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Bachelor live

Schön, dich zu haben, Sommersemester!

Zu Beginn meines Studiums hätte ich nie gedacht, dass der Unterschied so groß sein könnte, aber das Sommersemester ist tatsächlich ganz anders als das Wintersemester. Zum Beispiel wegen der langen Tage: Heute sitze ich abends mit Freunden im Freien, während es im Winter Tage gab, an denen gegen 16 Uhr bereits die Sonne unterging. Ich habe viel mehr Elan, wenn es lange hell ist. Allerdings sind die Tage auch anstrengender, schließlich fühlt es sich ein wenig an, als sollte man um 21 Uhr noch einmal mit Lernen anfangen – es ist ja noch hell.
Ob das Studium im Winter- und im Sommersemester unterschiedlich aufgebaut ist, hängt wohl vom Studiengang ab. In Politikwissenschaft und Soziologie belegen wir im Wintersemester aus einem Modul jeweils eine Vorlesung und eine Übung. Abschließend schreiben wir eine Klausur. Im Sommersemester führen wir das jeweilige Modul zu Ende. Dafür belegen wir ein sogenanntes „Proseminar“ – das letztlich nicht anders ist als eine Übung –, schreiben aber am Ende eine Hausarbeit statt einer Klausur.
Das hat vor allem zwei Konsequenzen: Zum einen kann man leichter Schwerpunkte setzen. Muss man im Wintersemester noch alle Texte lesen und das Wichtigste auswendig lernen, kann man im Sommersemester früh abstecken, welcher Bereich eines Seminars einen interessiert und worüber man seine Hausarbeit schreiben möchte. Ich habe zum Beispiel ein Proseminar zum Thema „Energiepolitik der Europäischen Union“ belegt und war mir von Anfang an recht sicher, dass ich mich mit der Energieaußenpolitik auseinandersetzen möchte, vor allem mit der Beziehung der EU zu einem Land des Südkaukasus. Zum anderen gibt es keine Klausurphase. Zwar gibt es eine Abgabefrist, aber die liegt ganz am Ende des Semesters. Da ich zum Wintersemester ins Ausland gehe und das Semester dort bereits etwas früher beginnt, gilt die Frist für mich sowieso nicht. Und hier liegt der Nachteil: Im Sommersemester bleibt einem viel weniger Zeit für all die Aufgaben.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  13.06.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
13.06.2018

Bachelor live

Hilfe, Unwetter!

Ich mag es, wenn die Luft nach einem warmen Sommertag kühler wird, sich dunkle Wolken am Himmel türmen, große Regentropfen an mein Fenster prasseln und Blitze aufleuchten. Schon als Kind habe ich mich im Dachgeschoss ans Fenster gestellt, um dem Gewitter besser zusehen zu können, und die Sekunden zwischen Blitz und Donner gezählt. Dass Gewitter aber nicht nur auf eine mystische Weise schön, sondern auch nervig sind, musste ich vergangene Woche gleich zweimal feststellen.
An einem Abend regnete es so heftig, dass unser Keller volllief. Bis über die Knöchel standen meine Hausmitbewohner und ich im Wasser – nicht genug, damit die Feuerwehr anrückte und unseren Keller auspumpte. Stattdessen waren wir stundenlang damit beschäftigt, mit vereinten Kräften das Wasser mit von Eimern und Besen aus dem Keller zu schaffen. Diese Aktion hatte immerhin den Vorteil, dass ich endlich mal alle Hausbewohner kennenlernte.
Die zweite Situation, in der ich alles außer Gewitter gebrauchen konnte, war beim Camping während eines Festivals. Direkt in der ersten Nacht brach ein gewaltiges Unwetter über uns herein. Regen und Donner waren so laut, dass ich kaum schlafen konnte und kurzzeitig hatte ich wirklich ein bisschen Angst, wir würden samt Zelt einfach weggeweht werden. Glücklicherweise hielt das Zelt jedoch stand und blieb sogar dicht, sodass uns nichts weiter passierte. Dafür sah der Campingplatz am nächsten Morgen aus wie ein Schlachtfeld: Kaum ein Pavillon ist stehen geblieben und Zeltplanen lagen überall verstreut. Zudem versanken wir stellenweise knöcheltief im Matsch, da der ganze Boden aufgeweicht war. Meine Schuhe konnte ich danach getrost wegwerfen.
Nach diesen beiden unschönen Erlebnissen habe ich erst einmal die Nase voll von Gewittern.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  12.06.2018

Bachelor live

Venedig des Nordens

Kurz nach Pfingsten hatte ich ein paar freie Unitage, die ich dazu nutzte, mit meinem Freund einen Städtetrip nach Brügge zu machen. Normalerweise bin ich eine der Personen, die schon Wochen vorher gründlich den Reiseführer wälzt und sich ausführlich über Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Angebote in der jeweiligen Stadt informiert. Da wir den Trip nach Belgien aber relativ spontan buchten und ich bis zum Tag vor der Abreise mit verschiedenen Projekten für die Uni und meinem Nebenjob im Café beschäftigt war, hatte ich keine Zeit, mich vorher näher über Brügge zu informieren.
Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als uns von der Stadt treiben zu lassen. Ich fand es dann sogar ziemlich entspannt, keinen Plan zu haben und einfach in den Tag hineinzuleben. Da in Brügge fast alles fußläufig zu erreichen ist, waren wir auf keine Verkehrsmittel angewiesen und konnten einfach die Stadt erkunden.
Wir merkten schnell, dass Brügge nicht umsonst als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird: Kanäle, Brücken, Kopfsteinpflaster und jede Menge historische Gebäude zeichnen das charakteristische Stadtbild aus. Wir schlenderten durch die Gassen, machten eine Kanalrundfahrt, aßen belgische Waffeln und machten jede Menge Fotos dieser wunderschönen Stadt. An einem anderen Tag haben wir uns Fahrräder geliehen. Brügge liegt zwar nicht direkt an der Küste, allerdings konnten wir innerhalb einer knappen Stunde locker ans Meer radeln.
Einzig die hohen Preise haben uns gar nicht gefallen: Lebensmittel im Supermarkt sind dort deutlich teurer als in Deutschland und ein einfacher Restaurantbesuch war kaum bezahlbar für uns.
Nichtsdestotrotz war es ein schöner, entspannter Kurzurlaub und ich kann jedem nur empfehlen, mal nach Brügge zu reisen!