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Studentenleben live

Legofilm

Eine Sache hat mir im vergangenen Jahr an der Uni ganz besonders gut gefallen: Die Produktion unseres Films „Inklusion statt Perfektion“. Angefangen hat alles damit, dass das Sozialministerium Baden-Württemberg die Kampagne „DuIchWir“ zum Thema Inklusion gestartet hat. Unser Seminar für Film und Fernsehen sowie Veranstaltungen anderer Hochschulen bekamen den Auftrag, Filme zum Thema Inklusion dafür zu drehen.

Es war gar nicht so einfach, Schauspieler mit Behinderungen zu finden, die zu dem Drehbuch passen, das wir uns ausgedacht haben, und die auch noch unentgeltlich mitmachen wollten. Daher hatten wir die Idee, einen Stop-Motion-Film mit Legomännchen zu drehen, bei dem einzelne Bilder von unbewegten Motiven aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Die Legomännchen haben wir entsprechend angepasst, indem wir etwa einen Rollstuhl gebastelt oder ein Männchen mit Sonnenbrille und Blindenstock ausgestattet haben. An fünf Tagen waren wir von morgens bis abends im Filmstudio und haben in künstlichem Licht 2.200 Bilder geschossen. Anschließend bearbeiteten wir sie, komponierten Musik, schrieben einen Sprechertext, sprachen diesen ein und betrieben „Voice Acting“. Das heißt, wir sprachen im Tonstudio alle Stimmen, Töne und Geräusche ein, die später im Film zu hören sind. Zusammen mit dem Film gaben wir noch ein Drehbuch und einen Produktionsplan ab.

Im Herbst wird unser Beitrag nun veröffentlicht. Er wird im Weltethos-Institut in Tübingen ausgestellt, auf der Website der Kampagne verlinkt und es kann im Rahmen eines Wettbewerbs für ihn abgestimmt werden. Wir sind sehr gespannt wie wir abschneiden – in jedem Fall aber stolz auf uns.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  13.10.2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
13.10.2015

Studentenleben live

Neue Leute

Kaum war meine Deutschlandtour vorbei, hatte ich das Gefühl, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Die Bachelorarbeit war abgegeben, die Freunde fast alle im Urlaub oder mit Hausarbeiten beschäftigt und Zimmer aufräumen, also bitte – das ist doch keine ernst gemeinte Option! Ich wollte nach Bonn, die Stadt erkunden, Menschen kennenlernen und am liebsten direkt anfangen zu studieren! Dass ich bestimmt überhaupt keine Freunde in Bonn finden würde, war nur zwei Sekunden lang meine Befürchtung, das hat in Düsseldorf ja auch geklappt.

Die Uni beginnt erst Mitte Oktober, was lag also näher, als mir mal das Vorkursprogramm anzusehen? Da ich bislang noch keinen Nachrückplatz für Sozialwissenschaften habe, habe ich mich für Mathe als zweites Lehramtsfach immatrikuliert. Kommendes Semester will ich dafür ein paar Veranstaltungen besuchen, neben Bildungswissenschaften und Deutsch-Didaktik. Und für Mathe werden Vorkurse wärmstens empfohlen.

Mittlerweile sind die zwei Wochen Vorkurs schon fast wieder um, und ich bin sehr froh, sie gemacht zu haben. Ich habe in meiner Übungsgruppe Menschen kennengelernt, mit denen ich jeden Tag zusammen in der Mensa zu Mittag esse. Nach dem Mathe-Ersti-Grillen wurde ich sogar eingeladen, gemeinsam mit ein paar Leuten im WG-Wohnzimmer eines zukünftigen Kommilitonen ein paar Runden „Werwolf“ zu spielen.

Die erste Hürde ist also gemeistert und wenn das Semester erst mal richtig losgeht, werde ich bestimmt noch mehr potenzielle Freunde kennenlernen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  12.10.2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
12.10.2015

Studentenleben live

Ich packe meinen Rucksack

Endlich schultere ich wieder meinen großen Wanderrucksack und mache mich auf eine kleine Abenteuerreise. Erste Station: Barcelona. Schon die Ankunft lässt Freude aufkommen: Als ich um halb zwei Uhr nachts todmüde in meinem zehn-Betten-Schlafsaal ankomme, ist das Bett, das mir zugewiesen wurde, schon belegt. Um nicht die fünf Stockwerke zur Rezeption wieder hinunterlaufen zu müssen, lege ich mich einfach in das freie Bett, das am wenigsten benutzt aussieht – nur um vier Stunden später von einer aufgebrachten Amerikanerin aufgeweckt zu werden.

Und es wird nicht besser. Die Leute in meinem Hostel finde ich nicht besonders spannend, außerhalb der kleinen Altstadt und den Gaudi-Gebäuden begeistert mich Barcelona wenig und meine Füße habe ich mir auch schon wund gelaufen. An das Alleine-Reisen muss ich mich erst wieder gewöhnen. Aber zum Glück geht’s schnell bergauf: Eine Freundin von einer Freundin von einem Freund aus Brüssel lebt in Barcelona und nimmt mich abends mit. Schwupps sitze ich mit einer Gruppe Spanier im Hipster-Viertel Barcelonas und diskutiere über die katalanische Unabhängigkeit.

Nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit bin ich auch wieder drin im Alleine-Reisen. Vorteile: Ich bin offener und gehe mehr auf andere Leute zu. Dadurch, dass ich auf mich alleine gestellt bin, wird jede Sehenswürdigkeit, die ich entdecke, zu einem Highlight und jeder Moment ist mangels Ablenkung besonders intensiv. Ich kann machen, worauf ich grade Lust habe. Nachteile: Ich muss immer neue Leute kennenlernen und die gleichen Gespräche führen. Ich muss mir selbst überlegen, worauf ich Lust habe und bin schonungslos meinen eigenen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Außer Barcelona besichtige ich auch Valencia, die Alhambra, Sevilla und Tarifa alleine und fühle mich bald wohl dabei.

Morgen setze ich mit der Fähre nach Marokko über. Unglaubliche Vorfreude auf Exotik kribbelt in meinem Magen, während ich eigentlich das Gefühl habe, schon genug für einen Urlaub erlebt zu haben. Ursprünglich war Spanien für mich der „Weg zum Ziel“ Marokko, aber in diesen – viel zu wenigen – Tagen habe ich das Land von einer neuen Seite kennengelernt, mich in Andalusien verliebt und meine Leidenschaft für Sprachen wieder entflammt. Hier war ich definitiv nicht zum letzten Mal!

Autor: Luisa  |  Rubrik: orientieren  |  09.10.2015
Autor: Luisa
Rubrik: orientieren
09.10.2015