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Studentenleben live

#Luxusprobleme

Es ist die vierte Woche der Hausarbeiten, und ich … bin fertig. Das liegt leider nicht an meinem überragenden Jura-Wissen, sondern daran, dass ich letztes Jahr eine Hausarbeit vorgezogen habe: Privatrecht, regelmäßig die anspruchsvollste von allen. Deshalb musste ich nur zwei statt drei Hausarbeiten schreiben. Und diese verbliebenen Arbeiten habe ich ziemlich konsequent bearbeitet.

Was bleibt mir jetzt davon? Ganz viel freie Zeit, um den beginnenden Frühling zu genießen – alleine. Denn das ist der große „Wermutstropfen“: Während alle anderen in der Bib über den Büchern hocken, bin ich aus meinem Freundeskreis die einzige, die frei und unheimlich viel Zeit hat. Mitleid für dieses aufgezwungene Einsiedlertum – das hat mir eine unter einem Haufen Arbeit ächzende Freundin allerdings klar gemacht – kriege ich dafür nicht. Was soll‘s? Ich kann auch alleine in der Sonne sitzen!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  27.04.2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
27.04.2015

Studentenleben live

Praktikum bei der GIZ

Ich mache derzeit ein Praktikum bei der Deutschen Gesellschaft für Entwicklungszusammenarbeit (GIZ) in einem Projekt zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Das Projekt arbeitet mit staatlichen Einrichtungen, der Zivilgesellschaft und dem privatwirtschaftlichen Sektor zusammen. Es hat Zweigstellen in Peru, Bolivien, Paraguay und Ecuador. Ich bin im Büro der Hauptstelle in Lima, wo die überregionale Koordinatorin sitzt.

Dieses Praktikum ist definitiv nicht so „easy going“ wie viele andere. Meine Arbeit wird fest mit eingeplant und ich habe einige regelmäßige Aufgaben. Dazu gehören Übersetzungen, das Protokoll der wöchentlichen Sitzung anzufertigen, die Verwaltung des Web-Fotoarchivs und Beiträge für einen Weblog zu verfassen. Letzteres ist auch der einzige Punkt, bei dem ich mich inhaltlich mit Themen vertieft beschäftigen kann.

Darüber hinaus liegt es an mir, mir selbst interessante Tätigkeiten zu suchen und mich dafür zu melden. Wenngleich mir das „sich selbst Vorschlagen“ nicht sonderlich schwerfällt, ist der entscheidende Knackpunkt für mich zu durchschauen, was interessant sein könnte. Leider fühlt sich hier niemand so richtig verantwortlich dafür, dass ich etwas lerne, und häufig stelle ich erst nach einem Event fest, dass da eine Aktivität gelaufen ist, bei der ich etwas hätte mitnehmen können. Das ist tatsächlich ein bisschen frustrierend und ich hoffe, dass ich das über die nächsten Monate noch besser hinbekommen werde, zumal ich mittlerweile sehr gut weiß, wer die Schlüsselpersonen sind.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  24.04.2015
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
24.04.2015

Studentenleben live

Neues Semester, neues Glück

Es ist wieder soweit. Die Unistadt Freiburg erwacht zu neuem Leben. Nicht nur, weil die Temperaturen nun endlich frühlingshafter werden – es beginnt auch ein neues Semester. Besonders deutlich kann man den Neustart an den Fahrradständern vor den Unigebäuden erkennen, die so voll sind, dass sich die Drahtesel förmlich stapeln. Manche spielen auch Fahrrad-Domino: Wie viele Räder kann man aneinander lehnen, ohne dass die ganze Reihe umfällt?

Außerdem habe ich schon am ersten Tag viele Bekannte wiedergetroffen, die ich zum Teil fast zwei Jahre nicht gesehen hatte. Das geht schnell, bei der Mobilität von heute. Sie waren im Ausland, ich war im Ausland, die waren im Schulpraxissemester, ich war im Schulpraxissemester – und schon sind mindestens anderthalb bis zwei Jahre rum.

Auf die Frage, in welchem Semester ich bin, muss ich erstmal ein bisschen überlegen. In welchem Fach jetzt genau? Und mit dem Auslandssemester, oder ohne? Früher hatte ich das besser im Blick. Ich komme mir vor wie eine Mittfünfzigerin, die überlegen muss, ob sie 54, 55 oder 56 wird, wohingegen ein kleines Kind noch voller Stolz zählt, in wie vielen Tagen es ein Jahr älter wird. An der Uni gibt es ja (zum Glück) auch keine feste Klasse, mit der man alle Kurse parallel hat und mit der man gemeinsam abschließen muss. Man kann sich also kaum an anderen orientieren, um zu wissen, wie weit man eigentlich ist.

Auch meine Verwandten und Bekannten, die nicht in den Unialltag involviert sind, fragen sich und mich: „Und wie lange musst du jetzt noch studieren? Müsste ja eigentlich bald rum sein.“ Naja, ganz so schnell sind die zehn Semester Regelstudienzeit dann doch nicht vorbei. Zumindest nicht, wenn man mittendrin steckt. Und im Berufsleben später werde ich sicher noch oft an meine Studienzeit zurückdenken, die doch viel zu schnell vergangen ist.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  23.04.2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
23.04.2015