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Bachelor live

Abschied

Vier Wochen verbrachte ich an der Sommerschule in Olomouc. Nun hieß es Abschied nehmen.
Zuvor fand aber noch der Folklore-Abend statt. Es gab regionale Getränke und Speisen, eine mährische Band spielte auf, die Teilnehmer des Tanzkurses der Sommerschule tanzten traditionelle mährische Tänze und der Chor der Sommerschule trug die einstudierten Volkslieder vor.
Dann wurde es noch einmal richtig spannend und anstrengend: Der Abschlusstest stand an. Doch am Ende bestanden wir alle und konnten unsere Zeugnisse in einer großen Zeremonie in der Kapelle der Universität in Empfang nehmen. Alle Studierenden wurden dazu aufgefordert, formell gekleidet zu erscheinen. Nachdem die Vertreter der Sommerschule eingezogen waren, erhoben wir uns für die tschechische Hymne. Jeder der Kommilitonen wurde namentlich aufgerufen und bekam dann das Zeugnis überreicht. Es war schön, alle Teilnehmer noch einmal zu sehen. Dann verabschiedeten wir uns alle und jeder ging seiner Wege. Während die meisten eine lange Heimreise vor sich hatten, stieg ich einfach in den nächsten Zug, der in mein geliebtes Prag fuhr. In den vergangenen Wochen hatte mir die Stadt, die für mich zu einem Zuhause geworden war, sehr gefehlt.
Ich bin aber froh, mich nochmal für die Sommerschule entschieden zu haben. In den vier Wochen habe ich eine Menge spannender Menschen kennengelernt, meine Sprachkenntnisse erweitert und einen Eindruck von Mähren bekommen. Ich bin mir sicher, dass ich wieder einmal an einer Sommerschule teilnehmen werde. Mal sehen, in welchen Teil Tschechiens es mich dann verschlägt.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  24.09.2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
24.09.2018

Bachelor live

Die WG

Nach endlosen Wochen der Suche hat es tatsächlich geklappt – ich habe ein Zimmer gefunden! Zusammen mit zwei Kommilitonen von der Filmhochschule und einem FSJler ziehe ich in eine WG.
Wir haben eine tolle große 4,5-Zimmer-Altbau-Wohnung gefunden, die im südlichen Zentrum von München liegt. Meine Mitbewohner wohnten bisher alle noch zu Hause bei ihren Eltern und auch für mich ist es das erste Mal, dass ich mich in eine Wohngemeinschaft begebe. Allerdings bin ich schon seit zwei Jahren von zu Hause ausgezogen und daher mit den Dingen, die eine eigene Wohnung mit sich bringt, vertraut. Aber wie sich so eine WG anfühlt, wie man gemeinsame Regeln und Freiheiten bestimmt, da bin ich ebenso ein Neuling wie die anderen. Insgesamt habe ich aber ein sehr gutes Gefühl, denn wir alle sind rücksichtsvoll und auf einer Wellenlänge. Die erste Hürde der Zimmeraufteilung ließ sich jedenfalls ziemlich unkompliziert meistern.
Noch sind nicht alle eingezogen, für mich ist der Umzug aber bereits geschafft, die alte Wohnung an die Vermieterin übergeben und mein neues Zimmer eingerichtet. Auch wenn die zwei Tage des Umzugs Stress und körperliche Anstrengung pur waren, habe ich sie trotzdem genossen, weil ich dadurch alle sonstigen Aufgaben ruhen lassen konnte und mich nur auf Kisten und Möbel konzentrieren musste. Morgen setze ich mich dann wieder an meine Hausarbeit, die bis zum Beginn des neuen Semesters fertig geschrieben sein muss. Wovon solche Hausarbeiten an der Filmhochschule handeln und wie bei uns die Bewertung abläuft, erfahrt ihr im nächsten Beitrag!

Autor: Conny   |  Rubrik: studium  |  21.09.2018
Autor: Conny
Rubrik: studium
21.09.2018

Bachelor live

Wo liegt noch mal Aserbaidschan?

In Politikwissenschaft besuche ich in diesem Semester ein Seminar zum Thema Energiepolitik. Hier geht’s es vor allem um die drei Länder Deutschland, Frankreich und Polen: Das Seminar dreht sich um eine Verhandlungssimulation, jeder Teilnehmer nimmt die Rolle von verschiedenen Akteuren aus einem der drei Ländern ein und vertritt in Diskussionen deren Meinungen. Das ist eine willkommene Abwechslung zu anderen Seminaren, in denen Referate gehalten, Präsentationen vorgestellt und Essays geschrieben werden. Dafür ist es nicht so einfach, ein Hausarbeitsthema zu finden – da man kein Referatsthema hat, an das man anschließen kann.
Ich habe mich dafür entschieden, mir anzusehen, welche Länder außerhalb der Europäischen Union eine Rolle für unsere Energieversorgung spielen – und das sind eine ganze Menge. Weil wir über verhältnismäßig geringe Bodenschätze verfügen und erneuerbare Energien noch nicht weit genug ausgebaut sind, werden vor allem Erdöl und Erdgas aus anderen Ländern importiert.
Im Zentrum meiner Arbeit steht Aserbaidschan, das sowohl Erdöl als auch Erdgas in die EU exportiert. Aserbaidschan ist nicht nur als Lieferant, sondern auch als ein sogenanntes Transitland von Bedeutung, da auch andere Länder Zentralasiens die Pipelines dieses Landes nutzen, um ihre Bodenschätze nach Europa zu exportieren.
In meiner Hausarbeit geht es um die Chancen und Risiken dieser Kooperation. Dazu gibt es Literatur, die ich kritisch hinterfragen muss.
Aber wo liegt eigentlich Aserbaidschan? Das Land liegt zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus. Im Süden grenzt es an den Iran, im Norden an Russland und Georgien. Also eigentlich gar nicht so weit von uns entfernt.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  18.09.2018