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Ausbildung live

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Seit ich denken kann, sieht mein Sommerurlaub immer gleich aus. Ich packe meine Koffer, fahre in ein kleines Dorf nach Brandenburg und verbringe meine Sommerferien in einem Sommercamp. Früher bin ich als Teilnehmerin mitgefahren, mittlerweile bin ich schon seit einigen Jahren als Mitarbeiterin dabei und gestalte für andere Kinder schöne Sommerferien.
Im vergangenen Jahr dachte ich, dass das meine letzte Saison wird. Immerhin startete ich danach in die Ausbildung und wusste nicht, wann ich Urlaub bekommen würde.
Als ich dann an meinem ersten Ausbildungstag meinen Urlaubsplan erhielt, konnte ich kaum glauben, dass mein Sommerurlaub genau in die Campzeit fällt.
Und so kommt es, dass ich jetzt schon wieder seit Monaten an den Vorbereitungen sitze und der alljährlichen Tätigkeit nachgehe: meinen Urlaub in den Urlaub von anderen zu investieren.
Sicher denken viele, dass ich wahnsinnig bin. Immerhin geht dafür mehr als nur viel Freizeit drauf und eigentlich könnte ich ja auch die Welt erkunden. Das war tatsächlich auch mal mein Plan. Aber schnell habe ich festgestellt, dass ich viel lieber mit diesen Leuten im Camp meine Zeit verbringe und es wahnsinnig vermissen würde, wenn ich nicht da bin. Da hängt wohl mein Herz zu stark dran.
Dafür kann ich jetzt schon sagen, dass ich mich unfassbar auf meinen Sommer freue. Auch wenn Urlaub bei mir auch immer nur eine anderen Form von Arbeit ist. Ich bereue keine einzige Sekunde.

Ausbildung live

Konzentration

Wir sind alle Opfer: der Professor in der Vorlesung, dein Sitznachbar in der Bahn, deine beste Freundin und auch du selbst. Wir sind alle Opfer der Unkonzentriertheit. Die einen mehr, die anderen weniger.
Mein Handy blinkt unaufhörlich und ich habe das dringende Bedürfnis nachzusehen, wer was von mir möchte. Doch eigentlich will ich diesen Text schreiben, das ist mein Ziel. Also fokussiere ich mich auf diese Aufgabe, da sind wir doch schon bei Konzentration, oder? Zumindest laut Definition. Ich glaube jedoch, das Konzentration heute Mangelware ist. Die Heizung summt, es geht jemand durchs Treppenhaus – die Ablenkung lauert überall.
Auf der Arbeit sitze ich konzentriert am Computer und schreibe eine wichtige E-Mail. Ein Kollege kommt vorbei, fragt etwas – und tschüss Konzentration. Man kommt ins Plaudern und geht zurück an die Arbeit, doch wo war ich noch grade? Also noch mal von vorne.
Mein linker Zeh juckt, soll ich kratzen? Nein, ich will doch über Konzentration schreiben.
Vielleicht wollen wir auch gar nicht mehr konzentriert sein, wir haben die Erfahrung gemacht, dass es auch gut ohne geht. Zumindest manchmal. Denn wollen wir etwas richtig machen, brauchen wir unsere gebündelte Aufmerksamkeit. Diese wird wie durch das Objektiv einer Kamera scharf gestellt, alles andere drumherum verschwimmt. Das gelingt uns immer seltener.
Es gibt aber einige Tipps und Tricks, um die Aufmerksamkeit zu schulen: körperlich fit sein, sich ausreichend bewegen, Pausen machen, meditieren, genügend trinken, seine Frustrationstoleranz stärken. Man sollte es auf jeden Fall ausprobieren, um seinen Alltag zu erleichtern.

 

Autor: Lee-Ceshia   |  Rubrik: ausbildung  |  May 9, 2019
Autor: Lee-Ceshia
Rubrik: ausbildung
May 9, 2019

Ausbildung live

Was wurde aus meinen Neujahrsvorsätzen?

Wer kennt es nicht: Kurz vor Jahresende überlegt man sich gute Vorsätze für das neue Jahr, nur um sie dann eine Woche später links liegen zu lassen.
Ich gestehe, auch ich mache es nicht anderes. Deshalb habe ich gar nicht erst irgendwelche unrealistischen Ziele gesetzt, sondern mir überlegt, was ich wirklich möchte und was ich tatsächlich auch umsetzen kann.
Ganz so einfach war die Umsetzung dann trotzdem nicht: Ich habe mich noch keinem Boulderkurs angeschlossen, noch keine Gartenmöbel für meinen Balkon gekauft und mich auch noch nicht für einen Gebärdensprachkurs angemeldet. Schon lange bin ich von dieser Sprache fasziniert und habe mir vorgenommen, sie eines Tages zu lernen. Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass es schwer ist, einen Kurs konsequent zu verfolgen, wenn ich im Schichtdienst bin. Also habe ich mir in den vergangenen Jahren viel selbst beigebracht. Es gibt mittlerweile so viel Material im Internet, dass man sich eine gute Basis aneignen kann. Ich möchte aber über die Grundlagen hinauskommen. Also habe ich es jetzt tatsächlich gewagt und mich für einen Gebärdensprachkurs angemeldet. Auch wenn es nicht immer möglich sein wird, alle Kurstage zu besuchen, freue ich mich schon extrem darauf, viele neue Wörter und Grammatikregeln zu lernen.
Warum Gebärdensprache? Abgesehen davon, dass sie eine kommunikative Brücke zu vielen gehörlosen Menschen darstellt, finde ich es cool, mit Mimik und Gestik zu kommunizieren. Es ist wie eine Art Geheimsprache und gerade im Klinikalltag äußerst praktisch, wenn ich einen Patienten habe, der sich nur so äußern kann.
Ich kann es gar nicht abwarten, demnächst wieder neuen Input zu kriegen! Somit habe ich nun wenigstens schon mal einen meiner Vorsätze in Angriff genommen.

 

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  May 2, 2019