Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Neue Leute

Kaum war meine Deutschlandtour vorbei, hatte ich das Gefühl, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Die Bachelorarbeit war abgegeben, die Freunde fast alle im Urlaub oder mit Hausarbeiten beschäftigt und Zimmer aufräumen, also bitte – das ist doch keine ernst gemeinte Option! Ich wollte nach Bonn, die Stadt erkunden, Menschen kennenlernen und am liebsten direkt anfangen zu studieren! Dass ich bestimmt überhaupt keine Freunde in Bonn finden würde, war nur zwei Sekunden lang meine Befürchtung, das hat in Düsseldorf ja auch geklappt.

Die Uni beginnt erst Mitte Oktober, was lag also näher, als mir mal das Vorkursprogramm anzusehen? Da ich bislang noch keinen Nachrückplatz für Sozialwissenschaften habe, habe ich mich für Mathe als zweites Lehramtsfach immatrikuliert. Kommendes Semester will ich dafür ein paar Veranstaltungen besuchen, neben Bildungswissenschaften und Deutsch-Didaktik. Und für Mathe werden Vorkurse wärmstens empfohlen.

Mittlerweile sind die zwei Wochen Vorkurs schon fast wieder um, und ich bin sehr froh, sie gemacht zu haben. Ich habe in meiner Übungsgruppe Menschen kennengelernt, mit denen ich jeden Tag zusammen in der Mensa zu Mittag esse. Nach dem Mathe-Ersti-Grillen wurde ich sogar eingeladen, gemeinsam mit ein paar Leuten im WG-Wohnzimmer eines zukünftigen Kommilitonen ein paar Runden „Werwolf“ zu spielen.

Die erste Hürde ist also gemeistert und wenn das Semester erst mal richtig losgeht, werde ich bestimmt noch mehr potenzielle Freunde kennenlernen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  12.10.2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
12.10.2015

Studentenleben live

Ich packe meinen Rucksack

Endlich schultere ich wieder meinen großen Wanderrucksack und mache mich auf eine kleine Abenteuerreise. Erste Station: Barcelona. Schon die Ankunft lässt Freude aufkommen: Als ich um halb zwei Uhr nachts todmüde in meinem zehn-Betten-Schlafsaal ankomme, ist das Bett, das mir zugewiesen wurde, schon belegt. Um nicht die fünf Stockwerke zur Rezeption wieder hinunterlaufen zu müssen, lege ich mich einfach in das freie Bett, das am wenigsten benutzt aussieht – nur um vier Stunden später von einer aufgebrachten Amerikanerin aufgeweckt zu werden.

Und es wird nicht besser. Die Leute in meinem Hostel finde ich nicht besonders spannend, außerhalb der kleinen Altstadt und den Gaudi-Gebäuden begeistert mich Barcelona wenig und meine Füße habe ich mir auch schon wund gelaufen. An das Alleine-Reisen muss ich mich erst wieder gewöhnen. Aber zum Glück geht’s schnell bergauf: Eine Freundin von einer Freundin von einem Freund aus Brüssel lebt in Barcelona und nimmt mich abends mit. Schwupps sitze ich mit einer Gruppe Spanier im Hipster-Viertel Barcelonas und diskutiere über die katalanische Unabhängigkeit.

Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit bin ich auch wieder drin im Alleine-Reisen. Vorteile: Ich bin offener und gehe mehr auf andere Leute zu. Dadurch, dass ich auf mich alleine gestellt bin, wird jede Sehenswürdigkeit, die ich entdecke, zu einem Highlight und jeder Moment ist mangels Ablenkung besonders intensiv. Ich kann machen, worauf ich grade Lust habe. Nachteile: Ich muss immer neue Leute kennenlernen und die gleichen Gespräche führen. Ich muss mir selbst überlegen, worauf ich Lust habe und bin schonungslos meinen eigenen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Außer Barcelona besichtige ich auch Valencia, die Alhambra, Sevilla und Tarifa alleine und fühle mich bald wohl dabei.

Morgen setze ich mit der Fähre nach Marokko über. Unglaubliche Vorfreude auf Exotik kribbelt in meinem Magen, während ich eigentlich das Gefühl habe, schon genug für einen Urlaub erlebt zu haben. Ursprünglich war Spanien für mich der „Weg zum Ziel“ Marokko, aber in diesen – viel zu wenigen – Tagen habe ich das Land von einer neuen Seite kennengelernt, mich in Andalusien verliebt und meine Leidenschaft für Sprachen wieder entflammt. Hier war ich definitiv nicht zum letzten Mal!

Autor: Luisa  |  Rubrik: orientieren  |  09.10.2015
Autor: Luisa
Rubrik: orientieren
09.10.2015

Studentenleben live

Die Grenze zu Ecuador

Es gibt zwei Grenzübergänge zwischen Peru und Ecuador. Der eine liegt an der Küste und der andere etwas weiter landeinwärts. Um von Peru nach Ecuador einzureisen haben beide einmal ausprobiert. Landeinwärts ist kaum ein Tourist oder eine Touristin zu sehen, und wir mussten fünfmal das Transportmittel wechseln, bevor wir uns den Einreisestempel abholen konnten. Daher hatte ich genug Zeit, um den Kontrast zwischen Peru und Ecuador zu analysieren. Ich war überrascht, wie unterschiedlich diese beiden Länder sind, obwohl sie beide von der Gebirgskette der Anden durchzogen sind. Ecuador wirkt sehr viel aufgeräumter und wohlhabender als Peru und kam mir nach der langen Zeit in Lima sehr schick, modern und geordnet vor.

Dennoch lief auch das Reisen in Ecuador nicht ganz ohne Missgeschicke. Beim Grenzübergang hatten wir uns noch ausgerechnet, dass wir genug Geld dabei haben, um erst in der nächstgrößeren Stadt entspannt zur Bank gehen zu müssen. Umso größer war der Schreck, als die Geldautomaten der einzigen Bank dort unsere Kreditkarten nicht akzeptierten und wir daher das Busticket zur Weiterfahrt nicht würden zahlen können. Eine Familie bot uns jedoch gleich Hilfe an und nahm uns auf der Ladefläche ihres Pick-ups ein Stück mit. Es war schon längst Nacht geworden und der Sternenhimmel spannte sich wie ein Zelt über uns, während wir auf engen Serpentinen den Berg erklommen – ein unvergesslicher Anblick. Wenngleich diese Fahrt aufregend und sehr schön war, war ich aber auch dankbar, als uns ein weiterer Autofahrer anbot in sein Auto umzusteigen, sodass wir den Rest der Strecke entspannt im Warmen zurücklegen konnten.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  07.10.2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
07.10.2015