Themen

Rubrik Lehrer und Eltern


Versenden Drucken PDF
Mein Kind braucht eine Alternative

Mehrere Wege offen halten

Im Fall von Janis Krautzberger (18) spricht alles für die gehobene Polizeidienstlaufbahn. Doch was, wenn dieser Weg aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte? Gut, wenn man dann eine Alternative hat.

Zwei Jugendlich sitzen in einer Achterbahn.

Ihr Kind sollte auch nach Alternativen Ausschau halten, falls es mit dem ersten Berufswunsch nicht klappt.

Foto: KonzeptQuartier

Janis Krautzberger geht in die 13. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums in Böblingen. Seit seine Freundin ihm von dem dualen Hochschulsystem der Polizeihochschule vorgeschwärmt hat, und er sich selbst an einem Tag der offenen Tür der Böblinger Polizeikaserne umfassend informieren konnte, steht sein Berufswunsch fest: Er will die Laufbahn der Kriminalpolizei einschlagen. Doch vor dem Studium muss er noch einige Hürden überwinden: die Abiturprüfungen bestehen, eine theoretische und praktische Aufnahmeprüfung an der Polizeihochschule sowie ein Bewerbungsgespräch absolvieren.

Foto von Janis Krautzberger

Janis Krautzberger

Foto: Privat

Da kann es natürlich sein, dass es aus irgendeinem Grund mit dem Studium nicht klappt. Das wäre zwar schade, aber Janis hat für diesen Fall dennoch vorgesorgt. „Dann werde ich mich an der Uni Tübingen für ein Sportstudium auf Lehramt bewerben", erklärt der 18-Jährige. Eine Freundin studiert bereits dort und über das Internet hat er sich auch schon eingehend über das Studium informiert. So weiß er auch, dass das Studium zugangsbeschränkt ist und er eine Sporteingangsprüfung absolvieren muss.

 

Wie können Eltern helfen?

Viele junge Leute machen die Erfahrung, dass es mit dem ersten Berufswunsch nicht auf Anhieb klappt. Bei den einen scheitert es in der ersten Runde am geforderten Abiturdurchschnitt, andere müssen bei der gewünschten Ausbildungsstelle mit einer Vielzahl an Bewerbern konkurrieren und wieder andere bringen möglicherweise nicht die nötige körperliche Fitness für den angestrebten Beruf mit. Eine Alternative muss her, oder zumindest eine Überbrückung, denn nicht immer muss sofort „umgesattelt" werden. Neben dem Abiturdurchschnitt wird nämlich auch die Wartezeit bei der Zulassung zu einem Studienfach in die Berechnung mit einbezogen. Die lässt sich in Form von einem Freiwilligen Sozialen Jahr, einem Au-pair-Aufenthalt im Ausland oder weiterer Praktika sinnvoll füllen.

Hindernisse, Rückschläge, längere Durststrecken - davon können manche Jugendliche ein Lied singen. Da ist es wichtig, den bedingungslosen Rückhalt aus der Familie zu spüren. Trost, Motivation und Zuversicht zu erfahren. Möglicherweise beginnt auch noch mal ein neuer Selbsterkundungsprozess. Warum nicht? Es stecken viele Talente in den Jugendlichen, man muss nur wissen, wie man sie weckt.

  Erweiterte Suche

News

"Bridging the Gap"

Probieren vor dem Studieren!

Events

Formula Student Germany 2010

It's Your Energy

Veranstaltungsübersicht

Links & Infos