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Studentenleben live

Praktikum

Im Rahmen meines Masterstudiums der Medienwissenschaft ist ein dreimonatiges Praktikum Pflicht. Da ich mir gut vorstellen kann, in der Unternehmenskommunikation zu arbeiten, suchte ich auf diversen Job- und Praktikabörsen nach passenden Angeboten. Ich erhielt circa 20 Suchergebnisse mit Unternehmen aus den verschiedensten Sparten. Zwar hieß es überall, dass man mindestens sechs Monate bleiben soll, aber ich ließ es auf einen Versuch ankommen. Am attraktivsten erschien mir das Angebot der Ernst Klett AG, die in der Beschreibung des Praktikums angaben, dass man sowohl Einblick in die externe als auch in die interne Kommunikation bekommen würde. Darüber hinaus kann ich mich nicht in einem Unternehmen sehen, das in der Automobilbranche oder im technischen Bereich agiert, weil ich zu diesen Themen einfach keinen Zugang habe. Und ich glaube, dass gerade in der Unternehmenskommunikation die persönliche Einstellung zu dem, wofür das Unternehmen steht, einen großen Einfluss auf die Qualität der eigenen Arbeit hat. Die Klett Gruppe etwa steht für Bildung im weitesten Sinn – ein Thema, das mich interessiert. Zudem hat sie in der Gesellschaft – sowohl als Arbeitgeber als auch als gesellschaftlicher Akteur – eine hohe Reputation. Das sind die Gründe, die dazu führten, dass ich mich bewarb, und nachdem ich die Stelle auch bekam, glücklicherweise dieses Praktikum für drei Monate machen durfte.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  24.10.2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
24.10.2015

Studentenleben live

Bloß kein Stress - Teil 2

Was mir persönlich am meisten an dem Kurs zum Selbst- und Stressmanagement geholfen hat, ist das mentale Stressmanagement. Unsere Kursleiterin hat uns erklärt, jeder von uns habe sogenannte Antreiber, die eigentlich eine positive Wirkung haben, aber auch stressverstärkende Gedanken in unseren Köpfen auslösen könnten. Während viele meiner Kommilitoninnen vor allem ein Problem damit hatten, die Verantwortung beispielsweise in Gruppenarbeiten aus der Hand zu geben, kämpfe ich am meisten mit dem Druck von außen. Ich bin eigentlich sehr mit meinen Leistungen zufrieden und dank meiner frühzeitigen Planung gerate ich auch nur sehr selten in Zeitnot, was das Lernen für Klausuren und dergleichen betrifft. Mich stressen am meisten die Kommentare der anderen, denn obwohl ich gerade mein Bachelorstudium in Regelstudienzeit abgeschlossen habe, werde ich ständig gefragt, wann ich denn endlich fertig bin oder was ich nach meinem Studium machen will. Deshalb habe ich das Gefühl, eigentlich doppelt und dreifach so viel leisten zu müssen. Noch dazu fällt es mir unheimlich schwer, nein zu sagen – sei es in der Arbeit oder gegenüber Freunden. Und so kommt dann meistens eins zum anderen und ich fühle mich total im Stress. Wenn ich aber weiß, woher diese Art von Stress kommt, fällt es mir viel leichter, auch mal nein zu sagen und zuerst an mich selbst zu denken.

Ich finde es wirklich super, dass an der Uni solche Kurse angeboten werden. Ein toller Aspekt an der Sache ist natürlich, dass ich mir so ein paar Credits dazu verdienen kann. Andererseits finde ich es aber auch einfach wichtig, auf diese Weise etwas über mich und mein Verhalten in Stresssituationen zu lernen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: orientieren  |  22.10.2015
Autor: Noelle
Rubrik: orientieren
22.10.2015

Studentenleben live

Urlaub vor dem Sturm

Ich war mir lange nicht sicher, ob es eine gute Idee wäre, nach Israel zurückzukehren. Aus dem einfachen Grund, dass es nicht mehr dasselbe sein würde. Vielleicht waren es gar nicht so sehr Land und Leute, die ich vermisste und wiedersehen wollte, sondern mir fehlte eher das Gefühl von Freiheit und einem kleinen zweiten Leben, das ich mir dort für vier Monate aufgebaut hatte. Irgendwann im Juli buchte ich dann einfach Flüge. Ich war gerade sehr gestresst vom Praktikum und brauchte eine Aussicht auf Urlaub. Außerdem habe ich vielen Menschen dort versprochen, zurückzukommen und wollte sie nicht enttäuschen.

Die vergangenen zwei Wochen habe ich also in Israel verbracht und es war eine sehr gute Entscheidung. Natürlich war nicht alles wie damals während meines Auslandssemesters, eigentlich war es sogar komplett anders. Aber es waren zwei Wochen pure Erholung, Sonne tanken, Leben genießen und Freunde treffen. Das Schöne daran war, dass ich das Land bereits gesehen hatte und nicht unter dem Druck stand, alles Mögliche mitnehmen zu müssen und jeder Touristenführung beizuwohnen. So habe ich mir auch die Zeit genommen, einen Feiertag (Sukkot) bei einer strenggläubigen Jüdin zu verbringen, mit in die Synagoge zu gehen und mit ihrer Familie den ganzen Tag über nichts zu tun außer zu essen und zu lesen, wie es die Religion verlangt.

Mit einem anderen Freund war ich ein paar Tage in Jerusalem und am Toten Meer. Ich bin auch endlich darin „geschwommen“, also getrieben – das war mein einziger fester Programmpunkt, denn bei meinem ersten Aufenthalt im Winter hatte ich Pech mit dem Wetter. Ein paar weitere Tage habe ich dann in Tel Aviv und Umgebung verbracht, wo ich auch ein paar Freunde wiedertreffen konnte. Ein bisschen schade fand ich, dass ich an einer Informationstour einer Nichtregierungsorganisation, zu der ich mich angemeldet hatte, nicht teilnehmen konnte. Ich brachte es nicht übers Herz, der arabischen Familie, die mich zu sich einlud und zwei Tage lang beherbergte, zu sagen, dass ich noch andere Dinge in Tel Aviv vorhatte und Jaljulija eigentlich schon am ersten Abend wieder verlassen wollte.

Zurück in Deutschland wurde ich gewaltig von der Kälte überrascht und habe mir erst einmal einen neuen Schal, Handschuhe, Tee und Lebkuchen gekauft. Nun bin ich erschreckend motiviert für das neue Semester. Wie lange das anhält, wird sich zeigen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  21.10.2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
21.10.2015