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100 erste Tage an der Uni

Weshalb Architektur studieren?

Die Idee, Architektur zu studieren, kam nicht von ungefähr. In der Schulzeit hatte ich darüber nachgedacht, Architektin zu werden, habe diesen Gedanken aber nicht weiterverfolgt. Als ich mit der Schule fertig war, habe ich mich für ein Praktikum in Münster beim Amt für Stadtplanung beworben. Am Hochschultag der FH Aachen hatte ich von dieser Möglichkeit gehört und fand das ziemlich spannend. Ich verbrachte dann drei Wochen im Denkmalschutz, wo ich einiges über Kunstgeschichte gelernt habe. Außerdem habe ich dort auch mit Architekten zusammenarbeiten dürfen und Einblicke in die Arbeit von Stadtplanern erhalten. Durch dieses Praktikum schaffte es die Idee, Architektur zu studieren, ganz nach oben auf meiner Liste für die Zukunft. Ein weiteres Praktikum bei einer Baufirma hat mich dann endgültig davon überzeugt, Architektur zu studieren.
Auf dem zweiten Platz meiner Ideenliste stand eine Ausbildung zur Bauzeichnerin, an die ich möglicherweise ein Architekturstudium anschließen könnte. Ich habe mich sogar für einen Ausbildungsplatz bei einem Bauunternehmen in Münster beworben, jedoch leider nie eine Rückmeldung erhalten.
Gleichzeitig habe ich mich in verschiedenen Städten auf Studienplätze für Architektur beworben. Als ich dann die Eignungsprüfungen bestand, war meine Entscheidung, was ich machen würde, gefallen. Die Bewerbung für den Ausbildungsplatz hatte ich ganz vergessen, war aber auch nicht traurig deshalb.

Autor: Pia  |  Rubrik: orientieren  |  15.08.2018

100 erste Tage an der Uni

Die Qual der Wahl

In den vergangenen Wochen stand ich vor einer sehr wichtigen Entscheidung für meine Zukunft. Es fing vor etwa zwei Monaten an, als ich endgültig beschloss, Architektur zu studieren. Dafür habe ich mehrere Hochschulen verglichen und mir die unterschiedlichen Aufnahmebedingungen angesehen. Bei manchen Hochschulen werden zum Beispiel Arbeitsproben verlangt, bei anderen finden im Vorfeld Gespräche statt oder es geht rein nach der Abinote. Meine Favoriten waren die Fachhochschulen in Aachen und Münster: Sie schnitten in meinem Vergleich gut ab, außerdem habe ich jeweils einen persönlichen Bezug – in Münster wohnt ein Teil meiner Familie, in Aachen studiert bereits meine ältere Schwester.
Ich meldete mich also an beiden Fachhochschulen zur Eignungsprüfung für den Architektur-Bachelor an. Für diese musste ich aufgabenbezogene Zeichnungen anfertigen. Solche hatte ich seit einem halben Jahr immer wieder geübt. Ich hatte Glück: Obwohl die Aufgaben unterschiedlich waren, konnte ich meine Zeichnungen für beide Bewerbungen verwenden.
Zuerst stand für mich die Prüfung in Münster an. Ich war so aufgeregt! Glücklicherweise waren die 20 Minuten erstaunlich schnell vorbei und ich konnte strahlend meinen Zettel abholen, dass ich die Prüfung bestanden hatte. Da ich nun bereits einen Studienplatz sicher hatte, war ich vor der Prüfung in Aachen nicht mehr so aufgeregt. Dort war die Prüfungskommission kleiner als in Münster, es ging gemütlicher zu. Und siehe da: Auch in Aachen wurde ich angenommen.
Somit stand ich vor der sehr schwierigen Entscheidung, wohin ich gehen soll. Ich sprach mit Freunden und meiner Familie darüber und verglich die beiden Hochschulen erneut. Da ich oftmals hörte und las, dass in Aachen der Schwerpunkt auf dem Technischen und in Münster der Schwerpunkt auf dem Künstlerischen liegt, entschied ich mich für Münster – das Künstlerische macht mir mehr Spaß. Inzwischen habe ich mich eingeschrieben und bin gespannt, was auf mich zukommt.

Autor: Pia  |  Rubrik: studium  |  03.08.2018
Autor: Pia
Rubrik: studium
03.08.2018

100 erste Tage an der Uni

Regenbogennation?!

Die Klausurphase ist geschafft! Genau genommen musste ich nur eine einzige Klausur schreiben, während einige Freunde von mir noch den ganzen Sommer über büffeln müssen – eigentlich hatte ich es also ganz einfach. Zwei Hausarbeiten stehen noch an, aber die meiste Literatur ist schon gelesen. Und in den Semesterferien? Manche Professoren weisen gerne daraufhin, dass es streng genommen an der Uni keine Semesterferien gibt. Stattdessen handelt es sich dabei um vorlesungsfreie Zeit, die auch für das Studium genutzt werden soll.
Praktika, Sprachkurs, Urlaub – die Auswahl ist groß. Ein wenig schlecht fühle ich mich schon, weil die meisten meiner Mitstudenten sich an ihr erstes Praktikum wagen, aber ich habe mir etwas anderes überlegt: Für mich geht es nach Südafrika!
Als ich von meinem Freiwilligendienst aus Madrid zurückgekommen war, habe ich ziemlich lange gezweifelt, ob ich Lust habe, danach ein Studium zu beginnen. Ich habe mich sogar noch für andere Freiwilligendienste beworben und mit dem Gedanken gespielt, noch ein Jahr in Peru oder Frankreich zu verbringen. Aber dann hatte ich doch das Bedürfnis, „etwas Richtiges“ zu machen. Inzwischen bin ich ganz froh über meine Entscheidung: Mir macht mein Studium Spaß und ich glaube, hätte ich noch länger damit gewartet, wäre das vielleicht anders gewesen.
Fernweh habe ich trotzdem. Ich hätte auch wieder Lust, etwas in Richtung Freiwilligendienst zu machen, aber das ist für einen kurzen Zeitraum gar nicht so einfach. Zahlreiche Programme, die sogenannte Kurzzeitfreiwilligendienste anbieten, stehen jedoch inzwischen stark in der Kritik: Oftmals geht es eher darum, den Freiwilligen einen schönen Urlaub zu ermöglichen. In einigen Ländern ist dabei eine regelrechte Industrie entstanden, die Kinder beispielsweise in Waisenheime steckt, damit Freiwillige aus dem Westen sie besuchen können – damit will ich nichts zu tun haben.
Zuerst habe ich überlegt, ein Praktikum oder einen Sprachkurs im Ausland zu machen, mich dann aber für ein Workcamp entschieden: Drei Woche verbringe ich mit einer Gruppe in verschiedenen Projekten um Kapstadt, tausche mich mit jungen Leuten vor Ort aus und organisiere zum Beispiel einen Deutschen Abend. Danach bleibt uns noch eine Woche, um zu reisen und das Land kennenzulernen. Klingt spannend? Im Moment bin ich noch etwas nervös – freue mich aber schon darauf, euch hier bald mehr darüber berichten zu können.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  08.09.2017
Autor: Marie
Rubrik: orientieren
08.09.2017