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Studentenleben live

Kriminaloper

Im dritten Master-Semester der Medienwissenschaft belege ich ein Seminar, in dem wir neben der Theorie ein Opern-Projekt praktisch betreuen. Es geht dabei um die Kriminaloper „W- the truth beyond“, in der die Geschichte von Henning Mankells Kriminalkommissar Kurt Wallander auf der Opernbühne weitererzählt wird. Die Kriminaloper wird am 15. Juli 2016 in Tübingen uraufgeführt werden und zieht dann für weitere Aufführungen in die schwedische Stadt Ystad. Die künstlerische Leitung liegt beim Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung. Für die Regie konnte die Opernregisseurin Julia Riegel gewonnen werden. .Außerdem wirken an dem Opern-Projekt das „Zentrum für Medienkompetenz“ und das „Collegium Musicum“ mit.

Das Opernprojekt wird von der Uni interdisziplinär betreut: neben der Skandinavistik, der Germanistik und der Musikwissenschaft ist auch die Medienwissenschaft beteiligt. Unser Seminar teilt sich in die Gruppen Programmheft und Plakate, Website, PR und Film. Die Filmgruppe fertigt Filme an, die während der Oper live aufgeführt werden

Ich bin in der PR-Gruppe. Das bedeutet, dass ich mich mit meinem Team darum kümmere, dass die Oper durch Pressemitteilungen und Pressekonferenzen bekannt wird und die Presse alle Informationen erhält. Darüber hinaus bieten wir Hintergrundberichte, Interviews mit den Beteiligten, Aufnahmen von den Proben und vieles mehr auf verschiedenen Kanälen wie zum Beispiel Facebook an. Da die Oper aber erst im Sommer aufgeführt wird, können wir jetzt im Winter nur die Vorarbeit leisten und jemand anderes wird unsere PR-Produkte, die als Werkstücke benotet werden, dann ausspielen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  30.12.2015
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
30.12.2015

Studentenleben live

Es ist soweit

Ich habe es geschafft: Ich habe meine erste richtige fünfstündige Klausur hinter mich gebracht. Fünf Stunden? Ja, fünf Stunden. (Die Vorfreude auf das Examen, für das man innerhalb von zwei Wochen fünf fünfstündige Klausuren schreibt, steigt natürlich immens.)

Am Abend vor der Klausur wurden nochmal intensiv Dissertationen über Themen, die wir immer noch nicht so ganz verstanden haben, durchgeblättert. Wann muss man sich als Kombattant an die Gesetze vom humanitären Völkerrecht halten, um seinen Kriegsgefangenenstatus zu behalten? Gilt beim Drohnen-Abschuss schon humanitäres Völkerrecht? Und was bedeuten denn jetzt diese blöden Erga-omnes-Normen? Aber irgendwann bringt es einfach nichts mehr – der Zeitpunkt war gekommen, das Buch wegzulegen und die Klausur auf sich zukommen zu lassen.

Die Stimmung am Morgen der Klausur war ziemlich aufgedreht. Alle haben sich vor den Spinden getroffen und sich aufgeregt viel Glück gewünscht. 100 Studenten wurden auf verschiedene Räume aufgeteilt, circa 15 Leute pro Raum. Angespannt haben wir darauf gewartet, bis wir endlich unsere Unterlagen umdrehen durften –dann ging es los.

Während wir angestrengt unsere Lösungsskizze zusammengeschrieben haben, kam die Aufsicht und blätterte unsere Gesetze auf unzulässige Anmerkungen durch. Es galt, sich bloß nicht durcheinander bringen zu lassen, wenn da jemand zehn Minuten angestrengt durch mein Gesetz blättert, während ich versuche, mich auf die Lösung des Falls zu konzentrieren! Bei dem Gedanken, wegen einer Anmerkung von der Prüfung ausgeschlossen zu werden, standen mir schon die Schweißperlen auf der Stirn. Aber dann wurde mein Gesetz mit einem Kopfnicken durchgewunken. Dann konnte es endlich hochkonzentriert weiter gehen, nach eineinhalb Stunden Lösungsskizze habe ich mich endlich ans Schreiben gemacht, und auch wenn ich immer noch dreieinhalb Stunden zum Ausformulieren hatte wurde die Zeit noch ziemlich knapp.

13.30 Uhr: „Einmal die Stifte weglegen, bitte!“ Ein Seufzen ging durch den Raum, als wir endlich unsere Klausurhefte zuklappen konnten und damit die schriftliche Schwerpunktprüfung vorbei war. Ein paar kleinere Nervenzusammenbrüche gab es, ein paar heimliche Tränen auf dem Klo, bevor weitergeschrieben wurde, aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass alle ganz gut durch die Klausuren gekommen sind. Dann konnten wir kurz durchatmen – die mündliche Prüfung folgt kommenden Montag.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  29.12.2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
29.12.2015

Studentenleben live

Der Countdown läuft

Noch zwei Wochen, dann steht die erste Klausur in unserer Jura-Karriere an, die etwas zählt: unsere Schwerpunkt-Examensklausur! In der Bibliothek brummen bis spät abends die Köpfe, aber etwas ist anders: Wir sind alle gar nicht so gestresst.

Komisch – die erste Klausur, die zählt, und die Stimmung bleibt relativ entspannt. Ist es, weil wir schon so viele Klausuren geschrieben haben? Werden wir langsam alte Klausuren-Hasen? Oder weil man jetzt so lange für diese eine Klausur gelernt hat, dass man sich – im Unterschied zu allen anderen Klausuren, die wir sonst so geschrieben haben – endlich mal ziemlich gut vorbereitet fühlt?

Der Rhythmus vor der Klausur war auf jeden Fall ziemlich eintönig. Es gab keine Vorlesungen mehr, dafür brüteten wir aber von morgens bis abends über Völkerrecht. Dieses Jahr habe ich es mir ein bisschen leichter gemacht und eine Lerngruppe gegründet, da es viel mehr Spaß macht, nebeneinander zu sitzen, zusammen Fälle zu lesen oder sich über dieses undogmatische System von Völkerrecht aufzuregen, als alleine in der stillen Bibliothek über den Texten zu hängen. Da vergeht die Zeit im Jurahimmel (so wird die oberste Etage meiner Universität mit den Kleingruppen-Räumen genannt) ja fast wie im Flug.

Die Stimmung schwankte zwischen „Oh Gott, ich kann das alles nicht!“ und „Alles OK, ich hab jetzt wirklich genug gelernt!“. In unserer Mini-Gruppe rattern wir uns gegenseitig die Prüfungs-Schemata vor, beten Argumentationsstrukturen wie im Schlaf runter und überfliegen noch die letzten Falllösungen. Die erste große Stressphase kam, als ich alle meine getippten Zusammenfassungen gedruckt habe – so um die 120 Seiten sind das schon. Aber mal ganz ehrlich – auch wenn man noch ein paar Tage mehr Zeit gehabt hätte, irgendwann muss es einfach ausreichen mit der Vorbereitung. Und in Jura gibt es sowieso immer den einen besonders wichtigen Text, den man noch nicht gelernt hat. Dann ist Kreativität verlangt. Ich verstehe Jura sowieso nicht als stures Auswendig-Lernen-Fach, sondern hoffe immer noch, dass ich es auch mit weniger Lernen und mehr Verstehen schaffe.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  25.12.2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
25.12.2015