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Ausbildung live

Über Glück und glücklich sein

Wenn die finanziellen und rechtlichen Aspekte keine Rolle spielen würden, was würdest du tun, um glücklich zu sein?
Diese Frage stelle ich mir alle paar Jahre. In meiner Abiturzeit war ich sehr unzufrieden. Unzufrieden, weil meine Noten nicht für meinen Traumstudiengang reichen würden, frustriert, weil ich nicht wusste, was ich stattdessen machen wollte und generell mochte ich die Schule wenig, weil ich mit manchen Fächern einfach nichts anfangen konnte.
Damals wusste ich sofort, was ich ändern würde. Ins Ausland reisen und Erfahrungen sammeln. Neue Leute kennenlernen. Und dann Medizin studieren.
Jetzt, zwei Jahre später, stelle ich mir die Frage wieder. Dabei kam aber eine ganz andere Antwort raus. Klar, würde ich gerne immer noch ins Ausland und auch immer noch studieren. Doch heute bin ich mit meinem Leben mehr als zufrieden, ja fast sogar traurig, dass meine Ausbildungszeit nur noch zwei Jahre dauert. Ich habe so viele neue tolle Menschen kennengelernt. Bewege mich immer wieder aus meiner persönlichen Komfortzone heraus und wachse über mich selbst hinaus. Also, was würde ich tun, um glücklich zu sein?
Ich glaube, aktuell so gut wie gar nichts. Vielleicht den Tag auf 36 Stunden ausdehnen, um mehr zu schaffen. Aber insgesamt genieße ich aktuell jeden einzelnen Tag. Und selbst, wenn es mit der Uni noch nicht geklappt hat, habe ich jede Menge Gründe, um glücklich und vor allem dankbar zu sein. Ich hab ein Dach über den Kopf. Ich hab ausreichend zu essen. Ich habe wunderbare Menschen an meiner Seite. Ich habe die Möglichkeit, einen der coolsten und schönsten Berufe zu erlernen. Ich habe die Möglichkeit, meine Meinung zu sagen, ohne Angst vor Verfolgung haben zu müssen.
Ich könnte die Liste ewig fortsetzen. Vielleicht regt das ja den einen oder anderen an, über das eigene Glück nachzudenken. Ich bin gespannt, was ich in zwei Jahren zu meinem Glücksstatus sagen kann.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Aug 9, 2019

Ausbildung live

Ringeding - und wann klingelt dein Wecker?

Mein neuer Theorieblock befasst sich mit dem Thema Schlaf und Bewusstsein. Eine Frage, war wie viel Schlaf wir tatsächlich benötigen. Einer Studie zufolge sind sechs Stunden Schlaf für junge Erwachsene vollkommen ausreichend. Mein kompletter Kurs inklusive mir sah das eher skeptisch. Ich selbst bin zwar ein Frühaufsteher, aber ich brauche gut sieben bis acht Stunden Schlaf, um mich wirklich fit zu fühlen.
Dennoch wollte ich das ganze mal ausprobieren. Am Anfang fiel es mir schon sehr schwer, länger aufzubleiben. Ich kann mich nicht so gut konzentrieren, demnach fallen Dinge, wie lernen oder lesen schon mal aus dem Beschäftigungstools raus. Nach der zweiten Folge meiner Lieblingsserie gehe ich doch ins Bett. Am nächsten Tag fühle ich mich ziemlich gerädert – klar, bei einer kurzfristigen Umstellung. Auch am nächsten Abend frage ich mich, wie ich meine neu gewonnene Freizeit nutzen kann. Da ich im Sommer weniger Appetit habe und gut den Tag ohne Essen auskomme, habe ich einfach mein Kochprogramm auf abends verschoben. Eigentlich wollte ich nach einer Woche mein kleines Experiment beenden, weil ich mich nicht ausreichend erholt gefühlt habe.
Jedoch kam es, wie es kommen sollte und ich konnte nicht mehr einschlafen. Lustigerweise fühlte ich mich ab dem Zeitpunkt, an dem ich die Sache eigentlich beenden wollte, plötzlich fitter. Vielleicht habe ich einfach nur eine gewisse Umstellungszeit gebraucht.
Ob ich der Studie Recht gebe, kann ich dennoch nicht behaupten. Jeder Mensch hat einen anderen Lebensstil und eine ein anderes Schlafbedürfnis und gerade im Schichtdienst bestehen besondere Bedürfnisse. Dennoch war das eine interessante Erfahrung für mich.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Jul 31, 2019

Ausbildung live

Urlaubscountdown!

Mein nächster Theorieblock fängt an. Das heißt nicht nur, acht Stunden am Tag bei über 30 Grad in einem stickigen Gebäude zu sitzen, sondern gleichzeitig, meinem Urlaub entgegenzufiebern. Man spürt, dass jeder im Kurs die Tage zählt, bis er endlich am Strand liegt oder woanders freie Zeit verbringt. Drei Wochen nur entspannen und mal nicht für eine Klausur oder Prüfung lernen. So gerne ich lerne, ich werde meine Zeit ohne Prüfungsstress sehr genießen.
Ich selbst werde meine Ferien wieder in verschiedenen Feriencamps verbringen. Ich habe mich so sehr gefreut, als ich zu Beginn der Ausbildung erfahren habe, dass mein Urlaub in die Ferienzeit fällt. Wenn dir ein Projekt so sehr am Herzen liegt, kannst du es nicht einfach so gehen lassen. Und so kommt es, dass ich bereits wieder seit März parallel zur Ausbildung Kinder- und Jugendfreizeiten vorbereite.
Während mein restlicher Kurs sich also die Zeit bis zum nächsten Städtetrip vertreibt, zähle ich die Tage, die ich noch für die letzten Vorbereitungen zur Verfügung hab. Ich hoffe, ich schaffe es, mit meinem Team eine coole Freizeit aufzubauen.
Gleichzeitig habe ich für mich beschlossen, dass es wohl doch die letzte Saison für mich wird. Das habe ich zwar letztes Jahr schon gesagt, aber Lernen, Privatleben, Sport und Ehrenamt in diesem Umfang unter einem Hut zu kriegen, ist verdammt schwer. Im nächsten Jahr stehen zu dieser Zeit die Zwischenprüfungen an. Und das Jahr darauf ist mein Examensjahr. Beides hat natürlich Vorrang und so gehe ich meinem womöglich letzten Campsommer mit einem traurigen und einem lachendem Auge entgegen.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  Jul 19, 2019
Autor: Lydia
Rubrik: ausbildung
Jul 19, 2019