Spezialist für Mittelspannung
Bei der Juwi AG im rheinland-pfälzischen Wörrstadt kann sich Peter Derksen endlich offiziell auf sein Spezialistentum konzentrieren: Als Fachplaner für Photovoltaikanlagen im Mittelspannungsbereich hat der 45-Jährige eine Fachkarriere eingeschlagen, und ist der Experte, wenn es um Netzanschlussfragen geht.
"Ich bin gerne kreativ tätig.", sagt Peter Derksen, der sich auf Solaranlagen spezialisiert hat.
Foto: Privat
Zwanzig Jahre steht Peter Derksen bereits im Berufsleben. Chef war der 45-jährige Elektrotechnikingenieur dabei im Grunde nie und er wollte es auch nicht sein. In den verschiedenen Unternehmen, in denen er gearbeitet hat, hat er sich hauptsächlich mit der Planung von Kraftwerksanlagen befasst und sich dabei zunehmend auf die Bereiche Photovoltaik und Mittelspannungstechnik spezialisiert.
Position wie ein Teamleiter
Im Januar 2009 hat Peter Derksen dann als Fachplaner bei der Juwi AG im rheinland-pfälzischen Wörrstadt angeheuert, ein Unternehmen, das Anlagen aus den Bereichen Photovoltaik, Windkraft und Bioenergie plant, realisiert und betreibt. „Dass ich hier explizit die Möglichkeit habe, eine Fachkarriere zu verfolgen, finde ich klasse“, sagt er. Beworben hat er sich auf die Stelle „Planer für Mittelspannungstechnik“. „Aufgrund meiner breiten Erfahrungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Solarenergie und Kraftanlagenplanung aus meinen früheren Tätigkeiten wurde ich schnell als Fachexperte positioniert“, erzählt der 45-Jährige.
Seine Position als Fachplaner ist vergleichbar mit der eines Teamleiters in einer entsprechenden Führungslaufbahn bei Juwi. Aber das ist nicht mal das Beste daran, findet Peter Derksen: „Ich kann mich zu 100 Prozent auf die Technikthemen konzentrieren und muss mich etwa nicht um die Organisation der Aufgaben im Team kümmern. Ich schätze es sehr, dass ich mich kreativ ausleben kann.“
Das Know-how des Elektrotechnikingenieurs ist hauptsächlich gefragt, wenn es darum geht, neue Photovoltaikanlagen an Mittelspannungsnetze – Stromnetze mit regionaler Reichweite – anzuschließen. „Das wird bei Anlagen mit einer Leistung ab circa 400 Kilowatt notwendig“, erklärt er.
Gesetz im Blick
Dabei gibt es eine Vielzahl von Regelungen zu erfüllen, zum Beispiel das Erneuerbare-Energien-Gesetz oder die jeweiligen Anforderungen der rund 900 Stromnetzbetreiber in Deutschland. „Ich kläre mit den Netzbetreibern die technischen Anforderungen an unsere Anlagentechnik, die sich aus deren technischen Anschlussbedingungen und anderen technischen Regeln am Netzanschlusspunkt ergeben. Auf dieser Grundlage können dann die Stromlauf- und die Installationspläne für die Wechselrichter- und die Transformatorenstationen der PV-Anlagen erstellt werden“, sagt der Fachplaner,
der das Thema Netzanschluss im Solarbereich in der Firma momentan allein betreut. Die Wechselrichter wandeln den Gleichstrom, den die Solarmodule erzeugen, in Wechselstrom um, in den Trafostationen wird der Strom umgespannt.
Hauptsächlich wirkt Peter Derksen an großen Dach- und Freiflächenanlagen mit, so beispielsweise bei der bislang leistungsstärksten Dachanlage Deutschlands mit einer Leistung von 7,4 Megawatt. Bei Sonderprojekten ist er zudem beratend tätig. „Beispielsweise war die Planung der Kabelführung für die Trafostationen direkt unter dem Dach bei der Solaranlage der neuen Coface Arena von Mainz 05 eine echte Herausforderung.“






