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Studentenleben live

Neues Zuhause und neues Semester

Ich habe lange keinen Beitrag mehr geschrieben und es ist einiges passiert in den vergangenen Monaten. Zunächst bin ich ja mit meinem Freund in eine schöne, helle Drei-Zimmer-Wohnung gezogen. Zu Beginn hatten wir viel damit zu tun, die Wohnung einzurichten und alles zum Funktionieren zu bringen. So hatten wir uns zum Beispiel eine Küche gebraucht gekauft und dann hat unerwartet der Herd nicht funktioniert. Netterweise haben wir von den Nachbarn meiner Tante einen gebrauchten Herd geschenkt bekommen. Aber der musste ja auch erst mal angeschlossen werden. Am Ende war also alles doch langwieriger und anstrengender als gedacht. Inzwischen sind wir aber ganz gut in unserem neuen Zuhause angekommen.
Im vorigen Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich dieses Semester nur zwei psychologische Module belege. Das eine Modul ist das Aufbaumodul in klinischer Psychologie. Das ist relativ spannend, weil wir über verschiedene Therapieansätze mehr erfahren. In einem Seminar üben wir praktischere Dinge, wie zum Beispiel autogenes Training. Das andere Modul ist pädagogische Psychologie. Hier wird man auf Aufgaben vorbereitet, die man als Schulpsychologe haben könnte. So beschäftigen wir uns zum Beispiel mit Teilleistungsschwächen wie Dyskalkulie oder Lese-Rechtschreib-Schwäche. Ansonsten belege ich noch Italienisch als Wahlfach, weil das sehr viel Spaß macht und mir das Lernen relativ leicht fällt, da ich in der Schule Latein hatte und Spanisch spreche.
Inzwischen habe ich auch ein Bachelorarbeitsthema samt Betreuerin gefunden: Ich werde mich am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften mit dem Thema Prosodie (Sprachmelodie) beschäftigen. Es ist sehr spannend, auch mal selbst bei der Planung von Studien dabei zu sein. Vor dem richtigen Experiment werde ich eine kleine Pilotstudie machen. Dafür programmiere ich gerade den Fragebogen, sodass der Computer den Probanden zur richtigen Zeit das Richtige anzeigt und sich auch merkt, wann die Probanden auf welche Knöpfe gedrückt haben.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  16.01.2017

Studenenleben live

Auf nach Cartagena

Der Flieger setzt auf valencianischem Boden auf. Nun muss ich mit der U-Bahn zum Hostel – kann ja nicht so schwer sein. Auf dem Weg zum Hostel fallen mir die zweisprachigen Schilder auf. Eine Sprache ist definitiv Spanisch. Die andere, so erfahre ich, ist Valencianisch. Von der letzten U-Bahn-Station zum Hostel sind es allerdings noch mindestens anderthalb Kilometer. Da bekomme ich zum ersten Mal zu spüren, dass ich beim Packen ein wichtiges Detail außer Acht gelassen habe: Meine Tasche hat keine Rollen, noch nicht mal einen längeren Riemen, um sie zumindest um die Schulter zu hängen. Deshalb schleppe ich in der Mittagshitze nun mein Gepäck durch die Gegend.
Valencia ist eine schöne Stadt und hat vor allem eine sehenswerte Altstadt zu bieten. Allerdings ist mir die Stadt zu groß und zu laut. Am Montag nehme ich einen Bus nach Cartagena, das vier Stunden Busfahrt entfernt liegt. Danach bin ich erstmal platt, was höchstwahrscheinlich auch an dem warmen Wetter liegt, an das sich mein Kreislauf noch nicht gewöhnt hat. Im Hotel haue ich mich eine Weile aufs Ohr, bin jedoch zum Abendessen bereits mit einer Frau verabredet, die auch das erste Mal auf der Bark Alexander von Humboldt II. mitsegeln wird und mindestens genauso aufgeregt ist wie ich. Beim Essen unterhalten wir uns wohl ziemlich laut über unsere Erwartungen an den Segeltörn, denn ein Mann vom Nachbartisch spricht uns darauf an. Schnell stellt sich heraus, dass er auch das erste Mal auf der Alexander von Humboldt II. mitsegeln will und wie ich keinerlei Segelerfahrung hat.
Morgen geht es endlich los! Ob ich vor lauter Aufregung heute Nacht überhaupt schlafen werde?

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  13.01.2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
13.01.2017

Studentenleben live

Die richtige Dosis Erwachsensein

Jeder normale Mensch wird mir den Vogel zeigen, aber ich gestehe: Die Zahl 20 im Zusammenhang mit meinem Alter gefällt mir nicht. Solange eine eins vor dem Alter steht, ist alles halb so schlimm, halb so ernst. Schließlich ist man ja noch ein Teenager und da gehören Fehler, Irrwege und Dramen dazu. Natürlich verändert sich das Leben nicht schlagartig, nur weil ich dann offiziell 20 bin. Dennoch habe ich zumindest einen gesunden Respekt vor meinem Geburtstag. Ich habe eine Freundin, die mit 20 Jahren ihren zweiten Bachelor abgeschlossen hat (Abi mit 16 und insgesamt ein überproportional begabter Mensch), andere sind jetzt schon erfolgreiche Gründer von Start-ups. Wenn ich diese Menschen sehe, frage ich mich, was ich in den vergangenen 20 Jahren erreicht habe. Spaß und schöne Momente hatte ich zur Genüge, aber gibt es nennenswerte Erfolge zu verbuchen?
Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich Angst davor, 20 Jahre alt zu werden, weil ich Angst davor habe, erwachsen zu werden. Erwachsen klingt nach müde, starr und langweilig. Dieses Bild hat sich etwas geändert, nachdem ich einen klugen Satz der deutschen Poetry Slammerin Julia Engelmann gelesen habe: „Erwachsen werden heißt ja nicht, dass ich aufhören muss, ein Kind zu sein.“ Werde ich jemals anfangen, geschmacksneutrales Haferflockenmüsli statt quietschbunter Cornflakesringe zu schlemmen? Sehr unwahrscheinlich. Werde ich jemals lieber früh ins Bett gehen, anstatt mit halberfrorenen Fingern geheime Gänge der Bibliothek zu erkunden? Definitiv nicht.
Ich merke, dass ich in den bald 20 Jahren etwas erreicht habe: Ich bin glücklich und neugierig, abenteuerlustig und kreativ. Ich habe gelernt, mich zu akzeptieren und zu schätzen. Vielleicht bedeutet altern ja gar nicht verändern, sondern lernen und stärker werden.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  10.01.2017
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
10.01.2017