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Studentenleben live

Kleidertausch und Second Hand

Vor ein paar Wochen stand ich vor meinem Kleiderschrank, er schäumte geradezu über und so einige Stücke – vor allem die zu kleinen und zu großen – habe ich schon monatelang nicht mehr getragen. Es musste also etwas passieren.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ein überfüllter Kleiderschrank ist für mich wie ein überfüllter Supermarkt. Umso mehr Stücke sich darin befinden und umso mehr Auswahl existiert, desto weniger kann ich mich für eines entscheiden. Ist heute ein Tag für den roten oder den blauen Pullover? Weißes T-Shirt oder grünes? Orange oder gelb?

Die Kleiderfrage ist eine grundlegende Entscheidung, die mir jeden Morgen ein Viertelstündchen meines Lebens klaut. So kam ich zu dem Schluss, dass es an der Zeit ist, auszusortieren. Es flog ein ganzer Sack aus dem Schrank. Die meisten Stücke nicht wegen Abnutzung, Größe oder modischem Schick, sondern da ich sie einfach nicht brauche.

Als ich meinen Freundinnen davon berichtete, erzählten sie mir von ihren kleineren Tauschringen in der Familie, unter Mitbewohnerinnen oder Freunden und wir vereinbarten einen größeren Kleidertauschnachmittag. Wir waren an die zehn Mädchen und so einige Stücke konnten eine neue Besitzerin finden. Ich freue mich, dass diese nun wieder getragen werden! All die übrigen Klamotten habe ich zum Second Hand um die Ecke gebracht.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  14.03.2014
Autor: Anni
Rubrik: studium
14.03.2014

Studentenleben live

Frühlingserwachen - Zeit für eine Pause

Eins ist sicher: Europa geht es nicht gut im Moment. Wirtschaftskrise, Ruck nach rechts und inmitten dieser politischen Verdrossenheit stehen bald die Europa-Wahlen an. Wo soll das enden?

In meinem Fall in einer ausgearteten Diskussion mit meinen Freunden, sodass ich jetzt durchs Leben laufe und versuche, mir und anderen klar zu machen, was an Europa so geil ist. In meinem Fall ist es die Verwirklichung meines Lieblings-Hobbies: Reisen. Wie cool ist es denn bitte, dass man ohne jegliche Kontrolle von der südlichsten Insel Griechenlands bis zur nördlichsten Spitze Finnlands reisen kann? Oder von Portugal bis Rumänien. Und das, ohne einmal an einer dieser blöden Wechselstuben halten zu müssen. Ich kann problemlos meine Freunde, die im Ausland studieren, besuchen, und wenn ich ganz ehrgeizig wäre, innerhalb von einer Woche Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch üben (in den anderen Sprachen kann ich leider noch nicht mal die Basics). Das ist doch ein Paradies für jeden Freund des Austausches!

Damit die Wahlen im Mai nicht in einer absoluten Katastrophe enden, hilft es ja vielleicht, wenn jeder sich mal überlegt, was er an der EU eigentlich hat. Und sich bewusst macht, was für ein unglaubliches Privileg es ist, wählen gehen zu können.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  13.03.2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
13.03.2014

Studentenleben live

Ein gallisches Dorf heute

Nach langem Hin und Her hat es dann doch geklappt mit meinem Praktikum in einem Freizeitzentrum in Frankreich. Jetzt bin ich also hier, in einem gefühlten Drei-Seelen-Dorf irgendwo im Nirgendwo zwischen Belfort und der Schweiz, das offensichtlich vom Rest der Welt schon längst vergessen worden ist.
Die Sonne strahlt am Himmel, mitten im Winter ist es 15 Grad warm und die Vögel zwitschern laut. Die Bäume fangen an zu blühen, bunte Häuser reihen sich neckisch aneinander, ausgestattet mit Fensterläden, die in allen Farben leuchten und mit pittoresken, liebevoll mit Figuren ausstaffierten Vorgärten. Wenn irgendwo die Welt noch in Ordnung ist, dann hier.
Zwei Frisöre, eine Apotheke, eine immer geschlossene Post, zwei Bäcker und ein Tante-Emma-Lädchen buhlen um die Gunst ihrer wenigen Kunden. Die einzige Straße, die es wert ist als solche bezeichnet zu werden, führt nach Belfort.
Am Samstagvormittag machte ich mich auf, diese „Metropole“ näher zu erkunden. Ich startete beim Tante-Emma-Laden, da ich befürchtete, dass dieser bald schließen würde und ich dringend Zahnpasta brauchte – Fehlanzeige. Überhaupt gab es in dem Lädchen von jedem Produkt nur ein einziges. Ich fühlte mich wie ein kapitalistischer Massenkonsument, kaufte einen Apfel und verließ den Laden wieder, nachdem mich die Kassiererin ob meines Akzents mitleidig belächelt hatte. Ich stapfte weiter, bis mich plötzlich ein tiefes Knurren aus meinen Gedanken riss. Entsetzt hüpfte ich auf die andere Straßenseite, vergewisserte mich, dass der Zaun hoch genug für den Riesenhund war, der mir da seine Missgunst entgegenschleuderte und lächelte dem plötzlich hinter einer Gardine hervorlugenden Gesicht entschuldigend zu. Etwas weiter spielten drei Kinder am Straßenrand. Als ich vorbeiging, unterbrachen sie ihr Spiel und schauten mir lange hinterher. Irgendwie fühlte ich mich wie eine Fremde.

Autor: Inga  |  Rubrik: orientieren  |  12.03.2014
Autor: Inga
Rubrik: orientieren
12.03.2014