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Wirtschaftsinformatiker

"Immer dranbleiben"

Ständig wechselnde Projekte mit immer unterschiedlichen Herausforderungen: Als Berater muss sich Wirtschaftsinformatiker Benjamin Bleich (27) flexibel auf neue Kunden einstellen.

Benjamin Bleich sitz am Laptop an seinem Schreibtisch.

Mit seinem doppelten Wissen aus Wirtschaft und IT kann Benjamin Bleich alle Probleme seiner Kunden lösen.

Foto: Privat

In der Wirtschaftsoberschule und während seiner Bankausbildung hatte Benjamin Bleich reichlich Gelegenheit, Einblicke in die Betriebswirtschaft zu bekommen. Um seine Kenntnisse auszubauen und sich darüber hinaus mit seinem großen Lieblingsthema, der Technik, zu befassen, entschied sich der gebürtige Baden-Badener für ein Wirtschaftsinformatik-Studium an der Fachhochschule (heute Hochschule) Karlsruhe. „Das war für mich die ideale Kombination", weiß der 27-Jährige. Nach seinem Diplomabschluss im Juli 2008 - seine Diplomarbeit schrieb er bei dem Stuttgarter Elektrounternehmen Bosch - bewarb sich Benjamin Bleich auf verschiedene Stellen rund um das Projekt- und Prozessmanagement. „Ich habe mehrere Angebote bekommen", erzählt er. „Aber entschieden habe ich mich für die Beratungsgesellschaft Bema Consulting in Nagold." Das mittelständische Unternehmen war über ein Online-Netzwerk auf den Wirtschaftsinformatiker aufmerksam geworden, „weil ich mit meinem Profil genau auf die zu besetzende Stelle passte".

Immer auf dem neusten Stand

Seit Oktober 2008 arbeitet Benjamin Bleich nun als Consultant. „Zuerst war ich vier Monate lang bei einer Stuttgarter Bank eingesetzt. Ein Kollege und ich waren dafür zuständig, die IT-Applikation, also die spezifische Software, umzustellen", berichtet der Berater. Derzeit arbeitet der Wirtschaftsinformatiker an der Einführung eines Customer Relationship Managements (CRM) bei Bema. Damit sollen die Kundenbeziehungs-Prozesse innerhalb des Consulting-Unternehmens besser abgebildet werden. „Das CRM basiert auf einem Microsoft-Produkt, das ich für unsere Bedürfnisse umprogrammiere", erklärt Benjamin Bleich. Dazu musste er sich mit der Programmiersprache ASP vertraut machen. „Das war aber nicht so schwer, denn wenn man eine Programmiersprache wie Java kennt, dann kann man schnell weitere Sprachen lernen." Dabei sei es wichtig, sich nicht auf seinem Wissen auszuruhen: „Als Informatiker muss man immer dranbleiben. Programmiersprachen und die Technik entwickeln sich immer weiter, so dass man stets auf dem Laufenden bleiben muss."

Je nach Projekt wendet der Absolvent eher sein wirtschaftliches oder sein informationstechnisches Wissen an. „Bei der Arbeit als Consultant macht mir am meisten Spaß, dass ich mich ständig in neue Themen einarbeiten muss. Jedes Projekt und jeder Kunde ist anders, und bei jedem lernt man wieder viel Neues dazu." Wer in der Beraterbranche arbeiten will, müsse generalistisch veranlagt sein, erklärt Benjamin Bleich. Als Wirtschaftsinformatiker, der sich bereits während des Studiums mit unterschiedlichen Fachbereichen beschäftigt hat, bringt er daher die besten Voraussetzungen für diesen Job mit.

Sein Ziel in den nächsten Monaten ist die Weiterbildung zum zertifizierten Projektmanager. „Damit kann ich noch mehr Kundenprojekte übernehmen und sie eigenverantwortlich bearbeiten." Ob es um die Pflege eines bestehenden Systems oder um die Einführung einer neuen Applikation geht - mit seinem doppelten Wissen aus Wirtschaft und IT erfüllt Benjamin Bleich die Voraussetzungen, um alle Probleme bei seinen Kunden zu lösen.

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