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Bachelor live

Über den Wolken

Diejenigen, die meinen Blog schon ein bisschen länger verfolgen, wissen vielleicht, dass ich einmal als Austauschschülerin in den USA gewesen bin. Genauer gesagt habe ich sechs Monate lang in Minnesota bei einer Gastfamilie gelebt. Mein Schüleraustausch ist mittlerweile schon sieben Jahre her, aber ich verbinde immer noch sehr viel mit diesem Ort. Zum einen, weil der Kontakt zu meiner Gastfamilie und Freunden nie abgebrochen ist und zum anderen, weil ich damals als Austauschschülerin sehr viel gelernt und mitgenommen habe. Vor zwei Jahren habe ich meine Gasteltern zuletzt getroffen, als sie mich in Deutschland besucht haben, doch ich selbst war das letzte Mal im Sommer nach meinem Abitur, also 2015, in Minnesota.
Während ich das hier tippe, befinde ich mich über den Wolken, etwa 1.300 Meilen vor Minnesota, in 36.000 Fuß Höhe. In knapp drei Stunden wird mich meine Gastfamilie in Minneapolis, der Hauptstadt Minnesotas, in Empfang nehmen. Neben der Vorfreude, sie endlich wieder zu sehen, bin ich allerdings auch ganz schön aufgeregt. Denn ich weiß, dass sich seit meinem letzten Besuch sehr viel verändert hat. Zum Beispiel sind meine kleinen Gastschwestern gar nicht mehr so klein und befinden sich mitten in der Pubertät. Außerdem sind einige meiner Freunde, mit denen ich damals in die High School gegangen bin, inzwischen verheiratet oder zumindest verlobt, manche haben sogar schon ein Kind. Mir ist also bewusst, dass einiges nicht mehr so sein wird, wie ich es in Erinnerung hatte und das macht mich ein bisschen nervös.
Nichtsdestotrotz freue ich mich riesig, wieder zurückzukommen! Insgesamt bin ich drei Wochen zu Besuch. Ich habe für diese Zeit schon viel geplant. Ich möchte natürlich viel Zeit mit meiner Gastfamilie und insbesondere mit meinen Gastschwestern verbringen und auch alte Freunde wieder treffen. Ganz besonders freue ich mich, dass mein Freund in der zweiten Hälfte meines Aufenthalts aus Deutschland nachkommt. Ich kann es kaum erwarten, ihn endlich meiner Gastfamilie vorzustellen und ihm alles zu zeigen, was für mich seit sieben Jahren wie ein zweites zu Hause ist.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2019

Bachelor live

Spontan verreisen

Endlich Semesterferien! Ach nein, Entschuldigung, vorlesungsfreie Zeit natürlich! Denn selbstverständlich müssen wir trotzdem noch lernen sowie Klausuren und Hausarbeiten schreiben. Doch nach Monaten, die von Referaten und Gruppenarbeiten dominiert wurden, braucht jeder ein wenig Entspannung. In den letzten Uni-Wochen bin ich leider nicht wirklich dazu gekommen, meine Sommermonate zu planen und konnte nach meiner letzten Vorlesung meinen Kommilitoninnen nicht von meinen Urlaubszielen erzählen. Ein halbes Jahr Auslandsaufenthalt in Spanien reichte mir auch erstmal aus, aber ein bisschen Sommerurlaub machen stellte ich mir ebenfalls schön vor. Ich wollte dabei weder sehr weit weg fahren, noch viel Geld ausgeben und zudem vor meiner großen Reise noch etwas Zeit mit meiner Familie verbringen. Und nach einigen Überlegungen und Gesprächen mit meinen Eltern, entschieden wir uns, Bekannte in Berlin zu besuchen und von dort aus einen Tagesausflug nach Warnemünde an die Ostsee zu machen. Der Wetterbericht machte uns zwar nicht viel Hoffnung, aber wer in den Norden will, muss auch im Sommer mit Regen rechnen! Und so machten wir uns an einem Wochenende auf den Weg. Als wir an der Ostsee ankamen, konnten wir es dann kaum glauben. Die Sonne strahlte vom Himmel herab, 27 Grad, wolkenloser Himmel! Wir verbrachten einen ausgiebigen Tag am Strand mit allem was dazu gehörte, dem Geruch von Sonnencreme, Fischbrötchen und heißem Sanddornsaft. Am Abend landeten wir dann in einem rustikalen und gemütlichen Restaurant, in dem uns ein Musiker mit Akkordeon und Seemannsliedern unterhielt und unseren Ein-Tages-Urlaub perfekt abrundete. Alles, was wir an diesem Tag unternommen haben, haben wir ganz spontan gemacht und es war ein wunderbarer Tag voller Überraschungen. Wieder einmal mehr habe ich das spontane Reisen nicht bereut und bedauert, dass ich viel zu selten solche Kurztrips mache. Das muss ich in Spanien unbedingt nachholen, vielleicht in den Semesterferien!

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Aug 22, 2019

Bachelor live

Schichtarbeit

Seit einigen Wochen ist mein Leben etwas unstet verlaufen. An der Filmhochschule arbeiten wir meist an Projekten, die wir selbst organisieren müssen. Phasen, in denen ich nur zu Hause bin und zum Beispiel lernen muss, sind selten. Vor allem seit Mai hatte ich so viel zu tun und war viel unterwegs. Der Dreh und die Vorbereitung meines Zweitjahresfilms hat mich voll in Beschlag genommen. Außerdem recherchiere und plane ich seit einigen Monaten noch für ein Sonderprojekt an der bayerisch-tschechischen Grenze. Parallel dazu jobbe ich immer wieder, sollte langsam mal meine Hausarbeit schreiben und ein Privatleben inklusive Fernbeziehung möchte auch auf die Reihe gebracht werden.
Seit drei Tagen hat sich das ruckartig geändert. Der Zweitjahresfilm ist abgedreht und wir sitzen im Schnitt. Das bedeutet acht Stunden pro Tag Schichtarbeit, fünf Wochen lang kein Entkommen aus München. Mit weniger Arbeit ist das nicht unbedingt verbunden, aber mit mehr Sesshaftigkeit, was ich gerade gut gebrauchen kann. Auch wenn die Phase davor stressig war und ich die Wochenenden und den Sommer durcharbeiten muss, merke ich doch immer mehr, dass mir diese Arbeit viel Freude und Erfüllung bereitet. Arbeitszeit ist Lebenszeit und beides könnte für mich gerade genauso gut Stress pur bedeuten. Dass dem nicht so ist, freut mich sehr. Ich glaube, das ist eine Leidenschaft und die gehört ja auch zum Studium dazu!
Nächstes Jahr möchte ich nichtsdestotrotz darauf achten, mein Leben etwas ausgewogener zu planen und mir ein paar mehr Ruheinseln zu gönnen. Zwischen all dem Tatendrang und der schönen Aufregung, kann ein wenig Stillstand nicht schaden. Ab einem gewissen Punkt muss ich mich selbst ein bisschen ausbremsen.
Nun arbeite ich auf den Oktober und zwei freie Wochen hin. Zu spüren, dass Projekte einen Abschluss finden, hat für mich etwas Befreiendes und gleichzeitig Beängstigendes. Da kommt schon ab und zu die Frage auf, was eigentlich danach kommen mag. Diesen Gedanken jedoch, erlaube ich mir gerade, auf die lange Bank zu schieben.

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  Aug 22, 2019