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100 erste Tage an der Uni

Regenbogennation?!

Die Klausurphase ist geschafft! Genau genommen musste ich nur eine einzige Klausur schreiben, während einige Freunde von mir noch den ganzen Sommer über büffeln müssen – eigentlich hatte ich es also ganz einfach. Zwei Hausarbeiten stehen noch an, aber die meiste Literatur ist schon gelesen. Und in den Semesterferien? Manche Professoren weisen gerne daraufhin, dass es streng genommen an der Uni keine Semesterferien gibt. Stattdessen handelt es sich dabei um vorlesungsfreie Zeit, die auch für das Studium genutzt werden soll.
Praktika, Sprachkurs, Urlaub – die Auswahl ist groß. Ein wenig schlecht fühle ich mich schon, weil die meisten meiner Mitstudenten sich an ihr erstes Praktikum wagen, aber ich habe mir etwas anderes überlegt: Für mich geht es nach Südafrika!
Als ich von meinem Freiwilligendienst aus Madrid zurückgekommen war, habe ich ziemlich lange gezweifelt, ob ich Lust habe, danach ein Studium zu beginnen. Ich habe mich sogar noch für andere Freiwilligendienste beworben und mit dem Gedanken gespielt, noch ein Jahr in Peru oder Frankreich zu verbringen. Aber dann hatte ich doch das Bedürfnis, „etwas Richtiges“ zu machen. Inzwischen bin ich ganz froh über meine Entscheidung: Mir macht mein Studium Spaß und ich glaube, hätte ich noch länger damit gewartet, wäre das vielleicht anders gewesen.
Fernweh habe ich trotzdem. Ich hätte auch wieder Lust, etwas in Richtung Freiwilligendienst zu machen, aber das ist für einen kurzen Zeitraum gar nicht so einfach. Zahlreiche Programme, die sogenannte Kurzzeitfreiwilligendienste anbieten, stehen jedoch inzwischen stark in der Kritik: Oftmals geht es eher darum, den Freiwilligen einen schönen Urlaub zu ermöglichen. In einigen Ländern ist dabei eine regelrechte Industrie entstanden, die Kinder beispielsweise in Waisenheime steckt, damit Freiwillige aus dem Westen sie besuchen können – damit will ich nichts zu tun haben.
Zuerst habe ich überlegt, ein Praktikum oder einen Sprachkurs im Ausland zu machen, mich dann aber für ein Workcamp entschieden: Drei Woche verbringe ich mit einer Gruppe in verschiedenen Projekten um Kapstadt, tausche mich mit jungen Leuten vor Ort aus und organisiere zum Beispiel einen Deutschen Abend. Danach bleibt uns noch eine Woche, um zu reisen und das Land kennenzulernen. Klingt spannend? Im Moment bin ich noch etwas nervös – freue mich aber schon darauf, euch hier bald mehr darüber berichten zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  08.09.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
08.09.2017

100 erste Tage an der Uni

Auslandssemester?

Informationsveranstaltungen gibt es an der Universität unzählige – vor allem zu unzähligen Themen. In meinem ersten Semester bin ich am Anfang zu unglaublich vielen Veranstaltungen gegangen, weil ich bloß nichts verpassen wollte: zu Filmvorführungen, zu Infoseminaren, zu Konzerten, zu Ringvorlesungen. Irgendwann ist es mir aber zu viel geworden.
In der letzten Woche war ich dann doch noch bei einer Informationsveranstaltung – es ging um Auslandssemester! Mir war früh klar, dass ich nach meinem Abitur nicht gleich studieren wollte, war mir damals gleich klar. Und nach meinem Freiwilligendienst habe ich damals lange überlegt, ob ich vielleicht noch einen zweiten Freiwilligendienst machen sollte – und bin jetzt froh, dass ich mein Studium doch schon begonnen habe!
Trotzdem: Ein Auslandssemester stand für mich nicht zur Debatte. In meiner Zeit in Spanien besuchte ich mit einigen Erasmusstudierenden einen Sprachkurs und konnte mich nie so ganz in deren Welt einfügen. Ich fand es immer etwas seltsam, dass sie untereinander Deutsch sprachen, während ich mich daran gewöhnt hatte, auf Spanisch zu denken. Und trotz meines B2-Sprachzertifikats, das ich für ein Auslandssemester in Spanien vorweisen müsste, kann ich mir gar nicht vorstellen, dort besonders viel zu verstehen.
Oder vielleicht doch? Bei der Infoveranstaltung bekam ich plötzlich Lust. In Bonn sind jede Menge Auslandsstudierende unterwegs und ich freue mich immer, wenn ich Seminare mit ihnen habe. Meist ist es ja total bereichernd, zu einigen Themen Beiträge aus einer anderen Perspektive zu hören. Ob Erasmus im europäischen Ausland oder vielleicht doch außerhalb der EU – die Universität in Bonn hat eine Menge Partnerschaften mit anderen Universitäten. Bewerben kann man sich immer im Herbst – also habe ich zumindest noch den Sommer, um mir zu überlegen, wohin ich gerne gehen würde.

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  11.08.2017

100 erste Tage an der Uni

Es leben die Flohmärkte!

Ich bin in einer Kleinstadt auf dem Land aufgewachsen. Wenn ich während meines Freiwilligendienstes in Spanien erzählt habe, dass diese tatsächlich so klein war, dass es erst in der Nachbarstadt ein Gymnasium gab, hat man mir meist kaum geglaubt. Kleidung einkaufen ist dort gar nicht so einfach, wenn man es als 14-Jährige nur auf die großen Ketten abgesehen hat, die aber im Umkreis der eigenen Stadt nicht vertreten sind. In der 8. Klasse haben sich meine Freunde und ich regelmäßig in den Zug gesetzt, sind eine knappe Stunde bis in die nächste Großstadt gefahren und dort zu H&M, Primark und all den anderen Läden gegangen. Etwas anprobieren, es mögen und dann doch nicht kaufen – das ging so gut wie gar nicht. Denn meist dauerte es einige Wochen, bis man überhaupt wieder fuhr. Dann blieb noch das Onlineshopping und deshalb bestellten wir fleißig viel mehr, als wir kaufen wollten, und probierten es zu Hause in Ruhe an.
Ich fand das alles ganz furchtbar. Ich möchte nicht mehr bei den großen Ketten kaufen und Konsum fühlte sich immer seltsam exzessiv an, wenn man nur jeden zweiten Monat einkaufen fuhr und so viel wie möglich mitzunehmen versuchte. Onlineshopping finde ich genauso nervig. Als ich nach meinem Abitur für meinen Freiwilligendienst nach Madrid zog, fand ich es super, stundenlang durch Läden zu bummeln, ohne etwas zu kaufen. Wiederkommen konnte man ja immer noch!
Erst seit ich in Bonn wohne, macht mir Shoppen jedoch erstmals wirklich Spaß und das hat einen Grund: Hier gibt es so wunderbar viele Flohmärkte und Second-Hand-Läden, in denen man stöbern kann! Zum einen finde ich es unfassbar traurig, wie oft Kleidung viel zu früh weggeworfen wird, und zum anderen mag ich es, mir vorzustellen, dass hinter den Stücken in meinem Kleiderschrank eine Geschichte steht. Deshalb mein Aufruf an alle: Schaut euch einmal in euren Städten um, wo ihr Kleidung aus zweiter Hand kaufen könnt! Das ist nicht nur eine tolle Möglichkeit, mal wieder auszumisten, sondern füllt auch den eigenen Kleiderschrank ganz schnell mit neuen Stücken, die mit Sicherheit nicht jeder besitzt!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  27.07.2017