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Wissenschaftlicher Mitarbeiter DFKI GmbH

Arbeiten in der Fabrik der Zukunft

Der Diplomingenieur Peter Stephan (29) arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Versuchslabor für die Fabrik der Zukunft, genauer am Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) im Rahmen der SmartFactoryKL in Kaiserslautern.

Auf drei Bildschirmen werden Schaltkreise dargestellt.

Peter Stephan arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Versuchslabor für die Fabrik der Zukunft.

Foto: www.mas-foto.de

Die SmartFactoryKL ist eine Forschungsinitiative, die auf Betreiben des DFKI und der Technische Universität (TU) Kaiserslautern mit Partnern aus Forschung und Industrie 2004 gegründet wurde. „Im Rahmen der SmartFactoryKL beschäftigen wir uns mit dem Einsatz sogenannter ‚smarter’ Technologien, die wir in Kombination mit Methoden aus der Informatik und dem Ingenieurwesen zur Verbesserung und Unterstützung von Produktionsprozessen für die Fabrik der Zukunft nutzen“, verrät Peter Stephan. Soll heißen, das Zusammenspiel moderner Fabrikkomponenten wird hier erforscht und verbessert – in einem riesigen Versuchslabor.

Hightech vom Feinsten

„Meine Rolle ist die eines Projektkoordinators“, erklärt der 29-jährige Diplommaschinenbauingenieur seine Funktion. Dies umfasst eine Vielzahl an Aufgaben, die von der Kommunikation mit Projektpartnern, dem Aufspüren von Problem- und möglichen Forschungsfeldern, zahlreichen Meetings, Veröffentlichungen bis hin zu Vorbereitungen von Messen reichen. Aber es ist auch eigene Forschungsarbeit zu leisten – immerhin promoviert Peter Stephan nebenbei.

Thema seiner Promotion: Wie Informationen über die aktuelle Position von Produkten und Produktionsmitteln zur Optimierung von Prozessen in industriellen Anwendungskontexten verwendet werden können. Denn in der Fabrik der Zukunft sollen keine Kabel mehr herumliegen, stattdessen mittels GPS (Global Positioning System) und RFID (Radiofrequenz Identifikation) die einzelnen Bauteile oder Produktbestandteile geortet werden können.

Keine Trennung mehr

Das klingt nach viel Informatik – ist ein Maschinenbauingenieur da nicht fremd? „Die strikte Trennung zwischen den verschiedenen Wissenschaften weicht auf. Interdisziplinarität ist heutzutage gefragt. Im Bereich der IT gibt es Entwicklungen, die sich nutzbringend mit dem Maschinenbau verbinden lassen.“ Der 29-Jährige ist begeistert davon, dass er bei seinem Job so viel interdisziplinäres Arbeiten lernen kann. „Ein Informatiker hat einen ganz anderen Blick auf Probleme als ein Ingenieur. Auch die Kommunikation untereinander ist eine Herausforderung“, weiß er.

Konzeptionelles Arbeiten

Das Berufsbild des Ingenieurs habe sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sei vielfältiger geworden: „Der alleine vor sich hin bastelnde Typ entspricht einfach nicht mehr dem realen Bild des Ingenieurs im Jahre 2010“, erklärt Peter Stephan. Vielmehr seien Teamarbeit und konzeptionelles Arbeiten gefragt. „Man sitzt zusammen mit den Kollegen unterschiedlichster Fachrichtungen an einem Tisch und bespricht, wie man ein bestimmtes Problem am besten lösen kann. Dann erarbeitet man gemeinsam ein Konzept. Erst dann folgt die Realisierungsphase, zum Beispiel der Bau eines Prototypen etwa für Messen wie die CeBIT. Aber die Realisierungsphase macht nur einen Teil der eigentlichen Arbeit aus.“

Peter Stephan findet es spannend, Projekte zu leiten und im Team Lösungen zu erarbeiten und kann sich durchaus vorstellen, nach seiner Promotion eine Karriere im mittleren Management eines Unternehmens zu beginnen.

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