Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Durchhalten!

Gerade erst waren wir mit der schriftlichen Prüfung durch, da stand auch schon die Mündliche kurz bevor. Durchhalten und Nerven behalten war angesagt, denn unser Professor hat vor zwei Wochen noch ein Thema, dass er eigentlich ausgeschlossen hatte, für die mündliche Prüfung wieder mit einbezogen. Vor der Klausur hatte das natürlich niemand mehr wiederholt, aber dann stand dieser dicke Brocken noch vor uns – ganz abgesehen von den Themen, die sowieso nur für die Mündliche relevant waren, und bei denen man eigentlich auch gute volkswirtschaftliche Kenntnisse haben sollte, um das alles zu verstehen!

Aber ich dachte mir: nicht aufgeben, eines nach dem anderen machen. Und nach einem lernintensiven Wochenende hatte ich mich auch wieder einigermaßen gut vorbereitet gefühlt. Eigentlich hasse ich mündliche Prüfungen, aber diesmal ließ ich mich erstaunlich wenig aus der Ruhe bringen! Gute Laune war sowieso angesagt, denn nach ein paar Stunden war sowieso alles vorbei.

Zu dritt wurden wir 60 Minuten lang von unseren Professoren abgefragt – kleine Wissensabfragen und kleine Fälle lösen standen auf dem Programm. Hier kam endlich unser aller Lieblingsthema: Darf Frankreich aus völkerrechtlicher Sicht in Syrien eingreifen? Und schneller als gedacht, war der mündliche Teil auch schon wieder vorbei.

Dann stand uns nachmittags nur noch die Verteidigung der Bachelorarbeit bevor, die wir im Sommer geschrieben hatten. Die Bachelorverteidigung war wirklich der einfachste Programmpunkt der letzten Wochen, und nach zehn Minuten war auch das geschafft.

Unglaublich! Vorbei! Mit Jubelschreien wurden alle, die aus der Bachelorverteidigung kamen, in der Coffee Lounge empfangen. Sektkorken knallten, während wir auf unsere Prüfungsergebnisse warteten. Alle zusammen saßen wir aufgeregt im Raum, haben unseren Umschlag ausgehändigt bekommen und saßen Schulter an Schulter, als wir nervös unsere Umschläge aufgerissen haben. Geteiltes Leid ist doch immer noch halbes Leid! Und von Leid konnte man eigentlich auch nicht sprechen, denn die Ergebnisse waren für die meisten von uns richtig gut ausgefallen. Nur auf die Noten von der schriftlichen Prüfung müssen wir jetzt noch warten.

Es ist vorbei. Der erste Teil vom Staatsexamen ist geschafft. Und jetzt? Erstmal ausschlafen. Mal wieder einkaufen und putzen. Und auf den Weihnachtsmarkt gehen. Jetzt kann die Weihnachtsstimmung losgehen!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  31.12.2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
31.12.2015

Studentenleben live

Kölle Alaaf

Pünktlich zum Karneval startete bei uns am Zentrum für zeitgenössischen Tanz (kurz: ZZT) die Projektzeit. In dieser Phase, meistens drei bis vier Wochen, kamen Gastchoreographen zu uns an die Hochschule, die zusammen mit unseren Dozenten nach einem Projektcasting mit den jeweiligen Tänzern ein Stück einstudierten. Traditionell wurde das erste Semester von einem Dozenten betreut und meistens durfte die ganze Klasse mittanzen. In höheren Semestern wurde der Druck und die Konkurrenz höher, in die beliebten Projekte zu gelangen, bei den besonders renommierten Choreographen. Selbst wenn man im Casting einen Platz erhielt, war natürlich noch nicht klar, ob die Zusammenarbeit mit dem Choreographen funktionieren würde.

Wir sammelten also erste Berufserfahrungen. Es ging darum, choreographische Techniken zu lernen, verschiedene Qualitäten des Tanzens zu erforschen und zu lernen, die Vorstellungen des Choreographen zu verstehen und vor allem umsetzen zu können. Es war das erste Mal, dass mir wirklich bewusst wurde, welche Berufsperspektiven die Leidenschaft des Tanzens tatsächlich bietet: dein Körper und seine Bewegungen sind dein Kapital.

Nach vier bis zwölf Wochen Probenzeit standen dann ungefähr sieben Performances an – diese fanden je nach Projekt in unterschiedlichem Rahmen statt. Die kleineren Projekte wurden bei uns im Studio aufgeführt, die anderen meistens in einem Theater in Köln und Umgebung. Einmal nahm ich an einem Projekt teil, dass im Museum stattfand. Die zeitgenössische Szene ist sehr vielfältig. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, auf neue Art und Weise den Körper zu entdecken. Mit Sound, Live-Art, Improvisation, mit und ohne Musikern, Videoaufnahmen, unterschiedlichem Untergrund, Kleidung, Requisiten, Sprache oder Theater – um nur ein paar zu nennen.

Wie ich schon berichtete, kamen meine Kommilitonen aus der ganzen Welt. Jeder brachte damit auch seine Kultur und natürlich seine Tanzkultur mit ans ZZT. In diesem ersten Projekt, geleitet von einer Japanerin, setzten wir eigene Ideen um. Es wurde zu einem Spiegel und Zusammenspiel von unseren Charakteren. Wir arbeiteten jeden Tag an „unserer“ Choreographie und es wurde ein echt schönes Produkt. Dann kamen die Aufführungen, das Lampenfieber und die Müdigkeit. Jeden Tag war die Vorstellung anders, das Zusammenspiel der Tänzer anders und die Aufregung anders. Und der Applaus brachte jeden Tag einen Endorphinkick! Hinter den Kulissen gab es Umarmungen, Blumen und Feedback. Nach den vollbrachten sieben Vorstellungen war das Semester abgeschlossen, wir konnten in ein paar Ruhetagen die Erschöpfung auskurieren und das neue Semester begann.

Autor: Mila  |  Rubrik: studium  |  30.12.2015
Autor: Mila
Rubrik: studium
30.12.2015

Studentenleben live

Kriminaloper

Im dritten Master-Semester der Medienwissenschaft belege ich ein Seminar, in dem wir neben der Theorie ein Opern-Projekt praktisch betreuen. Es geht dabei um die Kriminaloper „W- the truth beyond“, in der die Geschichte von Henning Mankells Kriminalkommissar Kurt Wallander auf der Opernbühne weitererzählt wird. Die Kriminaloper wird am 15. Juli 2016 in Tübingen uraufgeführt werden und zieht dann für weitere Aufführungen in die schwedische Stadt Ystad. Die künstlerische Leitung liegt beim Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung. Für die Regie konnte die Opernregisseurin Julia Riegel gewonnen werden. .Außerdem wirken an dem Opern-Projekt das „Zentrum für Medienkompetenz“ und das „Collegium Musicum“ mit.

Das Opernprojekt wird von der Uni interdisziplinär betreut: neben der Skandinavistik, der Germanistik und der Musikwissenschaft ist auch die Medienwissenschaft beteiligt. Unser Seminar teilt sich in die Gruppen Programmheft und Plakate, Website, PR und Film. Die Filmgruppe fertigt Filme an, die während der Oper live aufgeführt werden

Ich bin in der PR-Gruppe. Das bedeutet, dass ich mich mit meinem Team darum kümmere, dass die Oper durch Pressemitteilungen und Pressekonferenzen bekannt wird und die Presse alle Informationen erhält. Darüber hinaus bieten wir Hintergrundberichte, Interviews mit den Beteiligten, Aufnahmen von den Proben und vieles mehr auf verschiedenen Kanälen wie zum Beispiel Facebook an. Da die Oper aber erst im Sommer aufgeführt wird, können wir jetzt im Winter nur die Vorarbeit leisten und jemand anderes wird unsere PR-Produkte, die als Werkstücke benotet werden, dann ausspielen.

Autor: Miriam  |  Rubrik: orientieren  |  30.12.2015
Autor: Miriam
Rubrik: orientieren
30.12.2015