Alles unter Kontrolle
Damit tausende Passagiere täglich pünktlich und zufrieden ihr Reiseziel erreichen, ist Daniela Flinner, Servicekauffrau im Luftverkehr, am Köln/Bonner Flughafen engagiert im Einsatz.
Motivieren, kommunizieren, delegieren - und nebenbei ein paar Probleme lösen: Servicekauffrau Daniela Flinner ist ein energiereiches Organisationstalent.
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Wer Daniela Flinner beruflich auf den Fersen bleiben will, kann dabei gerne mal außer Atem kommen. Die junge Schichtleiterin am Flughafen Köln/Bonn ist gut zu Fuß. Ihr Reich sind der Check-in, die Abflughalle, die Gates und die langen Wege dazwischen. Ihr ständiger Begleiter: das Handy. Sie ist Ansprechpartnerin, Motivator und Problemlöserin in einer Person.
Viel reden und organisieren
Am Check-in kontrolliert sie die reibungslose Abfertigung der Passagiere, prüft die Personalpräsenz an den Schaltern und stockt bei Bedarf kurzfristig auf, springt auch mal selbst ein, wenn es die Situation erfordert. Sie kontrolliert die pünktliche Besetzung der Gates vor dem Abflug und steht in ständigem Kontakt mit ihren Kunden, den Fluggesellschaften. Sie ist die kommunikative Schnittstelle zwischen ihren Mitarbeitern, den Fluggesellschaften und auch schon mal den Passagieren. Sie greift tatkräftig ein, wenn durch unvorhergesehene Engpässe wie Verspätungen Verzehrgutscheine für die Passagiere vorbereitet werden müssen.
„Der Umgang mit Menschen macht mir unglaublich viel Spaß. Jeden Tag zur Arbeit zu gehen und nicht zu wissen, was mich erwartet, ist für mich eine große Motivation", erklärt die 29-Jährige. Wenn andere schon verzweifeln, ist sie in ihrem Element. „Im größten Chaos, der schlimmsten Hektik, da steige ich direkt ein und suche blitzschnell nach Lösungswegen und versuche die Stimmung positiv zu halten. Wenn mir das gelingt, bin ich sehr zufrieden."
Ruhiger geht es nur bei den administrativen Dingen zu, die sie auch noch erledigen muss. Wenn sie beispielsweise die Einsatzpläne für den Check-in schreibt, Schichtberichte für ihren Abteilungsleiter verfasst oder Umbuchungen dokumentiert.
Viele Facetten
Nach dem Abitur war der Bonnerin sehr schnell klar, dass ihr Beruf mit Menschen zu tun haben muss. „Ich wollte Abwechslung, möglichst viel Kundenkontakt und vor allem auch meine Fremdsprachenkenntnisse einsetzen", so die Schichtleiterin.
Der Beruf der Servicekauffrau im Luftverkehr, wurde zu ihrer Zeit 1999 von der Köln/Bonn Flughafen GmbH erstmals ausgebildet. Von 500 Bewerbern wurden nur vier ausgewählt. Das erste Jahr nach der Ausbildung saß die Bonnerin mit ihren Kollegen am Check-in: fertigte das Gepäck der Passagiere ab, vergab die Sitzplätze, war für das Boarding zuständig. Die Schichtleiterposition nach weniger als einem Jahr hat sie rasch die Karriereleiter hinaufkatapultiert.
Dass sie als Servicekauffrau im Luftverkehr im Schichtdienst arbeiten muss, sieht sie noch unproblematisch. Neben der Früh- und Spätschicht von 5 Uhr bis 13 Uhr und von 13 Uhr bis 21 Uhr, ist auch die Nachtschicht von 21 Uhr bis 5 Uhr zu bestreiten. Angesichts dieser Arbeitszeiten ist klar: Die Freizeit muss gut organisiert sein. Aber Daniela Flinner nimmt es gelassen. „Echte Freunde haben dafür Verständnis", weiß sie.

