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Studentenleben live

Bus fahren in Peru

Wer sich die Landkarte Perus ansieht, mag vielleicht bemerken, dass das Land ein vielfaches größer ist als Deutschland. Auch deshalb unterschätzt man leicht die Strecken. Vor allem aber, weil die andinen Berggipfel die Distanzen wachsen und die Geschwindigkeit schrumpfen lassen. Man fährt hier oft nur zwischen 40 und 80 Kilometern pro Stunde. Für 300 Kilometer braucht man mindestens sechs Stunden. Fliegen ist da eine attraktive Alternative, besonders wenn die Zeit knapp und das Reisebudget nicht zu eng ist.

Falls man trotzdem den Bus bevorzugt, sollte man sich vorher gut über den Anbieter informieren, denn es gibt hier so einige schwarze Schafe. Wir hatten da streckenweise wirklich Pech. Nach Cusco nahmen wir blauäugig den erstbesten Busanbieter. Das Gefährt ging schon eine Stunde nach Ortsausgang kaputt. Ein Ersatzbus war nicht vorhanden, und so bemühten sich die drei Fahrer, die Kühlpumpe zu reparieren. Als das nicht klappte, versuchten sie ein riskantes Wendemanöver.

Ich werde nicht vergessen, wie die Menschen zu schreien begannen. Alle wollten so schnell wie möglich aus dem Bus, der hinten schon weit über die Klippe hing. Da die Fahrer nicht reagierten, schlugen sie gegen Fenster und Tür, woraufhin die sich dann doch öffneten. Irgendwie haben die Fahrer das Manöver zwischen Klippe und Felsenwand letztlich geschafft. Erst 24 Stunden später waren wir am Ziel.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  10.08.2015
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
10.08.2015

Studentenleben live

Guck mal, eine Biene ...

Je näher meine Prüfungen rücken, desto unruhiger werde ich. Obwohl ich den Stoff mehrmals durchgearbeitet habe, oder vielleicht gerade deshalb, herrscht in meinem Kopf ein absolutes Informationschaos. Wenn ich einmal anfange, über die Familienverhältnisse in Mittelalter und Früher Neuzeit nachzudenken, höre ich nicht mehr auf. Mein Gehirn ergänzt alle möglichen Informationen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist, aber manches Mal hängt mir der Stoff dann einfach zum Halse raus.

Für diesen Fall habe ich diverse Taktiken entwickelt: Besonders mag ich das „Wolkenformen-erraten-Spiel“ oder auch „Wir bringen eine verirrte Biene wieder auf den richtigen Weg“. Selbstverständlich mache ich auch weniger spektakuläre Dinge wie ins Schwimmbad oder spazieren gehen, schaue einen Film im Kino oder gehe ins Musical im Theater. Wobei das Musical, wie könnte es auch anders sein, in einen historischen Kontext eingebettet sein muss. Ich studiere schließlich Geschichte und Literaturwissenschaft.

Außerdem kann ich kein Buch mehr lesen, ohne die Erzählstruktur des Textes zu analysieren oder zu bemerken, wann die Erzählebene gewechselt wurde. Normalerweise lese ich zur Entspannung, aber jeden Text, der mir unter die Augen kommt, unterbewusst zu analysieren, bewirkt leider das Gegenteil. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht genau bestimmen kann, frage ich mich, ob ich auch wirklich optimal auf die Prüfung vorbereitet bin. Deswegen wünsche ich mir nun schon fast sehnlichst meine Klausuren herbei – ich möchte es einfach hinter mich bringen und freue mich schon, wenn die Anspannung von mir abfällt.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  10.08.2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
10.08.2015

Studentenleben live

Bergfest

So nennt man das bei uns, wenn man überm Berg ist – also die Hälfte hinter sich hat. Und genau das habe ich gerade: Halbzeit bei meiner Bachelorarbeit.

Vor genau zwei Wochen habe ich mein Thema bekommen und mich gefreut: humanitäres Völkerrecht, also Kriegsvölkerrecht, das finde ich echt spannend. Aber nach der Anfangseuphorie und den paar Tagen, in denen ich es echt interessant fand, mich mal intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, folgte Talfahrt auf Talfahrt. Fast jeder Tag ist ein einziges Auf und Ab: Es gibt wenige lichte Momente, in denen ich denke, das Thema voll durchdrungen zu haben und eine hammermäßige Arbeit abliefern zu können. Meist erlebe ich aber eher düstere Zeiten, in denen ich einfach gar nichts mehr verstehe, an allem zweifle und gerne mal mit der Faust auf den Computer schlagen würde. Und jetzt wird auch noch das Wetter besser. Nach ein paar besonders verzweifelten Tagen habe ich dann das Bergfest zum Anlass genommen, mir mal einen Tag frei zu nehmen. Verrückt, oder?

Gutes Stichwort! Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht verrückt wird, zwischen den Leuten, die täglich 13 Stunden in der Bib verbringen, ihr (ausgedehntes) Mittagsschläfchen auf dem Bibliotheks-Boden halten und zehn Club-Mate-Flaschen um ihren Platz versammelt haben. Unsere Cafeteria macht bestimmt gerade einen wahnsinnigen Umsatz mit Kaffee. Bei jedem Mittagessen werden reihenweise Leute ermahnt, wenigstens in der Pause nicht über die Arbeit zu reden, aber am Abend bricht der Widerstand dann und es finden verzweifelte bis latent-aggressive Gespräche über die verschiedensten Fälle und Rechtsprechungen statt.

Bin ich froh, wenn die nächsten zwei Wochen vorbei sind.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  06.08.2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
06.08.2015