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100 erste Tage an der Uni

Postkarte aus Kiew

Kiew, 31.12.2015

Hallo Welt!

Heute ist der letzte Tag des Jahres (nur noch wenige Stunden!) und einer der letzten unserer Reise und wir haben den östlichsten Punkt unseres Abenteuers erreicht: Wir sind tatsächlich in Kiew angekommen!

Gestern und vorgestern haben wir Winnyzja, ein 300.000-Einwohner-Städtchen erkundet. Meine Tschechisch-Kenntnisse waren zur Verständigung oft sehr hilfreich. Nun sind wir mit dem Zug nach Kiew gefahren – ein Abenteuer für sich. Hier herrschen um die minus 15 Grad Celsius und noch dazu ist es windig und der Schnee verhindert jeden freien Blick auf die spannende (sowjetische) Architektur. Dass in diesem Land Krieg herrscht, merkt man, wenn man aufmerksam ist. Die Brückengeländer sind blau-gelb angemalt und eine Obstverkäuferin ruft uns zum Abschied feierlich „Slava Ukraini“ zu, die gängige Grußformel der ukrainischen Nationalisten.

Die Silvesternacht werden wir im Zug nach Lemberg verbringen – ganz ohne Feuerwerk!

Bis bald

Euer Ferdinand

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: orientieren  |  20.01.2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: orientieren
20.01.2016

100 erste Tage an der Uni

Model United Nations

Momentan habe ich viel zu tun, der Studienrat, die Fachschaft und Freunde – alles ist wichtig und verdient meine Aufmerksamkeit. Daher bin ich jedes Wochenende bis Mitte Februar verplant. Vergangene Woche fand in Heidelberg eine Veranstaltung des European Law Student Assocation Programm statt. Es kamen 300 Jurastudenten aus ganz Europa nach Heidelberg und ich habe als Mithelfer dort auch eine kleine Rolle gespielt. Es war toll, die vielen neuen Leute kennenzulernen.

Vergangenes Wochenende war ich bei meiner ersten MUN. Die MUN (Model United Nations) ist eine Simulation für Schüler und Studierende, in der die Arbeit der Vereinten Nationen in New York nachgestellt wird. Es gibt zum Beispiel einen Sicherheitsrat und einige weitere Komitees. Ich gehörte dem Komitee für Soziales an, in dem insbesondere humanitäre Themen besprochen wurden. Mit einem anderen Studenten aus Frankfurt vertrat ich Brasilien. Wir wurden diesem Land und einander zufällig zugelost. Aus der Sicht Brasiliens sollten wir Fragen zur Flüchtlingspolitik beantworten. Mein Mitdelegierter und ich haben uns davor kurz abgesprochen und in das Thema eingearbeitet, um zu wissen, wie die Position unseres Landes aussah. Die ganze Veranstaltung wurde auf Englisch abgehalten und lief genauso ab, wie in der echten Hauptversammlung. So wurde zum Beispiel immer wieder abgestimmt, wie lange über welches Thema gesprochen werden sollte. Zwei Vorsitzende, genannt Chairs, moderierten. Mit einer Begrüßungsformel trat man seine eigene Rede an. Da jedes Land zwei Vertreter hatte, konnten wir uns aufteilen: Einer von uns blieb als Wähler in der Halle, der andere arbeitete draußen mit den anderen Ländern an Beschlüssen. In der großen Versammlung unseres Komitees wurden diese dann entweder verabschiedet, verändert oder gar nicht angenommen. Es formten sich zwei Koalitionen und die Beschlüsse, an denen wir in Vertretung für Brasilien mitgewirkt hatten, wurden schließlich verabschiedet.

Insgesamt war die Veranstaltung ein tolles Erlebnis, an dem Studierende aus den verschiedensten Fachbereichen teilnahmen. Dieses MUN wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Natürlich gibt es dieses Jahr auch die großen MUNs in den USA, Japan und Ecuador, aber auch in Deutschland finden noch weitere MUNs statt und vielleicht werde ich auch später in New York an der Hauptversammlung teilnehmen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  19.01.2016
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
19.01.2016

100 erste Tage an der Uni

Postkarte aus Krakau

Krakau, 27.12.2015

Liebe Leserinnen und Leser,

Krakau ist die Wucht. Ich bin begeistert von der Schönheit dieser Stadt, die mich in so manchen Straßen an mein Prag erinnert. Es ist eine wahre Zeitreise!

Wir übernachten bei einem verrückten, kleinen, jungen Mann, der jüngst von Krakau nach China getrampt ist. Unser neuer Kumpel aus Frankreich, den wir im Zug kennengelernt haben, kennt sich schon in der Stadt aus und hat uns heute das jüdische Viertel gezeigt. Sehr eindrucksvoll.

Die bisherigen Highlights der Reise waren, auf einem Kirchturm in Breslau zu stehen und die umliegenden Kirchen zu zählen, die Reise dorthin per Anhalter als solche und natürlich das Weihnachtsfest in einem kleinen Bergdorf im Süden Polens.

Morgen geht es nun mit dem Nachtbus zunächst weiter nach Winnizia in der Ukraine, wo wir eine Freundin besuchen werden. Ich bin gespannt, was uns dort erwartet.

Bis bald

Euer Ferdinand

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  15.01.2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
15.01.2016