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100 erste Tage an der Uni

Auf Jobsuche

Bewerbungen schreibe ich eigentlich ziemlich gerne. Das musste ich schon für ganz verschiedene Anlässe machen: Praktika, Mini-Jobs während der Schulzeit, für mein Auslandsjahr und auch für verschiedene Studienplätze, die mich interessierten (bei letzteren kamen meine Bewerbungen jedoch manchmal nicht ganz so gut an). In Leipzig gibt es nun einen neuen Grund, warum ich in die Tasten haue: Ich suche einen Job, um mir in meiner freien Zeit etwas dazuzuverdienen.

Zunächst fragte ich bei den vielen Theatern an, ob sie mich als „Kartenabreißer“ gebrauchen könnten – doch leider bekam ich keine positive Antwort. Eine Freundin erzählte mir, dass sie über die Jobbörse vom Studentenwerk zu ihrem Job als Mathe-Nachhilfelehrerin gekommen ist, also durchstöberte auch ich dieses Angebot. Auf der Website werden Studierende für alle – wirklich alle – Arten von Mini-Jobs gesucht: Weihnachtsmänner („bevorzugt korpulente, großgewachsene Herren“), Kellner, Reinigungskräfte, Babysitter oder Aushilfen im Bestattungsinstitut. Nachdem ich mich für drei Favoriten entschieden hatte, musste ich einen Account einrichten und diesen beim Studentenwerk aktivieren lassen. Nun werde ich an die Arbeitgeber vermittelt. Also eigentlich alles kinderleicht. Meine Auswahl ist: Kassierer beim Bäcker, Check-In-Kraft am Leipziger Flughafen und Nachtdienst in einer Senioreneinrichtung.

Im Bewerbungsgespräch für letzteres wurden mir die altbekannten Fragen gestellt: Was erwarten Sie sich von dem Beruf? Was wissen Sie bereits über uns? Wo denken Sie, sehen Freunde von Ihnen Ihre Stärken? Und was denken Sie, ist ihre größte Schwäche? Ich antwortete wahrheitsgemäß und kompetent und darf so nun auf meinen ersten Job neben dem Studium hoffen: als Nachtdienst in einer Senioren-WG im Leipziger Süden. Ich bin gespannt, was mich erwartet und freue mich jetzt schon darauf, bald schon wieder mit älteren Leuten zusammenarbeiten zu können.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  16.12.2015
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
16.12.2015

100 erste Tage an der Uni

Distanzdenken

Nach einem grandiosen Wochenende mit meinen Freunden aus der Heimat in meinem neuen Zuhause kann ich resümieren, dass wir uns alle mit der neuen Wohnsituation ziemlich gut angefreundet haben. Denn obwohl wir uns alle in alle Himmelsrichtungen verstreut haben, schaffen wir es immer noch regelmäßig, gemeinsam Spaß zu haben. Wie es auf dem Dorf üblich ist, hatte natürlich keiner von uns den kurzfristigen oder mittelfristigen Plan bei seinen Eltern wohnen zu bleiben. Dort gibt es keine Uni, kein Studentenleben und keine neuen Erfahrungen. Alles gute Gründe, die uns diskussionslos zu der Entscheidung bewegten, umzuziehen. Und zwar genau dorthin, wo uns die besten Ausbildungschancen hinzogen. Das heißt in meinem Freundeskreis: nach Aachen, Freiburg, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Münster oder gar nach Lörrach, ganz im Süden Deutschlands. Und trotzdem schaffen wir es regelmäßig, diese geographischen Distanzen bewusst zu unterschätzen, um doch wieder ein gemeinsames Wochenende zu verbringen.

Dabei profitieren gerade meine Freunde und ich in Nordrhein-Westfalen (NRW) ganz stark vom studentischen NRW-Ticket. Mit Bus und Bahn quer durch das zweitgrößte Bundesland Deutschlands zu fahren nimmt durch manche Bahnverspätung zwar meist noch mehr Zeit in Anspruch, als eh schon kalkuliert werden müsste, ist aber eine wunderbare Option, die Fahrt in die Heimat zu einer finanzierbaren Angelegenheit zu machen.

Nach den paar Wochen, die wir jetzt schon in unseren neuen Heimatstädten verbracht haben, überwiegt inzwischen also ein ganz neues Distanzdenken. Drei Stunden nach Hause und drei Stunden wieder zurück: gar kein Problem für einen Tag unter der Woche. Wir können die Zeit im Zug ja immerhin zum Schlafen nutzen.

Ich kann also zugegebenermaßen etwas überrascht und zufrieden feststellen, dass sich mein Freundeskreis entgegen meiner Vermutung überhaupt nicht auseinandergelebt hat. Und das kann ich jedem, der sein Abitur gerade hinter sich hat, nur wünschen. Wenn man weniger in Kilometerabständen denkt, und viel mehr an den Mehrwert, den eine lange Freundschaft mit sich bringt, ist es gar nicht so schwer, etwas so Wertvolles aufrecht zu erhalten.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  16.12.2015
Autor: Katha
Rubrik: studium
16.12.2015

100 erste Tage an der Uni

Lichtblick vorlesungsfreie Zeit

Ich muss tatsächlich sagen, die Vorweihnachtszeit in Heidelberg ist wunderschön. Ich kann mir kaum eine andere Stadt vorstellen, die so romantisch, friedlich und verschlafen vor sich hinschlummert wie mein kleines Heideldorf, wie ich es liebevoll nenne. Wenn der Neckar früh morgens noch im Nebel liegt, das Schloss hoch oben auf dem Berg thront und die Altstadt unter den ersten Lichtern aufwacht, ist das unbeschreiblich schön.

Der Weihnachtsmarkt scheint sich auf die ganze Stadt auszudehnen; zentriert vor allem in der Altstadt und natürlich auch vor der Universität. Vor dem größten Vorlesungsgebäude in der Altstadt finden sich besonders viele Stände und so kommt es, dass ich meist vor den Vorlesungen doch noch einen kleinen Abstecher zu den wahr gewordenen Kindeheitsträumen mache. Man munkelt sogar, dass es einige letzten Endes nicht mehr in die Vorlesung schaffen, aber das gehört wohl auch zum Weihnachtszauber Heidelbergs.

Mit der Weihnachtszeit kommen allerdings auch die vielen Touristen in die Stadt und verstopfen die Straßen. Wenn ich es eilig habe und zwischen Juristischem Seminar und den Vorlesungsräumen pendele, bin ich manchmal ziemlich genervt davon. Insbesondere wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, mit gefährlichen, lebensbedrohenden Manövern durch die Straßen rase und gleichzeitig versuche, irgendwie das akademische Viertel nicht zu sehr auszureizen.

Am 18. Dezember fahre ich nach Essen zu meiner Familie. Bis dahin stehen noch Weihnachtsvorträge an der Uni, Weihnachtsfeiern, eine Klausur, mein Geburtstag und der Besuch von Freunden, die Heidelberg sehen wollen, auf dem Programm. Danach kehrt hoffentlich Ruhe ein und ich bin dann endlich mal wieder zu Hause. Viele meiner Kommilitonen waren doch öfter mal zu Hause, aber mir waren die Wochenenden dann doch etwas zu schade, um so viel Zeit im Zug zu verbringen. Jetzt werde ich erst mal eine Runde entlang des wunderschönen Neckars Fahrrad fahren und dann mal sehen, was der Tag noch so bringt!

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  14.12.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
14.12.2015