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100 erste Tage an der Uni

Schaumschläger

Eine Besonderheit in meinem Studium sind die Bonusaufgaben, die wir im Fach „Maschinengstaltung“ machen können, um bereits vorab ein paar Punkte für die Klausur zu sammeln. Dafür haben wir einige Wochen Zeit, in denen es gilt, eine Zeichnung nach allen Regeln der normierten Kunst des technischen Zeichnens anzufertigen. Normiert deshalb, weil die eigentliche Arbeit nicht im millimetergenauen Zeichnen, sondern vielmehr im Heraussuchen und Beachten der erforderlichen DIN-Normen besteht. „Bonuspunkte“ ist hier also ein etwas irreführender Begriff, der einem suggeriert, es handele sich um leicht verdiente Extras. Ohne Gruppe scheint es mir fast unmöglich, die Aufgaben fristgerecht fertigzustellen. Die Motivation, die es braucht, um eine derartige Aufgabe zu Ende zu bringen, ist schon in der Gruppe nur schwer zusammenzukratzen. Gäbe es dazu keinen Lernraum, der 24 Stunden und sieben Tage pro Woche offen hat, hätten wir wahrscheinlich alle aufgegeben und auf die – im Optimalfall – fünf von 120 Punkten verzichtet. So hat das Ganze aber fast etwas Spaß gemacht.

Zusammen ist eben immer besser. Das gilt nicht nur für die Freizeit, sondern auch und insbesondere fürs Lernen. In Kleingruppen kann man sich nicht nur gegenseitig motivieren, wenn man keine Lust mehr hat – man fängt auch viel eher an und lässt sich weniger ablenken. Und wenn man etwas nicht versteht, findet man gemeinsam fast immer einen Lösungsweg. Insgesamt halte ich das Lernen in Kleingruppen also für ein wirklich sinnvolles Konzept, das von der Uni über die gestellten Lernräume noch unterstützt wird.

Umso unverständlicher ist es da, dass es trotzdem immer wieder Witzbolde gibt, die ihre ganz eigene Freude an Vandalismus haben und – auch wenn es für fast alle Studenten auf die Klausurphase zugeht – nicht widerstehen können, wenn sie einen Feuerlöscher sehen. So fiel der stets geöffnete Lernraum in der vergangenen Woche einer Schaumattacke zum Opfer, die eine Sperrung zwecks Grundreinigung zur Folge hatte. Schade eigentlich. Die meisten Studierenden machten ihrem Ärger über den „Schaumschläger“ auch ordentlich Luft. Zum Glück sind solche Zwischenfälle aber äußert selten, sodass ab dieser Woche wieder wie üblich im grundgereinigten Gebäude gelernt werden kann. Ich freue mich schon drauf.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  22.01.2016
Autor: Katha
Rubrik: studium
22.01.2016

100 erste Tage an der Uni

Postkarte aus Kiew

Kiew, 31.12.2015

Hallo Welt!

Heute ist der letzte Tag des Jahres (nur noch wenige Stunden!) und einer der letzten unserer Reise und wir haben den östlichsten Punkt unseres Abenteuers erreicht: Wir sind tatsächlich in Kiew angekommen!

Gestern und vorgestern haben wir Winnyzja, ein 300.000-Einwohner-Städtchen erkundet. Meine Tschechisch-Kenntnisse waren zur Verständigung oft sehr hilfreich. Nun sind wir mit dem Zug nach Kiew gefahren – ein Abenteuer für sich. Hier herrschen um die minus 15 Grad Celsius und noch dazu ist es windig und der Schnee verhindert jeden freien Blick auf die spannende (sowjetische) Architektur. Dass in diesem Land Krieg herrscht, merkt man, wenn man aufmerksam ist. Die Brückengeländer sind blau-gelb angemalt und eine Obstverkäuferin ruft uns zum Abschied feierlich „Slava Ukraini“ zu, die gängige Grußformel der ukrainischen Nationalisten.

Die Silvesternacht werden wir im Zug nach Lemberg verbringen – ganz ohne Feuerwerk!

Bis bald

Euer Ferdinand

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: orientieren  |  20.01.2016
Autor: Ferdinand
Rubrik: orientieren
20.01.2016

100 erste Tage an der Uni

Model United Nations

Momentan habe ich viel zu tun, der Studienrat, die Fachschaft und Freunde – alles ist wichtig und verdient meine Aufmerksamkeit. Daher bin ich jedes Wochenende bis Mitte Februar verplant. Vergangene Woche fand in Heidelberg eine Veranstaltung des European Law Student Assocation Programm statt. Es kamen 300 Jurastudenten aus ganz Europa nach Heidelberg und ich habe als Mithelfer dort auch eine kleine Rolle gespielt. Es war toll, die vielen neuen Leute kennenzulernen.

Vergangenes Wochenende war ich bei meiner ersten MUN. Die MUN (Model United Nations) ist eine Simulation für Schüler und Studierende, in der die Arbeit der Vereinten Nationen in New York nachgestellt wird. Es gibt zum Beispiel einen Sicherheitsrat und einige weitere Komitees. Ich gehörte dem Komitee für Soziales an, in dem insbesondere humanitäre Themen besprochen wurden. Mit einem anderen Studenten aus Frankfurt vertrat ich Brasilien. Wir wurden diesem Land und einander zufällig zugelost. Aus der Sicht Brasiliens sollten wir Fragen zur Flüchtlingspolitik beantworten. Mein Mitdelegierter und ich haben uns davor kurz abgesprochen und in das Thema eingearbeitet, um zu wissen, wie die Position unseres Landes aussah. Die ganze Veranstaltung wurde auf Englisch abgehalten und lief genauso ab, wie in der echten Hauptversammlung. So wurde zum Beispiel immer wieder abgestimmt, wie lange über welches Thema gesprochen werden sollte. Zwei Vorsitzende, genannt Chairs, moderierten. Mit einer Begrüßungsformel trat man seine eigene Rede an. Da jedes Land zwei Vertreter hatte, konnten wir uns aufteilen: Einer von uns blieb als Wähler in der Halle, der andere arbeitete draußen mit den anderen Ländern an Beschlüssen. In der großen Versammlung unseres Komitees wurden diese dann entweder verabschiedet, verändert oder gar nicht angenommen. Es formten sich zwei Koalitionen und die Beschlüsse, an denen wir in Vertretung für Brasilien mitgewirkt hatten, wurden schließlich verabschiedet.

Insgesamt war die Veranstaltung ein tolles Erlebnis, an dem Studierende aus den verschiedensten Fachbereichen teilnahmen. Dieses MUN wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein. Natürlich gibt es dieses Jahr auch die großen MUNs in den USA, Japan und Ecuador, aber auch in Deutschland finden noch weitere MUNs statt und vielleicht werde ich auch später in New York an der Hauptversammlung teilnehmen.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  19.01.2016
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
19.01.2016