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Übersicht: Arbeitszeitmodelle

Kugelschreiber liegt auf Notizblatt.
Wer kümmert sich um die Kinder? Flexible Arbeitszeitmodelle helfen bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Foto: Martin Rehm

Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Übersicht

Übersicht: Arbeitszeitmodelle

Inzwischen gibt es eine Reihe von Arbeitszeitmodellen, die Arbeitnehmern dabei helfen, Job, Familie und Privatleben besser unter einen Hut zu bekommen. abi>> stellt die gängigsten vor.

Teilzeit

Grundsätzlich wird bei Teilzeit die Arbeitszeit reduziert. Vereinbart werden können dabei sowohl fixe als auch flexible Arbeitszeiten. Es kann zum Beispiel eine wöchentliche Mindeststundenzahl abgesprochen werden, ohne feste Anwesenheitszeiten. Genauso ist es möglich, die Anzahl der Arbeitstage zu reduzieren, an den Anwesenheitstagen aber Vollzeit zu arbeiten. Unterschieden wird zwischen vollzeitferner und vollzeitnaher Teilzeit (ab einer wöchentlichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 30 Stunden). Letztlich ist die Absprache mit dem Arbeitgeber für die Ausgestaltung der Teilzeit entscheidend.

Job-Sharing

Job-Sharing bietet viele Freiheiten, erfordert aber auch viel Absprache mit den Kollegen, mit denen man sich die Arbeitsstelle teilt. Während sich beim klassischen Job-Sharing zwei Kollegen eine Stelle teilen, gibt es auch das „Job-Splitting“, bei dem ein Arbeitsplatz unter mehreren aufgeteilt wird. Damit immer alle auf dem Laufenden bleiben, ist Kommunikation hier besonders wichtig.

Arbeitszeitkonto

Arbeitszeitkonten sind die Grundlage zur Anrechnung und Verwaltung der von den Mitarbeitern geleisteten Arbeitsstunden. Wie und wie viele Stunden gesammelt und abgebaut werden können, wird von dem begleitenden Arbeitszeitmodell festgelegt. Es gibt Jahresarbeitszeitkonten, Langzeitarbeitskonten und Lebensarbeitszeitkonten. Bei auf kurze Dauer angelegten Arbeitszeitkonten können keine Stunden für Sabbaticals oder Kinderpausen angesammelt werden. Arbeitszeitkonten können also je nach Absprache mit dem Vorgesetzten mehr oder weniger flexibel gehandhabt werden. Die Grundregel lautet: Je länger die Laufzeit, desto größer die Flexibilität.

Telearbeit/Homeoffice

Internet, Skype, Telefon- oder Videokonferenz machen es immer leichter, auch teilweise oder ganz von zu Hause aus zu arbeiten. Vorteil ist die räumliche Selbstbestimmung. Ohne den Kontakt zu Kollegen und Büroatmosphäre zu arbeiten, ist jedoch nicht für jeden geeignet.

Gleitzeit

Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit sind variabel, wobei es häufig eine Kernarbeitszeit gibt, zu der man anwesend sein muss.

Sabbatical

Bei diesem Arbeitszeitmodell kann je nach Betriebszugehörigkeit und Vereinbarung eine Auszeit von bis zu ein Jahr genommen werden. Für Lehrer, Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte gibt es Regelungen, die das Planen einer Auszeit erleichtern. Aber im Grunde kann jeder eine Auszeit nehmen – ob und zu welchen Modalitäten das möglich ist, hängt dann von den Absprachen mit dem Arbeitgeber ab. So kann man beispielsweise vier Jahre lang in Vollzeit arbeiten, in dieser Zeit aber nur einen Teil des Gehaltes beziehen. Das so erwirtschaftete Guthaben wird dann während des Sabbaticals als monatliches Gehalt ausbezahlt. 

abi>> 01.01.2018

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