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Bachelor live

Sind Podcasts im Trend?

Eine Schulfreundin von mir ist schon länger Fan von Podcasts. Ich kannte lange keine und wusste auch nicht, wo man sie anhören kann. Die App, über die ich an meinem Handy Musik höre, nahm jetzt aber auch Podcasts in ihr Programm auf und mittlerweile muss ich sagen: Einen Tag ohne Podcasts gab es bei mir schon lange nicht mehr. Egal ob tagesaktuelle Nachrichten, geschichtliche Hintergründe oder einfach nur Unterhaltung – die Podcast-Szene ist inzwischen so groß, dass jeder fündig wird.
Das Praktische daran? Ich mag, dass sich dabei ganz leicht noch etwas anderes machen lässt. Beim Bahnfahren oder beim Kochen genieße ich es zum Beispiel total, nebenbei einen Podcast laufen zu lassen. Gerade, wenn man sich nicht mehr konzentrieren kann, ist es schließlich viel entspannter, jemandem zuzuhören, als selbst Zeitung zu lesen. Außerdem sind Podcasts zeitunabhängig: Ich lade mir die Podcasts herunter, die mich interessieren und höre sie dann unterwegs.
Für mein Studium in Medienwissenschaften hätte ich einen Kurs zum Thema „Radiopraxis“ belegen können. Damals habe ich mich aber dagegen entschieden. Als ich gerade so richtig im Podcast-Fieber war, habe ich mir aber überlegt, dass das eigentlich gar nicht so schwierig sein kann – und mir einfach mal ein Mikrofon bestellt. Viel erwartet habe ich mir von der Qualität anfangs nicht, weil es recht preiswert war. Dann hat es mich aber absolut überrascht: Nachdem ich verstanden hatte, wie ich noch etwas an der Tonqualität herumschrauben kann, bin ich inzwischen echt zufrieden mit dem Ergebnis. Noch ist es nur für ein Uniprojekt gedacht: Als Teil eines multimedialen Webseitenprojekts habe ich einen ersten Podcast aufgenommen, und fast einen ganzen Samstag damit verbracht, die verschiedenen Interviews und Moderationen zu schneiden. Aber wer weiß – Vielleicht ergibt sich ja noch eine Chance auf einen regelmäßigen Podcast.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  25.06.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
25.06.2018

Bachelor live

Schön, dich zu haben, Sommersemester!

Zu Beginn meines Studiums hätte ich nie gedacht, dass der Unterschied so groß sein könnte, aber das Sommersemester ist tatsächlich ganz anders als das Wintersemester. Zum Beispiel wegen der langen Tage: Heute sitze ich abends mit Freunden im Freien, während es im Winter Tage gab, an denen gegen 16 Uhr bereits die Sonne unterging. Ich habe viel mehr Elan, wenn es lange hell ist. Allerdings sind die Tage auch anstrengender, schließlich fühlt es sich ein wenig an, als sollte man um 21 Uhr noch einmal mit Lernen anfangen – es ist ja noch hell.
Ob das Studium im Winter- und im Sommersemester unterschiedlich aufgebaut ist, hängt wohl vom Studiengang ab. In Politikwissenschaft und Soziologie belegen wir im Wintersemester aus einem Modul jeweils eine Vorlesung und eine Übung. Abschließend schreiben wir eine Klausur. Im Sommersemester führen wir das jeweilige Modul zu Ende. Dafür belegen wir ein sogenanntes „Proseminar“ – das letztlich nicht anders ist als eine Übung –, schreiben aber am Ende eine Hausarbeit statt einer Klausur.
Das hat vor allem zwei Konsequenzen: Zum einen kann man leichter Schwerpunkte setzen. Muss man im Wintersemester noch alle Texte lesen und das Wichtigste auswendig lernen, kann man im Sommersemester früh abstecken, welcher Bereich eines Seminars einen interessiert und worüber man seine Hausarbeit schreiben möchte. Ich habe zum Beispiel ein Proseminar zum Thema „Energiepolitik der Europäischen Union“ belegt und war mir von Anfang an recht sicher, dass ich mich mit der Energieaußenpolitik auseinandersetzen möchte, vor allem mit der Beziehung der EU zu einem Land des Südkaukasus. Zum anderen gibt es keine Klausurphase. Zwar gibt es eine Abgabefrist, aber die liegt ganz am Ende des Semesters. Da ich zum Wintersemester ins Ausland gehe und das Semester dort bereits etwas früher beginnt, gilt die Frist für mich sowieso nicht. Und hier liegt der Nachteil: Im Sommersemester bleibt einem viel weniger Zeit für all die Aufgaben.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  13.06.2018
Autor: Marie
Rubrik: studium
13.06.2018

Bachelor live

Hilfe, Unwetter!

Ich mag es, wenn die Luft nach einem warmen Sommertag kühler wird, sich dunkle Wolken am Himmel türmen, große Regentropfen an mein Fenster prasseln und Blitze aufleuchten. Schon als Kind habe ich mich im Dachgeschoss ans Fenster gestellt, um dem Gewitter besser zusehen zu können, und die Sekunden zwischen Blitz und Donner gezählt. Dass Gewitter aber nicht nur auf eine mystische Weise schön, sondern auch nervig sind, musste ich vergangene Woche gleich zweimal feststellen.
An einem Abend regnete es so heftig, dass unser Keller volllief. Bis über die Knöchel standen meine Hausmitbewohner und ich im Wasser – nicht genug, damit die Feuerwehr anrückte und unseren Keller auspumpte. Stattdessen waren wir stundenlang damit beschäftigt, mit vereinten Kräften das Wasser mit von Eimern und Besen aus dem Keller zu schaffen. Diese Aktion hatte immerhin den Vorteil, dass ich endlich mal alle Hausbewohner kennenlernte.
Die zweite Situation, in der ich alles außer Gewitter gebrauchen konnte, war beim Camping während eines Festivals. Direkt in der ersten Nacht brach ein gewaltiges Unwetter über uns herein. Regen und Donner waren so laut, dass ich kaum schlafen konnte und kurzzeitig hatte ich wirklich ein bisschen Angst, wir würden samt Zelt einfach weggeweht werden. Glücklicherweise hielt das Zelt jedoch stand und blieb sogar dicht, sodass uns nichts weiter passierte. Dafür sah der Campingplatz am nächsten Morgen aus wie ein Schlachtfeld: Kaum ein Pavillon ist stehen geblieben und Zeltplanen lagen überall verstreut. Zudem versanken wir stellenweise knöcheltief im Matsch, da der ganze Boden aufgeweicht war. Meine Schuhe konnte ich danach getrost wegwerfen.
Nach diesen beiden unschönen Erlebnissen habe ich erst einmal die Nase voll von Gewittern.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  12.06.2018