält mich also noch eine Weile auf Trab, bis ich dann wirklich in die Semesterferien starten kann.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  22.02.2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
22.02.2017

Bachelor live

Wie man richtige Entscheidungen trifft

Ich muss mich bald entscheiden, wie es für mich nach dem hoffentlich bald erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium der Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte weitergeht. Master in Geschichte oder Bachelor Psychologie? Fernuniversität oder Präsenzuni? Im Moment tendiere ich zu einem Bachelor in Psychologie an der Fernuniversität in Hagen. Mein Verstand erklärt mir allerdings regelmäßig, dass das eine unpraktische, bescheuerte und total unlogische Idee ist. Dann bekomme ich eventuell noch ein flaues Gefühl im Magen, weil ich Angst habe, mit meiner Berufswahl falsch zu liegen und später unglücklich im Job zu sein. Mein Innerstes ist also alles andere als ruhig. Dann ist da allerdings noch ein anderes Gefühl, dass sich nicht mit Logik erklären lässt: Ich werde dann komplett ruhig und bin mir sicher, dass es die richtige Wahl ist. Ich habe im Leben gelernt, dass mich mein Bauchgefühl tendenziell glücklicher durchs Leben führt.
Viele Deutsche, verglichen mit meinen Auslandserfahrungen, erscheinen mir viel zu verkopft. Sie lassen sich von der Angst leiten, sozial abzurutschen oder aber keine Freunde zu finden. Ich weiß inzwischen wie sich Angst anfühlt. Sobald ich dieses Gefühl erkenne, weiß ich genau, dass ich in dem Moment keine großen Entscheidungen treffen kann. Die andere Variante ist zwar auch nicht wirklich logisch erklärbar, aber ich fühle einfach, dass ich das richtige tue. Wahrscheinlich höre ich mich gerade ein bisschen esoterisch an, aber mein „innerer Kompass“ hat mich bis jetzt eigentlich ganz gut durchs Leben geführt. Jedes Mal wenn ich nicht auf ihn gehört hatte, habe ich es am Ende bereut!

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  16.02.2017
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
16.02.2017

Bachelor live

Die soziologische Brille

In der allerersten Vorlesung meines Einführungsmoduls für den Bachelor Sozialwissenschaften hat der Dozent zu uns gesagt, dass es für angehende Soziologen und Soziologinnen am allerwichtigsten ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Wir sollen uns die sogenannte soziologische Brille aufsetzen und alles hinterfragen, was wir bisher als selbstverständlich hingenommen haben. Wir sollen unsere Mitmenschen und Umwelt betrachten, uns wundern und Fragen stellen.
Seitdem versuche ich wirklich, ein bisschen aufmerksamer durch meinen Alltag zu gehen und habe dabei festgestellt, dass es tatsächlich viele Dinge gibt, über die ich mich nun plötzlich wundere. Ich wundere mich zum Beispiel darüber, dass Menschen minutenlang an einer roten Ampel warten, obwohl weit und breit kein Auto zu sehen ist. Oder darüber, dass Mädchen im Kindesalter rosafarbene Klamotten angezogen bekommen und Jungs blaue. Ich frage mich, warum Menschen gewisse Schönheitsideale anstreben und weswegen auf der Salzpackung aus dem Supermarkt ein Ablaufdatum steht. Ich habe festgestellt, dass viele Dinge plötzlich keinen Sinn mehr ergeben, sobald man sie durch die soziologische Brille genauer betrachtet.
Am Ende des Semesters muss ich statt einer Klausur eine Hausarbeit schreiben. Das Thema soll eine soziologische Frage sein, die ich mir selbst aussuchen darf. Obwohl die Liste an Dingen, über die ich mich wundern kann, endlos ist, fiel es mir schwer, mich auf eine konkrete Fragestellung festzulegen. Nach längerem Kopfzerbrechen, einem Gespräch mit meinem Tutor aus einem höheren Semester und ausgiebigem Stöbern in der Bibliothek, habe ich mich schließlich für ein Thema entschieden: Ich werde mit Hilfe der Theorie des Fremden von Alfred Schütz, erklären, mit welchen Schwierigkeiten und Krisen ein Individuum nach einem Umzug in eine völlig fremde Stadt konfrontiert wird. Da ich selbst einen solchen Umzug hinter mir habe und mich mit diesem Thema sehr gut identifizieren kann, freue ich mich mittlerweile sogar schon darauf, diese Hausarbeit zu schreiben.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  13.02.2017
Autor: Franziska
Rubrik: studium
13.02.2017