Alles korrekt und komplett
Was gehört alles in eine erfolgreiche Bewerbungsmappe? Hier erfährst du, wie du einen aussagekräftigen Lebenslauf verfasst, was du beim Bewerbungsfoto beachten musst und ob du eine sogenannte Dritte Seite einfügen solltest.
Bevor die Bewerbungsmappe übergeben wird, sollte nochmal kontrolliert werden, ob alles komplett ist.
Foto: WillmyCC Studios
Bevor du deinen Lebenslauf schreibst, verschaff dir einen Überblick: Welche Praktika, Nebenjobs oder Zusatzqualifikationen sind für die aktuelle Bewerbung interessant? Welche Projekte aus der Schulzeit oder ein außerschulisches Engagement unterstreichen deine Eignung? Hast du zum Beispiel ein Praktikum in einem Bereich gemacht, der sich mit der ausgeschriebenen Stelle überschneidet, solltest du die ausgeübten Tätigkeiten im Lebenslauf herausstellen, zum Beispiel mit zwei bis drei Spiegelstrichen näher beschreiben.
Die einzelnen Stationen im Lebenslauf müssen mit detaillierten Zeitangaben angeführt werden, am besten nach Monaten unterteilt. Wichtig ist, dass du immer eine einheitliche Darstellungsform wählst. „Häufig werden wichtige Daten vergessen", weiß Matthias Neyer, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit in Hamburg.
In der Bewerbungsmappe werden dann die angeführten Daten zur schulischen und beruflichen Laufbahn mit Zeugnissen oder einer Tätigkeitsbeschreibung belegt. Wichtig ist es daher, dass du dir für ein Praktikum oder einen Job immer ein Zeugnis ausstellen lässt. „Personalverantwortliche interessiert bei solchen Zeugnissen vor allem, wie engagiert und zuverlässig der Bewerber war", so Matthias Neyer.Seriosität ist gefragt
Ein Deckblatt mit Foto bildet den Einstieg in deine Bewerbungsmappe. „An den Ausgaben für ein Foto sollte man nicht sparen", rät Bewerbungsexperte Gerhard Winkler, der die Bewerbungs-Website http://www.jova-nova.com/ betreut. Er empfiehlt farbige Fotos, die mindestens sechs mal vier Zentimeter groß sind. Das Outfit sollte seriös wirken. „Das Foto dient nicht dazu, den eigenen Typ herauszustellen. Bewerber sollten sich so zeigen, wie es Chefs und Kollegen gefallen könnte."
Manche Bewerbungsratgeber empfehlen eine „Dritte Seite", um weitere Informationen zur Person und Motivation herauszustellen. Bewerbungsexperte Gerhard Winkler hält sie für wenig sinnvoll: „Anschreiben und Lebenslauf sollten bereits die Kernargumente der Bewerbung enthalten. Nicht die Menge der gelieferten Informationen, sondern deren Gehalt ist entscheidend."
Informationsgehalt und Seriosität ist in der Regel bei der gesamten Gestaltung der Bewerbungsunterlagen gefragt. Unkonventionelle Bewerbungsmappen sind nicht unbedingt der beste Weg, um aus der Masse positiv herauszustechen: „Eine neonfarbige Bewerbungsmappe ist nicht ausschlaggebend, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden", betont Gerhard Winkler. „Junge Leute sollten stattdessen ihr Leistungsprofil auf den Punkt bringen und vermitteln, dass sie motiviert sind."
Und zum Schluss: Wenn du alle Unterlagen beisammen hast, überprüfe bitte noch einmal, ob deine Bewerbung tatsächlich korrekt und vollständig ist.


