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Bachelor live

Umzug

Ich habe die ersten 18 Jahre meines Lebens in einem Haus verbracht, das meine Eltern kurz vor meiner Geburt in einem Dorf gebaut hatten. Noch heute verbinde ich dieses Haus mit meinen Kindheitserinnerungen und nenne es meine Heimat. Aber wahrscheinlich hat meine lange Sesshaftigkeit dort auch dazu geführt, dass ich nach dem Abi das Weite suchte und in eine mehrere Stunden entfernte Stadt zog, um dort mein FSJ zu machen. Mein Umzug war unkompliziert, nur ein paar Koffer transportiert in einem PKW. Die Wohnung war möbliert und auf ein halbes Jahr Mietzeit befristet. Es hätte sich nicht gelohnt, sich mehr als nötig einzurichten. Nach dem halben Jahr fand dann ein erneuter Umzug statt, andere Wohnung, selbe Stadt. Da ich schon neue Leute kennengelernt hatte, fragte ich, ob mir jemand helfen könnte und eine gute Freundin stürzte sich mit mir in das Umzugs-Abenteuer. Dieser Umzug gestaltete sich schon etwas schwieriger, da mir kein Auto zur Verfügung stand und ich inzwischen deutlich mehr Sachen besaß als beim Einzug. Also mussten wir mit Koffern, Jutebeutel und Kisten bepackt in die öffentlichen Verkehrsmittel. Mindestens vier Mal fuhren wir hin und her, bis alle Sachen vom Westen der Stadt in den Osten gebracht waren. Die Wohnung war wieder teilweise möbliert und wieder auf ein halbes Jahr befristet. Nach diesem halben Jahr ging es erstmal zurück nach Hause, weil ich in Hildesheim, wo ich ein Studium beginnen wollte, noch keine Wohnung hatte. Zum Glück hatte ich für diesen, bereits dritten Umzug in knapp einem Jahr, wieder ein Auto zur Verfügung und mich von einigen Sachen, die ich besaß, getrennt. Leider fand ich nicht sofort eine dauerhafte WG in Hildesheim, deswegen zog ich in eine möblierte „Übergangslösung“, wohnte dort einen Monat lang mit einem Koffer Klamotten, bis ich endlich in meine WG ziehen konnte. Bereits Umzug Nummer fünf, den ich mit dem Auto meiner Vermieterinnen machen durfte. Unglaublich froh und erleichtert war ich, als ich in dieser Wohnung ankam, da ich dachte, dass ich dort erstmal eine Weile wohnen könnte. Aber Pustekuchen. Denn schließlich entschied ich mich, mich für ein Erasmus-Semester zu bewerben. Schweren Herzens trennte ich mich also erneut von dieser WG und sah meinem nächsten, wieder temporären Umzug nach Málaga entgegen. Aber das Leben ist Veränderung und es wäre ja auch verdammt langweilig ohne, nicht wahr?

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Sep 13, 2019
Autor: Enne
Rubrik: studium
Sep 13, 2019

Bachelor live

Abgabe und ab nach Albanien

Niemand hat behauptet, es wäre schön oder macht Spaß, eine Bachelorarbeit zu schreiben. Doch niemand hat mir gesagt, dass es tatsächlich so nervig sein würde. Seien wir ehrlich: Eine leidenschaftliche Hausarbeitenverfasserin war ich nie. Das einzige, was ich beim Hausarbeiten schreiben wirklich gerne gemacht habe war, sie abzugeben. Danach war mir dann auch wirklich alles egal. Stand der Dinge ist, dass ich heute noch an meiner Bachelorarbeit schreiben werde und dann morgen nach meinem letzten Arbeitstag die Arbeit binden lasse und Donnerstagmorgen abgebe. Die Freiheit ruft. Was mein Leben nicht unbedingt entspannter macht, ist die Tatsache, dass ich am Freitag nach Albanien fliege. Albanien? Was will ich denn bitte so spontan in Albanien? Vor ein paar Tagen bekam ich eine Zusage für ein Sommercamp in Albanien, das sich mit dem schwierigen kommunistischen Erbe dort beschäftigt. Ich freue mich so unglaublich darauf und kann es kaum erwarten, aber dadurch wird es erstmal noch stressiger. Was mir an solchen Tagen hilft ist eine akribische Tagesplanung. Abends wird eine To-do Liste angefertigt, losgehend mit den wichtigsten Dingen. Am liebsten verspreche ich abends schon Freunden oder Kollegen, Ihnen bis zu einer bestimmten Uhrzeit Dinge oder Texte zu schicken damit ich mich ranhalten muss. Für den heutigen Tag muss ich das Fazit und das Bilderverzeichnis meiner Bachelorarbeit noch einmal überarbeiten und es dann spätestens bis 18 Uhr an eine Freundin zum Korrekturlesen zu schicken. Übermorgen ist dieser ganze Spuk vorbei und dann hab ich einen Tag, um mich zu erholen, bevor es in den Flieger Richtung Tirana geht.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 11, 2019

Bachelor live

Sweet September

Nach drei ereignisreichen und sehr schönen Wochen in den USA bin ich wieder zurück in Deutschland. Nachdem ich in Minnesota eher in den Tag hinein gelebt habe und eine meiner Hauptbeschäftigungen darin bestand, am See zu liegen, wartet jetzt in Frankfurt erstmal wieder der Alltag auf mich: statt meiner Gastfamilie habe ich wieder meine beiden WG-Mitbewohner um mich und statt größtenteils draußen unterwegs zu sein, sitze ich ab jetzt wieder im Büro.
Trotzdem freue ich mich auf die kommenden Wochen. Der September ist seit ein paar Jahren nämlich mein absoluter Lieblingsmonat. Und das hat auch ein paar gute Gründe:
September bedeutet Semesterferien. Und das nicht nur für mich, sondern auch für die meisten meiner Freunde, mit denen ich nach dem ganzen Unistress, Klausuren und Hausarbeiten endlich wieder mehr Zeit verbringen kann. Schon im Laufe des Jahres haben wir sämtliche Aktivitäten und Unternehmungen stets auf den September verschoben, da sich dieser Monat dank der vielen freien Zeit am besten dafür eignet. Das bedeutet, dass wir bisher schon einiges geplant haben, beispielsweise ein Kurztrip nach Berlin für ein Festival und ein Besuch in einem Freizeitpark.
Ende des Monats findet außerdem das alljährliche Weinfest in meiner Heimat statt, auf das ich mich immer wieder freue. Zwar ist es jedes Jahr das gleiche und daher eigentlich nichts Besonderes, trotzdem ist es immer ein schöner Treffpunkt, an dem meine ganze Familie und alle Freunde und Bekannte zusammen kommen.
Dieses Jahr bleibt es im September zusätzlich spannend. In ein paar Wochen werde ich nämlich endlich die Bewertung auf meine Bachelorarbeit bekommen und mich dann auch endgültig für einen Masterstudiengang entscheiden!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Sep 9, 2019