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Eventmanagerin

Durchdachte Planung ist alles

Seit 2007 ist die Eventmanagerin Kathrin Schickle-Berger Geschäftsführerin ihrer eigenen Agentur "Strategiex" in Dortmund. Innerhalb ihres BWL-Studiums hatte sich die 32-Jährige auf Eventmanagement spezialisiert.

Kathrin Schickle-Berger in ihrem Dortmunder Büro.

Kathrin Schickle-Berger arbeitet entweder in ihrem Büro in Dortmund oder vor Ort bei den Veranstaltungen.

Foto: Privat

„Sport als Instrument im Eventmanagement“ lautete der Titel der Diplomarbeit Kathrin Schickle-Bergers. Dies sagt schon viel über ihre Spezialisierung im Studium aus. „Mir hat das Eventmanagement als Teil meines Studiums besonders gut gefallen, weil dabei Kreativität gefragt ist – vor allem im Vergleich zum relativ trockenen BWL-Stoff“, erklärt die Diplom-Kauffrau. Als spannend und abwechslungsreich beschreibt sie ihren Arbeitsalltag. „Den Plan, mich selbstständig zu machen, hatte ich bereits während meines Studiums an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Hinterkopf“, sagt sie.

Allerdings dauerte es nach dem Ende ihres Studiums fast drei Jahre, bis sie den Schritt in die Selbständigkeit gemeinsam mit ihrem Ehemann Daniel Berger wagte. Zuvor sammelte die gebürtige Dortmunderin bereits an ihrer Hochschule Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen, beispielsweise eines Reitturniers für Studenten.

Ihre erste Anstellung fand sie dann ebenfalls im Pferdesport: Als Angestellte der Galopprennbahn Baden-Baden managte sie die Eventplanung. „Meine Aufgabe war die Zweitvermarktung einer neuen multifunktionalen Tribüne, abseits der Pferderennen“, erläutert sie. Hier wirkte sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Konzerten und Firmenevents mit. 2006 folgte eine sechsmonatige, projektbezogene Tätigkeit als Freiberuflerin bei einem Messeveranstalter für den sie den Fachkongress Intergeo – eine Messe für Geologen – begleitete.

„Strukturiert und zuverlässig zu arbeiten“, ist laut Kathrin Schickle-Berger eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Eventmanager mitbringen sollte. Denn Planung sei in diesem Geschäft nun mal der entscheidende Faktor: „Man kann nicht immer noch alles kurz auf knapp vor oder gar während einer Veranstaltung regeln.“ Außerdem sollte man keine Scheu vor fremden und manchmal vielen Menschen haben: „Man muss mit unterschiedlichen Zielgruppen kommunizieren können“, meint sie. Da ihre Agentur für verschiedene Firmen arbeitet, muss sie sich stets auf unterschiedliche Bedürfnisse einstellen.

Kreativität und Kundenorientierung

Auch sei es schwer, einen typischen Arbeitstag zu beschreiben. Entweder sie arbeitet in ihrem Dortmunder Büro oder vor Ort direkt bei einem Event. Ihre Agentur betreibt Kathrin Schickle-Berger gemeinsam mit ihrem Mann und einer Angestellten. Da ein Drei-Mann-Betrieb aber die Abwicklung einer Firmenveranstaltung mit manchmal mehreren hundert Teilnehmern nicht alleine bewerkstelligen kann, kooperiert sie mit einer Reihe externer Dienstleister, wie etwa Caterern, Licht- und Tontechnikern oder Musikkünstlern aller Art.

„Das Schöne an meinem Beruf ist, dass man immer ein konkretes Ziel vor Augen hat“, erzählt die 32-Jährige. „Eventmanagement ist Projektarbeit, die mit der eigentlichen Veranstaltung ihren Höhepunkt findet.“ Die Beine hochlegen kann Kathrin Schickle-Berger aber selbstverständlich auch dann noch nicht, wenn der letzte Gast gegangen ist: Dann gelte es, den Abbau der Technik, der Infostände oder der Bestuhlung zu koordinieren.

„Im günstigsten Fall haben wir ein halbes Jahr Vorlauf für eine Veranstaltung“, erläutert sie, „müssen wir uns nicht um eine geeignete Location kümmern, genügen auch drei Monate.“ Bei der Eventplanung ist Kreativität gefragt, „denn gerade wenn Veranstaltungen überraschend sind, sind sie besonders wirkungsvoll.“ Allerdings müssen ihre Ideen stets mit der Kommunikationsstrategie ihrer Kunden korrespondieren: „Ein Auftritt von Hula-Hoop-Tänzerinnen mag bei einer Sportfirma passen, bei einer Bank sicher nicht.“

Mit ihrer Agentur ist Kathrin Schickle-Berger deutschlandweit aktiv. „Eine gewisse Reisefreude und Flexibilität muss ein Eventmanager schon mitbringen“, macht sie deutlich. „Nur wer zu Arbeitszeiten jenseits von acht bis 17 Uhr bereit ist, sollte diesen Beruf wählen.“

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